Rehabilitation (Physiotherapie, Logopädie, Ergotherapie)

Ergotherapie

Das zentrale Thema der Ergotherapie ist die Handlungsfähigkeit im Alltag, also die Fähigkeit eines jeden Menschen, alltägliche Anforderungen selbstständig zu meistern.

Aufgrund einer Krankheit, Verletzung oder Beeinträchtigung kann dies für Betroffene schwierig oder gar unmöglich sein. Ergotherapeut*innen helfen diesen Menschen, wieder selbstbestimmter zu leben. Sie arbeiten eigenverantwortlich in der Gesundheitsförderung, Prävention, Therapie und Rehabilitation.

Es werden Hindernisse und bestehende Ressourcen ermittelt, die die Durchführung alltäglicher Tätigkeiten in den Bereichen Selbstversorgung, Produktivität und Freizeit einschränken oder fördern können. 

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Das Studium der Ergotherapie ist sehr praxisnah. Die Praktika der ersten zwei Ausbildungsjahre finden vorwiegend innerhalb der Region Trentino-Südtirol statt. Im dritten Ausbildungsjahr können Studierende auch Praktika im deutschsprachigen Ausland und in anderen italienischen Regionen absolvieren. 

Absolvent*innen des Studiums erwarten abwechslungsreiche Arbeitsmöglichkeiten in verschiedenen Fachbereichen der Medizin wie zum Beispiel Pädiatrie, Kinder- und Jugendpsychiatrie, Orthopädie, Rheumatologie, Neurologie, Geriatrie und Psychiatrie. Sie können ihre Tätigkeit freiberuflich oder als Angestellte in öffentlichen und privaten Gesundheitsdiensten (stationären Abteilungen, Senior*innenwohnheime, Rehabilitationszentren uvm.) ausüben. 

Der Studiengang hat eine Konvention mit der italienischen Partneruniversität Università Cattolica del Sacro Cuore Roma. Die Fakultäten für Medizin und Chirurgie der jeweiligen Partneruniversitäten erarbeiten die Studienpläne (den findest du hier), Studienordnungen sowie den rechtlichen Rahmen. 

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Logopädie

Logopäd*innen beschäftigen sich mit der Prävention, Behandlung und Rehabilitation von Störungen der oralen Funktionen, wie Sprechen, Stimme und Schlucken in jedem Lebensalter. Nach einer gründlichen Untersuchung erstellen sie in Abstimmung mit medizinischem und anderem therapeutischem Personal individuelle Behandlungspläne und setzen diese um.

Logopäd*innen behandeln alle Störungen, die das Verständnis und den Ausdruck in mündlicher und schriftlicher Form betreffen, sowie alle nichtsprachlichen Kommunikationsformen. Sie arbeiten eigenverantwortlich nach ärztlicher Diagnose und Verschreibung und entwerfen Behandlungspläne, setzen sie um und überprüfen die erzielten Ergebnisse. 

Das Studium der Logopädie ist ein sehr praxisnahes. Die Praktika werden im Südtiroler Sanitätsbetrieb (Krankenhäusern, Rehabilitationsdiensten, Sprengeln, Diensten für Kinderneuropsychiatrie) oder in Kliniken, die mit dem Ausbildungsstandort zusammenarbeiten absolviert. Im dritten Studienjahr können Praktika auch an anderen Krankenhäusern im Rest Italiens oder im Ausland absolviert werden.  

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Absolvent*innen des Studiums der Logopädie üben ihre Tätigkeit in privaten oder öffentlichen Einrichtungen des Gesundheitsdienstes (Krankenhäuser, Kliniken, Ambulatorien), als Angestellte oder freiberuflich aus. Sie können in der Phoniatrie, Rehabilitationsdiensten, Einrichtungen für Menschen mit Beeinträchtigung, Senior*innen- und Pflegeheimen, als Berater*innen in der Entwicklung von neuen Ansätzen, der Lehre oder der Forschung arbeiten.  

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Der Studiengang hat eine Konvention mit der italienischen Partneruniversität Università Cattolica del Sacro Cuore Roma. Die Fakultäten für Medizin und Chirurgie der jeweiligen Partneruniversitäten erarbeiten die Studienpläne (den findest du hier), Studienordnungen sowie den rechtlichen Rahmen. 


Physiotherapie

Physiotherapeut*innen arbeiten mit Menschen jeder Altersstufe, wenn deren Beweglichkeit und Funktionalität durch Krankheit oder Traumata eingeschränkt ist. Sie gehen den Ursachen von fehlender Funktionalität auf den Grund, untersuchen Gewebsstrukturen, erkennen Dysfunktionen und setzen geeignete Therapie-Maßnahmen ein.

Zu ihren Aufgaben gehören unter anderem auch präventive Maßnahmen, die Behandlung und Rehabilitation von Schäden (in der Orthopädie-Traumatologie, Neurologie, Inneren Medizin), die Anwendung physiotherapeutischer Maßnahmen für das funktionelle Wiedererlernen motorischer, psychomotorischer oder kognitiver Störungen und die Auswahl von Prothesen und Hilfsmitteln. 

Das Studium der Physiotherapie ist ein sehr praxisnahes. Die Praktika der ersten zwei Ausbildungsjahre finden vorwiegend in den Gesundheitsbezirken Bozen, Meran, Brixen und Bruneck statt. Im dritten Ausbildungsjahr können Studierende auch Praktika im deutschsprachigen Ausland und im norditalienischen Raum absolvieren. Zudem können sich die Studierenden auch für das Erasmus-Programm im europäischen Ausland bewerben. 

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Absolvent*innen des Studiums der Physiotherapie erwarten abwechslungsreiche Arbeitsmöglichkeiten in verschiedenen Fachbereichen der Medizin (Pädiatrie, Orthopädie, Traumatologie, Rheumatologie, Innere Medizin, Neurologie und Geriatrie). Sie können ihre Tätigkeit als Angestellte in öffentlichen und privaten Strukturen des Gesundheitsdienstes oder als Selbstständige ausüben, etwa in Universitätskliniken, öffentlichen Krankenhäusern, privaten Kuranstalten, Rehabilitationseinrichtungen, in der wohnortnahen Betreuung und in privaten Ambulatorien. Außerdem können sie professionelle Gesundheitszentren beraten oder in Lehre und Forschung mitarbeiten. 

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Der Studiengang hat eine Konvention mit der italienischen Partneruniversität Università degli Studi di Ferrara. Die Fakultäten für Medizin und Chirurgie der jeweiligen Partneruniversitäten erarbeiten die Studienpläne (den findest du hier), Studienordnungen sowie den rechtlichen Rahmen. 

Technischer Bereich (Ernährungstherapie, Dentalhygiene, Biomedizinische Labortechnik, Medizinische Röntgentechnik)

Dentalhygiene

Dentalhygieniker*innen kümmern sich um die Vorbeugung und Behandlung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Sie arbeiten entweder in einem zahnmedizinischen Team oder auch in der eigenen Praxis. In der Ernährungsberatung und Gesundheitserziehung spielen sie ebenfalls eine wichtige Rolle. Sie klären über krankhafte Veränderungen an Zahnfleisch und Zahnhalteapparat auf, informieren über Ursachen und Therapiemöglichkeiten, kümmern sich um die Zahnsteinentfernung und das Schleifen von Zahnwurzeln, erkennen potenzielle Krebsläsionen in der Mundhöhle und führen Versiegelungen und Bleaching durch. 

Die Ausbildung in Dentalhygiene ist praktikumsorientiert gestaltet. Die praktische Ausbildung kann an verschiedenen Orten stattfinden: in den zahnärztlichen Abteilungen des Südtiroler Sanitätsbetriebes, an Schulen, Kindergärten und in Seniorenheimen und in weiteren akkreditierten Strukturen der Università Cattolica del Sacro Cuore di Roma und im Ausland. 

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Absolvent*innen des Studiums erwartet eine breitgefächerte Tätigkeit in öffentlichen Strukturen des Gesundheitsdienstes, in privaten Praxen oder als Freiberufler*innen. 

Der Studiengang hat eine Konvention mit der italienischen Partneruniversität Università Cattolica del Sacro Cuore Roma. Die Fakultäten für Medizin und Chirurgie der jeweiligen Partneruniversitäten erarbeiten die Studienpläne (den findest du hier), Studienordnungen sowie den rechtlichen Rahmen. 

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Ernährungstherapie

Ernährungstherapeut*innen haben ein breites Spektrum an Tätigkeiten, im Fokus steht dabei die Gesundheit zu erhalten und zu fördern. Sie sind in der Prävention und Therapie von ernährungsbedingten Krankheiten tätig und sind gesetzlich befugt sowohl Gesunde als auch Kranke zu betreuen. Sie organisieren und koordinieren Tätigkeiten, die Ernährung und Diätetik betreffen, sie erarbeiten, formulieren und führen ärztlich verschriebene Diäten durch, sie arbeiten mit anderen Berufsgruppen im Bereich Essstörungen zusammen, mit Kontrollorganen bei der Einhaltung von Hygienerichtlinien im Verpflegungsdienst und vieles mehr.  

Studium ist gegliedert in Theorie- und Praktikumsblöcke. Das Studium geht auf die berufsspezifischen Anforderungen ein, wie die Tätigkeit im Verpflegungsmanagement, freiberufliche Tätigkeit, Spezialisierung in der Onkologie, Intensivmedizin, Geriatrie, Stoffwechseltherapie, Nephrologie, künstlichen Ernährung und die Spezialisierung im Bereich der Essstörungen.  

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Absolvent*innen des Studiums erwartet ein breites Spektrum an Tätigkeiten, vor allem in Krankenhäusern, wo sie für das Ernährungsmanagement zuständig sind, aber auch in der Ernährungswirtschaft, in der Lebensmittel- und Pharmaindustrie sowie im allgemeinen Verpflegungsmanagement gibt es Arbeitsmöglichkeiten. Auch eine freiberufliche Tätigkeit ist möglich. 

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Der Studiengang hat eine Konvention mit der italienischen Partneruniversität Università Cattolica del Sacro Cuore Roma. Die Fakultäten für Medizin und Chirurgie der jeweiligen Partneruniversitäten erarbeiten die Studienpläne (den findest du hier), Studienordnungen sowie den rechtlichen Rahmen. 


Biomedizinische Labortechnik

Biomedizinische Labortechniker*innen sind Spezialist*innen in der Durchführung und Auswertung chemischer und mikroskopischer Laboruntersuchungen. Sie untersuchen Proben wie Blut, Stuhl, Urin, Zellen und Gewebe, wählen die geeigneten Methoden und Geräte aus, errechnen und beurteilen Laborwerte und stellen Zusammenhänge zwischen labordiagnostischen Ergebnissen und Krankheitsbildern her. Dafür verwenden sie verschiedenste Analysemethoden, deren Ergebnisse als Grundlage für Diagnose und Therapie von Krankheiten, aber auch für die medizinische Forschung dienen können. 

Die praxisorientierte Ausbildung beginnt in den schulinternen Laboratorien und dem Mikroskopierraum. In einem zweiten Schritt werden die dort erlernten Fähigkeiten im Rahmen der Berufspraktika an externen Praktikumsstellen im In- und Ausland vertieft und erweitert. Diese Praktikumsstellen können in biomedizinisch-technischen Untersuchungslaboratorien, in Einrichtungen der Forschung, Wissenschaft, Industrie und Veterinärmedizin stattfinden. 

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Absolvent*innen des Studiengangs erwartet ein breites Betätigungsfeld sowohl in privaten oder öffentlichen diagnostischen Laboratorien und Forschungseinrichtungen. Dabei arbeiten sie in der klinischen Biochemie, Mikrobiologie und Virologie, Immunologie und vielen weiteren Bereichen. Sie können zudem leitende Positionen bekleiden oder in der Lehre tätig sein. 

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Röntgentechnik

Ausgebildete medizinische Röntgentechniker*innen sind Fachleute der medizinischen Bildgebung und Strahlentherapie. Sie erstellen Röntgenaufnahmen, setzen tomografische Verfahren ein und führen nuklearmedizinische Untersuchungen durch, um Verletzungen oder krankhafte Veränderungen des Körpers darzustellen. Zudem behandeln sie in der Strahlentherapie vor allem Tumorpatient*innen. Sie arbeiten mit Technologien rund um ionisierende Strahlung, Magnetfeld und Ultraschall, verwenden diese Bildgebungsverfahren zur Untersuchung und Behandlung von Menschen, sowie in der Forschung und Industrie. 

Die Ausbildung ist praktikumsorientiert gestaltet. Der praktische Unterricht besteht aus mehreren Elementen, unter anderem Demonstrationen und Übungen anhand von Simulationspuppen in der institutseigenen Röntgendiagnostik und praxisbezogene Seminare in den Abteilungen und Diensten.  Studierende im dritten Ausbildungsjahr können einen Praktikumsblock außerhalb der Region oder im Ausland beantragen. Die praktische Ausbildung findet in Krankenhäusern in Südtirol und im Trentino sowie in Innsbruck, München, Mailand und Regensburg statt.  

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Absolvent*innen des Studiums der Medizinischen Röntgentechnik üben ihre Tätigkeit als Angestellte oder freiberuflich in Einrichtungen wie Krankenhäusern und Kliniken oder in den Gesundheitssprengeln aus und arbeiten dort im Bereich der Radiologie, Strahlentherapie, Nuklearmedizin oder im Dienst für Medizinische Strahlenphysik. 

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Der Studiengang hat eine Konvention mit der italienischen Partneruniversität Università Cattolica del Sacro Cuore Roma. Die Fakultäten für Medizin und Chirurgie der jeweiligen Partneruniversitäten erarbeiten die Studienpläne (den findest du hier), Studienordnungen sowie den rechtlichen Rahmen. 

Arbeitsrecht

Allgemeine Info

In diesem Beitrag bekommst du einen Überblick zum Thema Arbeitsrecht.
Hierbei handelt es sich um ein sehr komplexes Thema, über welches du einen groben Überblick erhältst.

Bestimmungen über das Arbeitsrecht findest du in der Verfassung, internationalen Normen, Zivilgesetzbuch, Kollektivverträgen und sonstigen Abkommen.

Diese regeln unter anderem die drei Hauptformen der Arbeit:

  • Unselbstständig
  • Selbstständig
  • Fortdauernde und koordinierte Mitarbeit

Genauere Informationen über geltende Gesetze und über die Hauptformen der Arbeit findest du auf der Seite der Provinz.


Allgemeine Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber

Zu den Pflichten des Arbeitnehmers zählen:

  • Sorgfaltspflicht
  • Treuepflicht

Zu den Pflichten des Arbeitgebers zählen:

  • Pflicht zur Leistung des Entgelts
  • Fürsorgepflicht

Zusätzlich gibt es weitere Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer und Arbeitgeber wie z.B. die Urlaubspflicht. Weitere Informationen findest du hier.

Du kannst dich z.B. beim ASGB oder bei Young SGBCISL über verschiedene Themen wie z.B. die Kontrolle deines Lohnstreifens oder die Regelung der Abfertigung genauer informieren. Auch bei Arbeitsstreitigkeiten stehen Patronate wie z.B. der ASGB Arbeitnehmer*innen unterstützend zur Seite.

Zusätzlich findest du in der Broschüre „Einführung in die Rechte und Pflichten der Arbeitnehmer“ des Arbeitsförderungsinstituts genaue Informationen über Arbeitsrecht, Rechtsquellen, Arbeitsverhältnis und das Vorsorgesystem. Diese Broschüre wurde vor allem für Berufseinsteiger entwickelt.


Hast du bereits einen Betrieb oder ein Start-Up Unternehmen und hast Fragen, was das Arbeitsrecht angeht? Dann informiere dich bei einem Arbeitsrechtsberater bzw. einer Arbeitsrechtsberaterin deiner Wahl.

Rechte und Pflichten von Minderjährigen

Rechte und Pflichten minderjähriger Arbeitnehmerinnen Jugendliche unter 18 unterliegen der Bildungspflicht. Dies bedeutet, dass du entweder eine schulische, eine berufliche oder eine schulisch-berufliche Ausbildung bis zum 18. Lebensjahr absolvieren musst. In diesem Dokument von Young SGBCISL findest du einen Überblick über die Rechte und Pflichten minderjähriger Arbeitnehmerinnen. Hier bekommst du auch einen Überblick welche Art von Arbeitsverhältnis Minderjährige eingehen dürfen.

Ansprechpartner

eJobBörse

In Kooperation mit der Südtiroler eJobBörse der Abteilung Arbeit der Autonomen Provinz Bozen – Südtirol

Lehrstellen, Sommerjobs & Praktika

Suchst du einen Sommerjob, eine Lehrstelle oder sogar ein Praktikum für dich? Dann klick dich durch und finde deine nächste Arbeit!

Hier findest du alle Infos zu Lehre, Sommerjobs & Praktika.

Jobangebote nach Bezirken

Suchst du einen Job an einem gewissen Ort in Südtirol? Dann klick dich durch deinen Wunschbezirk und suche dir dabei deine nächste Arbeit!

Jobangebote nach Berufen

Du suchst einen Job in einer gewissen Branche? Dann findest du hier vielleicht genau die richtige Stelle für dich.

Wichtige Infos

Bist du noch unschlüssig bzw. weißt du noch gar nicht, welcher Beruf überhaupt zu dir passt?
Dann lass dich eventuell beraten in den Berufsberatungszentren in Südtirol oder schau auf Youkando vorbei und lass dich inspirieren.

In unserer App findest du übrigens Informationen zu vielen verschiedenen Berufen.

Zusätzlich findest du in unserer App wertvolle Tipps und Tricks zu folgenden Themen:

Kontakt
Die Südtiroler Arbeitsvermittlungszentren

Zweisprachigkeit & Sprachzuordnung

Südtirol hat drei offizielle Sprachen: Deutsch, Italienisch und Ladinisch.

Für ein gutes Zusammenleben gibt es unterschiedliche Nachweise, Dokumente und Prüfungen, die leicht verwechselt werden können.

Wir klären den Unterschied zwischen:

  • Zwei- bzw. Dreisprachigkeitsprüfung ✍️

  • Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung 📄

  • Sprachgruppenzählung 📊

und sagen dir wozu du das brauchst und wie du es bekommst!

Zweisprachigkeitsprüfung

WAS: Die Zwei bzw. Dreisprachigkeitsprüfung testet die Sprachfähigkeiten der Südtiroler*innen. Sie überprüft, ob du in der Lage bist, Deutsch, Italienisch und eventuell auch Ladinisch auf einem professionellen Niveau zu sprechen und zu verstehen. Bei bestandener Prüfung erhältst du einen unbegrenzt gültigen Zweisprachigkeitsnachweis.

WOZU: Der Zweisprachigkeitsnachweis ermöglicht dir den Zugang zu Jobs im öffentlichen Dienst, verbessert deine Bewerbungschancen in der Privatwirtschaft und kann Voraussetzung für bestimmte Studiengänge sein. In manchen Berufen bekommst du mit Zweisprachigkeitsnachweis einen Gehaltszuschlag.

WIE: Die Prüfung besteht aus vier Modulen: einem Hörverständnistest, einem Leseverständnistest, einer schriftlichen und einer mündlichen Prüfung. Hier findest du Tipps zur Vorbereitung auf die Prüfung.

Die Prüfungen gibt es in vier Niveaus:

Sie sind auf internationaler Ebene anerkannt.

Wer und wie kann man sich anmelden?

Alle Interessierten könne sich zur Zweisprachigkeitsprüfung anmelden. Du brauchst dafür keinen bestimmten Bildungsgrad oder Schulabschluss.

Um dich für die Niveaus C1 und B2 anzumelden, musst du mindestens 16 Jahre alt sein, für die Niveaus B1 und A2 reicht es, wenn du 14 Jahre alt bist.

Die Anmeldung zur Prüfung kannst du jederzeit online über SPID oder CIE (elektronische Identitätskarte) machen.

Die Prüfungen sind kostenlos.

Die Online-Anmeldung Schritt für Schritt 

Wann und wo finden die Prüfungen statt?

Die Prüfungen werden in Bozen im Prüfungssitz abgehalten und sind kostenlos.

Die einsprachigen Prüfungen werden das ganze Jahr über angeboten und beginnen immer um 8:30 Uhr. Alle vier Prüfungsteile werden am gleichen Tag absolviert.

ABSAGEN UND VERSCHIEBEN: Wenn du aus einem nachweislich berechtigten Grund nicht am Prüfungsdatum erscheinen kannst, kannst du deinen Termin einmal und innerhalb von 30 Tagen nach dem ursprünglichen Datum verschieben. Schreibe an zdp@provinz.bz.it oder ruf an: 0471 413900.
Die Absage des Prüfungstermins ist verpflichtend und muss mindestens drei Arbeitstage vor dem Prüfungsdatum erfolgen. Wenn du nicht rechtzeitig Bescheid gibst, wirst du für die nächsten sechs Monate von den Prüfungen ausgeschlossen.

Mehr Informationen dazu findest du unter Probleme mit dem Prüfungsdatum.

Infos zur Ladinischprüfung

Die vier Sprachniveaus der Ladinischprüfung sind: C1, B2, B1 und A2. Diese Niveaus entsprechen den Kenntnissen, die je nach Studientitel für verschiedene Berufe in der öffentlichen Verwaltung vorgeschrieben sind.

Um eine Stelle in der öffentlichen Verwaltung in Südtirol zu besetzen, die der ladinischen Sprachgruppe vorbehalten ist, musst du den Dreisprachigkeitsnachweis haben.

Die Ladinischprüfung besteht aus vier Teilprüfungen: Hörverständnistest, schriftliche Prüfung, mündliche Prüfung und Leseverständnistest. Die Prüfung wird für zwei Idiome angeboten: Grödner-Ladinisch und Gadertal-Ladinisch.

Weitere Infos findest du hier.

Anerkennung von anderen Sprachzertifikaten

Es ist möglich, den Zweisprachigkeitsnachweis durch die Anerkennung von Sprachzertifikaten zu erwerben, die von international anerkannten Körperschaften ausgestellt wurden. Diese Zertifikate bescheinigen die Sprachniveaus nach den Vorgaben des Gemeinsamen europäischen Referenzrahmens für Sprachen (GERS) und entsprechen den verschiedenen Niveaus der Zweisprachigkeitsprüfung.

Mögliche Kombinationen sind:

  • Sprachzertifikat in einer Sprache + einsprachige Prüfung in der anderen Sprache

  • Zwei Sprachzertifikate: eines für Deutsch und eines für Italienisch

Anerkannte Sprachzertifikate findest du hier. Auch die Sprachprüfungen der unibz werden anerkannt.

WICHTIG: Teilnahmebestätigungen an Sprachkursen, Bescheinigungen von Kursabschlusstests oder anderweitig ausgestellte Sprachzeugnisse von Sprachschulen werden nicht anerkannt.

Weitere Infos zur Anerkennung gibt es hier.

Webseitezweisprachigkeitspruefungen.provinz.bz.it
E-Mail Adressezdp@provinz.bz.it
Telefonnummer0471 413900
AdresseSüdtiroler Straße 50, 39100 Bozen

ACHTUNG: Verwechslungsgefahr!

Neben dem Zwei- bzw. Dreisprachigkeitsnachweis gibt es noch zwei weitere Verfahren, die oftmals verwechselt werden:

  • 📄 Die Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung

  • 📊 Die Sprachgruppenzählung

Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung

WAS: Die Bescheinigung über die Zugehörigkeit zur deutschen, italienischen oder ladinischen Sprachgruppe nennt sich Sprachgruppenzugehörigkeitserklärung. Das hat weniger mit den Sprachkenntnissen zu tun, sondern welcher Sprachgruppe du dich zugehörig fühlst.

WOZU: Die Erklärung brauchst du z.B. z.B. für Beiträge der Provinz oder für Ausschreibungen von Jobs.

WIE: Du kannst online einen Termin vereinbaren. Die Erklärung gibst du dann im Gericht in Bozen ab. Der Dienst ist kostenlos.

Sobald du 18 bist, solltest du diese Erklärung sofort abgeben. Mit 18 hast du nämlich keine Wartezeit! Machst du sie später, musst du einige Monate darauf warten und verlierst womöglich das Anrecht auf Beiträge oder Jobs.

Dafür bekommst du einen Brief von deiner Heimatgemeinde (z.B. über Post oder du musst in der Gemeinde abholen…). Damit kannst du dann einen Termin ohne lange Wartezeit machen.

Webseitewww2.stanzadelcittadino.it
E-Mailgruppolinguistico.tribunale.bolzano@giustizia.it
TelefonnummerTel. 0471 226312
Grüne Nummer800843622
AdresseLandesgericht Bozen: Amt für Sprachgruppenzugehörigkeit im Erdgeschoß – Eingang Duca-d’Aosta-Straße – Zimmer 32

Sprachgruppenzählung

WAS: Das Autonomiestatut sieht vor, alle 10 Jahr eine Sprachgruppenzählung zu machen, um festzustellen, wie hoch der prozentuale Anteil der italienische, deutschen und ladinischen Sprachgruppe im Land ist. Dafür musst du angeben, welcher Sprachgruppe du dich zugehörig fühlst.

WOZU: Das Ergebnis bildet die Grundlage für die Verteilung der Stellen im öffentlichen Dienst, die Aufteilung der Landesgelder und die Vertretung der Sprachgruppen in Kollegialorganen in Südtirol, z.B. Prüfungskommissionen für öffentliche Wettbewerbe usw.

WIE: Die letzte Sprachgruppenzählung fand 2024 statt. Die nächste wird also erst 2034 sein. 2024 konnte man unter anderem online an der Zählung teilnehmen.

Die Pflichtimpfungen erklärt

In Italien gibt es zehn Pflichtimpfungen, welche im Kindesalter das erste Mal verabreicht werden. Manche davon muss man über das Leben hinweg immer wieder auffrischen, andere sind nach einer Grundimmunisierung ein Leben lang sehr effektiv. Durch die Impfkampagnen der letzten Jahrzehnte konnten viele schwere Krankheiten beinahe ausgerottet werden. In Europa kommen einige der Krankheiten, gegen welche die Bevölkerung geimpft wird, kaum mehr vor. Pocken konnten zum Beispiel durch weltweite Impfkampagnen vollständig ausgerottet werden.

Dies ist ein Erfolg, welcher nicht selbstverständlich ist – Wissenschaftler*innen, Ärzt*innen und das Gesundheitspersonal haben zusammen mit der Bevölkerung über viele Jahre hinweg dafür gesorgt. Leider können bereits zurückgedrängte Krankheiten durch einen Nachlass des Impfschutzes der Bevölkerung wieder verstärkt auftreten.  In anderen Ländern treten diese Krankheiten nach wie vor häufig auf und können von dort eingeschleppt werden. Kleine lokale Ausbrüche hierzulande können sich schneller stark ausbreiten, wenn der Impfschutz der Bevölkerung nicht genügend groß ist.

In Südtirol gibt es seit Juli 2017 ein Gesetz, welches manche Impfungen zu Pflichtimpfungenmacht. Dieses Gesetzzielt darauf ab, den allmählichen Rückgang an Impfungen seit 2013 entgegenzutreten. Dieser Rückgang hat dazu geführt, dass manche Krankheiten wieder häufiger auftreten, da die Schwelle von 95 Prozent der Immunisierten nicht mehr in der Bevölkerung vertreten ist.

Krankheiten, welche in manchen Ländern Europas wieder vermehrt auftreten, sind Masern, Keuchhusten und Diphterie. In Italien ist eine Durchimpfungsrate von 95 Prozent vielerorts nicht gegeben. Auch die Auffrischungsimpfungen werden oft vergessen. Dieser Artikel erklärt dir nun, gegen welche Krankheiten die Pflichtimpfungen schützen, und wann diese verabreicht werden. Wichtig sind hier auch die Termine der Auffrischimpfungen, welche im Jugend- und Erwachsenenalter stattfinden.

Die Pflichtimpfungen schützen gegen folgende Krankheiten:

  • Kinderlähmung (Poliomyelitis) wird durch Polioviren verursacht, welche über Berührungen, Nahrung und Speicheltropfen übertragen werden. Bei einer*m von 200 Infizierten kommt es zu Lähmungen der Nervenzellen, welche bei den Beinen beginnen. Überlebende tragen oft Dauerschäden davon. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die Krankheit sehr verbreitet, durch den Einsatz von Impfstoffen tritt sie in Europa nur noch sehr selten auf.

  • Diphterie wird durch ein Bakterium (Corynebacterium diphtheriae) ausgelöst. Übertragen wird dieses über Tröpfchen (Niesen, Sprechen, Husten, Atmen) und Kontakt mit offenen Wunden. Die Bakterien siedeln sich im Rachen in der Gegend der Mandeln an und bilden dort ein Gift. Dieses kann schwere Schädigungen in den Organen (Leber, Nieren, Herz) und Nerven verursachen. Vor Einführung der Impfung stellte die Diphtherie in Italien eine sehr häufige Erkrankung dar: bis zum Jahr 1940 wurden erkrankten jährlich 20.000-30.000 Kinder daran, etwa 1.500 starben. In Ländern mit hoher Durchimpfungsrate ist die Diphtherie sehr selten geworden.

  • Tetanus (Wundstarrkrampf) wird durch ein Bakterium (Clostridium tetani) verursacht. Diese leben in der Erde, in Tierexkrementen und im Staub. Sie gelangen über Wunden in den Körper. Diese Wunden müssen nicht groß sein, kleinste Verletzungen durch Splitter oder Dornen reichen aus. Der Erreger wandert ins Rückenmark und ins Gehirn und blockiert die Verbindungsstellen zwischen den Nerven. Dies führt anfangs zu Müdigkeit und Kopfschmerzen, dann Muskelversteifungen im Nacken und Kiefer, Sprechen und Kauen wird schwierig. Später tritt eine Starre des gesamten Körpers zusammen mit Atem- und Kreislaufproblemen ein.

In Italien gib es jährlich nur mehr um die 35 Fälle, wobei dies mehr als die Hälfte aller jährlichen Fälle in Europa ausmacht.

  • Hepatitis B wird durch ein Virus verursacht und gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Welt. Übertragen wird das Virus über den Kontakt mit Körperflüssigkeiten Infizierter, die Inkubationszeit kann lange sein. Eine Infektion kann sehr unterschiedlich verlaufen, sie beginnt meist mit Müdigkeit, Gelenk- und Gliederschmerzen, Übelkeit, Fieber und Leberschmerzen. Einige Tage später zerstört das Virus die Leberzellen. Sichtbar wird dies durch die Gelbsucht, bei der sich die Haut gelb färbt, sowie ein heller Stuhlgang und dunkler Urin. Im chronischen Stadium (5 bis 10 Prozent der Erwachsenen, 30 bis 50 Prozent der kleinen Kinder) kann sie eine Leberzirrhose und Lebertumore verursachen.

  • Keuchhusten wird durch ein Bakterium (Bordetella pertussis) verursacht. Die Krankheit ist hochansteckend und wird über Tröpfchen verbreitet. Eine infizierte Person ist vom ersten Husten an ca. fünf Wochen lang ansteckend. Anfänglich sind die Hustenanfälle noch unauffällig, nach ein bis zwei Wochen werden sie krampfartig teils bis zum Erbrechen. Diese Hustenanfälle können auch Lungenüberblähungen, eine eitrige Bronchitis und Bewusstlosigkeit durch Sauerstoffmangel auslösen. Insbesondere Säuglinge und Kleinkinder sind stark gefährdet einen Atemstillstand zu erleiden. Die Infektionszahlen von Keuchhusten sind in Europa wieder steigend.  
  • Masern werden durch das Masernvirus ausgelöst, welches über die Luft beim Niesen und Husten übertragen wird. Masern sind bereits vor dem Ausbruch des Hautausschlages hochansteckend. Neben dem Ausschlag treten auch Fieber, Schnupfen, Husten und Bindehautentzündung als Symptome auf. Das Virus schwächt die Abwehrkräfte des Körpers so sehr, dass über mehrere Jahre hinweg das Risiko höher ist, an einer anderen Infektionskrankheit zu sterben. Bei zirka 20 Prozent der Erkrankten treten zusätzlich andere Krankheiten auf, wie Bronchitis, Mittelohr- oder Lungenentzündungen.

  • Haemophilus influenzae B wird ausgelöst durch ein Bakterium (Haemophilus influenzae) welches den Nasen-Rachen-Raum infiziert und über Tröpfchen übertragen wird. Oft löst das Bakterium keine Beschwerden aus, in einigen Fällen kann es aber schwere Erkrankungen verursachen. Haemophilus influenzae B zählt zu den schwersten bakteriellen Infektionen der ersten fünf Lebensjahre und endet oft tödlich. Die Krankheit äußert sich durch Fieber und Erbrechen, kann aber auch zu einer Hirnhautentzündung, Entzündung des Kehlkopfdeckels, Blutvergiftung und Lungenentzündung führen.

Eine Impfung wird also nach wie vor vom Gesundheitsamt stark empfohlen.

  • Mumps wird durch das Mumps-Virus, welches über Tröpfchen übertragen wird, verursacht. Das Virus löst eine Entzündung der Ohrspeicheldrüse und Fieber aus. Manchmal verläuft eine Infektion auch ganz ohne Symptome. Umso älter man ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass man Symptome und Komplikationen hat. Dazu zählen Hirnhautentzündungen und Schwerhörigkeit. Bei jugendlichen Betroffenen mit Hoden kann das Virus bei 10 bis 30 Prozent eine Schwellung dieser auslösen, welche unfruchtbar machen kann. Bei Personen mit Eierstöcken können sich diese entzünden. Zwischen 2008 und 2012 wurden in Südtirol durchschnittlich 25 Krankheitsfälle pro Jahr gemeldet, 2011 gab es eine Epidemie mit 220 Krankheitsfällen und zahlreichen Krankenhausaufenthalten wegen Komplikationen.

  • Röteln werden durch das Rötel-Virus verursacht. Auch hier handelt es sich um eine Krankheit, welche über Tröpfchen übertragen wird, aber auch eine Schmierinfektion ist möglich. Für Erwachsene verläuft eine Erkrankung oft schwerer. In der Schwangerschaft wird eine Rötelinfektion auch über die Plazenta auf den Fötus übertragen und verursacht schwere Fehlbildungen am ungeborenen Kind. Auch Fehlgeburten können durch eine Rötelerkrankung verursacht werden. Röteln erkennt man an dem charakteristischen Hautausschlag und der Schwellung der Lymphknoten. Durch das konsequente Impfen der Bevölkerung konnten die Röteln fast ausgerottet werden, es gibt aber immer wieder Jahre, an denen sie verstärkt auftreten.

  • Windpocken (Varizellen, Schafblattern) werden durch das Varizellen-Zoster-Virus verursacht. Dieses ist hochansteckend und wird über eine Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen. Die Viren können aber auch mehrere Meter über die Luft übertragen werden und fast alle Menschen, welche das erste Mal damit in Kontakt kommen, erkranken daran. Die infizierte Person ist schon zwei Tage vor Ausbruch des charakteristischen, stark juckenden Hautausschlages ansteckend. Neben diesem ist auch Fieber ein klassisches Symptom.

Weitere empfohlene Impfungen

Neben diesen Impfungen empfiehlt die Südtiroler Landesverwaltung auch eine Impfung gegen:

  • das Rotavirus, welches eine Magen-Darm-Erkrankung verursacht

  • Pneumokokken, welche Lungenentzündung, Mittelohrenentzündung und eitrige Hirnhautentzündungen auslösen können

  • Meningokokken B, welche Hirnhautentzündung oder Blutvergiftungen verursachen

  • Meningokokken C, welche ebenso zu Hirnhautentzündung oder Blutvergiftungen führen

Mehr zu den Krankheiten, welche von diesen Impfungen verhindert werden, findest du in der Broschüre „Weil Leben Freude macht“ des Südtiroler Sanitätsbetriebes.

Wann werden die Pflichtimpfungen verabreicht?

Im dritten Lebensmonat werden die ersten Impfungen gegen Diphterie/Tetanus/Keuchhusten, Hepatitis B, Haemophilus influenzae B und gegen die Kinderlähmung verabreicht. Diese Impfkombination wird dann im fünften und elften Lebensmonat nochmals aufgefrischt. Mit zwei Jahren wird die Mumps/Masern/Röteln- und Varizellen-Impfung durchgeführt, diese wird mit sechs Jahren aufgefrischt und man ist nun ein Leben lang immun gegen diese Krankheiten.

Mit sechs Jahren wird auch erneut die Diphterie/Tetanus/Keuchhusten- sowie die Impfung gegen Kinderlähmung aufgefrischt. Mit 15 wird diese Impfkombination erneut verabreicht. Empfohlen wird, diese alle zehn Jahre ein Leben lang aufzufrischen, also wenn man sie mit 15 ein letztes Mal erhalten hat, sie mit 25, 35 etc. zu erneuern, um den Immunschutz so gut wie möglich aufrechtzuerhalten. Hier findest du einen übersichtlichen Kalender dieser Impfungen.

Falls du wissen möchtest, wie es um deinen Impfstatus steht, kannst du dies in deinem Impfpass nachlesen. Diesen solltest du bei deinen Gesundheitsdokumenten zuhause vorfinden. Falls er über die Jahre verloren gegangen ist- auch kein Problem. Du kannst deinen territorialen Hygienedienst per E-Mail anschreiben und ein Erkennungsdokument (z.B. Ausweis) anhängen, um ein PDF mit deinen Impfbescheinigungen zu erhalten. Dort ist genau aufgeschlüsselt, zu welchem Datum du welche Impfung erhalten hast. Es steht auch dabei, nach wie vielen Jahren diese aufgefrischt werden sollten, du kannst dir also die Termine deiner Auffrischimpfungen selbst ausrechnen.

Und die Nebenwirkungen?

Falls du Bedenken bezüglich der Nebenwirkungen der Impfungen hast, kannst du dir dieses Video anschauen:

Falls du im Allgemeinen noch mehr Fragen hast, findest du in derBroschüre über Impfungen des Südtiroler Sanitätsbetriebes viele weitere Informationen. Hier wird erklärt, warum man nach Vollendung des 2. Lebensmonats mit dem Impfen beginnt und wieso Impfungen das Immunsystem nicht schwächen. Geklärt wird auch, dass die in Impfungen enthaltenen Zusatzstoffe in diesen Konzentrationen nicht giftig sind. In einer weiteren Broschüre des Sanitätsbetriebes wird zudem geklärt, dass Impfungen nicht zu Autismus, Epilepsie, Allergien und Asthma führen können.

Was ist FSME und wie kann ich mich dagegen schützen?

FSME ist die Abkürzung für die Frühsommer-Meningoenzephalitis. Es handelt sich dabei um eine akut verlaufende Virusinfektion, welche durch Zecken übertragen wird. Zecken können verschiedenste Erreger übertragen, die beiden wichtigsten sind Borreliose (auch Lyme-Krankheit, ausgelöst durch ein Bakterium) und FSME. Gegen die Borreliose gibt es ein Antibiotikum, welches das Bakterium bekämpft, wenn man eine Infektion früh genug erkennt. Gegen FSME gibt es leider kein Medikament, welches die Ursache bekämpft, dafür aber eine Impfung.

Was passiert bei einer FSME-Infektion?

Beim Kontakt mit FSME merkt man erstmal nichts. 7-14 Tage nach dem Zeckenstich tritt Fieber auf, manchmal auch Schwindel und Übelkeit. Das Ganze klingt nach 1-8 Tagen wieder ab. Diese Symptome werden oft mit einer Grippe verwechselt, da die charakteristischen Eigenschaften einer FSME-Infektion erst später auftreten. Bei einem Teil der Infizierten tritt nach einer Woche ohne Symptome die zweite Phase der Erkrankung auf, welche mit hohem Fieber, Kopfschmerzen, Lähmungen und Nackensteife einhergeht. Es kommt zu einer Entzündung der Hirn- und Rückenmarkshäute und des Gehirns.

Je älter die Person, umso wahrscheinlicher ist es, dass es zu langfristigen Schädigungen kommt. Die Krankheit kann schwere bleibende Folgen wie Lähmungen, epileptische Anfälle, Schluck- und Sprechstörungen oder psychische Auffälligkeiten nach sich ziehen. Bei einem Prozent der Erkrankten endet die Infektion tödlich. Eine FSME-Erkrankung macht einen Krankenhausaufenthalt erforderlich, bei dem aber nur die Symptome behandelt werden können – umso wichtiger wird daher die Prävention.

Das Virus wird von der Zecke beim Stechen übertragen, es gelangt so vom Speichel der Zecke direkt in das Blut des Wirtes. Ob so eine Zecke das Virus in sich trägt, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Es gibt Gegenden, wo es sehr viel wahrscheinlicher ist, von einer Zecke mit FSME angesteckt zu werden. Dies sind die sogenannten „Risikogebiete“.

Wo sind die Risikogebiete in Südtirol?

Zecken bevorzugen feucht-warme, schattige Wälder. Orte, wo vermehrt Wirtstiere vorkommen, und die Jahresdurchschnittstemperatur und Luftfeuchtigkeit stimmen, beherbergen mehr Zecken mit FSME. In Südtirol sind Zecken an folgenden Orten am meisten verbreitet:

  • In Überetsch, zum Beispiel im Montiggler Wald

  • Im Süden, zum Beispiel am Fennberg

  • Im Etschtal, im Vinschgau und rund um Bozen

  • Im Eisacktal bis Sterzing

  • Vereinzelt in höheren Lagen wie im Pustertal bis Sand in Taufers, dem Eisacktal bis Sterzing oder im Ultental

In der Broschüre zu Zecken und den von ihnen übertragenen Infektionskrankheiten schreibt der Südtiroler Sanitätsbetrieb, dass man sie vorwiegend in Mischwäldern, Auen, an Waldlichtungen und an Wegrändern findet. Sie sitzen vor allem auf Gräsern und Sträuchern bis zu 1,50 Metern Höhe. Wenn sich ein potenzieller Wirt nähert, strecken sie ihre mit Widerhaken versehenen Vorderbeine aus. Diese verhaken sich im Fell, in Haaren, auf der Haut oder der Kleidung. Von diesem Punkt aus suchen sich die Zecken einen Ort am Körper, an dem sie zustechen können.

Das Krabbeln der Zecke auf der Haut spürt man nicht unbedingt, da sie sich nicht wie ein Insekt anfühlen und keinen Kitzel oder Juckreiz auslösen. Sie haben Gelenke, welche wie „Stoßdämpfer“ wirken und können so stundenlang nach einer geeigneten Stichstelle Ausschau halten. Besonders gerne stechen sie in der Kniekehle, der Leistengegend, am Haaransatz im Nacken oder hinter den Ohren und in der Achselgegend. Allerdings ist keine Stelle am Körper sicher. Auch den Stich spürt man nicht, da der Speichel gerinnungshemmende und betäubende Substanzen beinhaltet. Die Zecke beißt sich fest und verbleibt an ihrer Stichstelle für bis zu eine Woche. Sobald sie mit Blut vollgesogen ist, lässt sie sich wieder fallen.

Zecken sind saisonal aktiv.  Die Ansteckungsgefahr ist daher zwischen März und November am größten, insbesondere Mai-Juni und September-Oktober sind sehr gefährlich. Bei Bodentemperaturen ab sieben Grad werden sie aktiv. Feuchte Sommer und milde Winter begünstigen die Verbreitung besonders, so kann es auch zu Zeckenstichen im Dezember und Januar kommen. Für viele Arten sind längere Kälteperioden tödlich, wenn der Winter also mild ausfällt, kann dies einen starken Einfluss auf die Größe der Population im nächsten Jahr haben.

Wie schützt man sich vor einem Zeckenstich?

Die Schutzimpfung gegen FSME ist die einzig wirklich wirksame Lösung für Personen, die sich vor einer Infektion mit dem Virus schützen möchten.

Es gibt weitere Möglichkeiten, welche das Risiko, von einer Zecke gestochen zu werden, verringern. Das Tragen von langärmeliger Kleidung mit geschlossenen Schuhen und eventuell über die Hosenbeine gestülpten Socken ist empfehlenswert. Helle Kleidung lässt dich schneller erkennen, ob sich eine Zecke an dir festklammert. Es gibt auch Sprays, welche einen Schutz vor Zecken versprechen und sich wie Mückensprays auftragen lassen. Die Wirkung dieser ist jedoch nicht sehr verlässlich. Empfohlen wird zudem, auf dem Weg zu bleiben und nicht durch hohes Gras zu gehen oder an Büschen am Wegrand entlangzustreifen.

Ganz wichtig ist es, dass nach der Rückkehr von einem Ausflug in die Natur der ganze Körper auf Zecken untersucht wird. Wenn man eine Zecke früh genug findet und korrekt entfernt, sinkt die Infektionsgefahr von Borreliose (welche meist erst nach 12 bis 24 Stunden übertragen wird) und FSME. Auch das Wissen darüber, dass man eine Zecke hatte und wo sie zugebissen hat, ist wichtig. So kann man sich selbst und die Einstichstelle im Auge behalten, um bei eventuellen Anzeichen von Symptomen rasch reagieren zu können. 

Pinzetten, mit welchen eine Zecke richtig entfernt werden kann, gibt es in der Apotheke. Vermieden werden sollten das Anzünden, Zerquetschen oder chemische Töten (Nagellack, Klebstoff, Zahnpasta…) der Zecke.

Wie komme ich an eine FSME-Impfung?

Die FSME-Impfung ist ein Totimpfstoff. Es werden für die vollständige Grundimmunisierung drei Dosen benötigt. Nach der ersten Dosis wir die zweite nach einem bis drei Monate verimpft. Diese zwei Dosen bieten einen wirksamen, aber zeitlich begrenzten Schutz. Die dritte folgt dann ca. ein halbes Jahr später, mit ihr erhält man einen Schutz von über 95 Prozent. Eine Auffrischung wird alle drei bis fünf Jahre empfohlen.

Impfen lassen kann man sich jederzeit. Die Webseite der Südtiroler Landesverwaltung empfiehlt einen Start im Spätherbst damit zu Beginn der saisonalen Zeckenaktivität im Frühjahr ein ausreichender Schutz vorhanden ist.

Man muss dafür einen Termin ausmachen, entweder bei einer Ärztin oder einem Arzt, welche*r sich an der Impfaktion beteiligt, oder in den betrieblichen Diensten für Hygiene und Gesundheit. Hier reserviert man sich bei der Landesweiten einheitlichen Vormerkstelle (ELVS) einen Termin über die Nummer 0472 973850 oder über die E-Mail-Adresse elvs-vorsorge@sabes.it.

Ab wann kann man sich impfen lassen?

Die Kinder- und Jugendärztin Dr. Christiane Spitaler sagt dazu im Salto Interview: „Grundsätzlich kann man Kinder ab einem Jahr impfen; wir empfehlen eine Impfung aber erst ab zwei Jahren, da in den ersten beiden Jahren schon einige wichtigere Impfungen anfallen.“ Für eine Impfung ist es jedoch nie zu spät, man kann sie jederzeit machen.

Kommt FSME häufig vor?

Österreich gehört zu dem am stärksten von FSME betroffenen Ländern Zentraleuropas. Von 2010 bis 2020 gab es dort über 1000 Fälle und 21 Tote. 2020 war eines der stärksten FSME-Jahre, auch in Deutschland und der Schweiz. In der Schweiz haben sich die Zahlen zwischen 2014 und 2018 fast vervierfacht. In Südtirol gibt es bisher nicht so viele FSME-Fälle, es sind zwischen drei und fünf jedes Jahr. Da die Krankheit aber lebenslängliche Schäden hervorrufen und durch die Impfung sehr gut vorgebeugt werden kann, wird es Personen, welche häufig in der Natur unterwegs sind, empfohlen, sich durch sie zu schützen.

Was ist HPV und wie kann ich mich davor schützen?

HPV (Humane Papillomaviren) sind eine große Virusgruppe, welche nicht normalen Zellwachstum auslösen können. Dadurch werden Krebsvorstufen, Krebs und Genitalwarzen (Feigwarzen) verursacht. Die psychische Belastung der Auswirkungen einer HPV-Infektion ist auch nicht zu vernachlässigen.

Die Krebsarten, welche durch HPV ausgelöst werden, sind Gebärmutterhalskrebs, Analkrebs, Scheiden– und Vulvakrebs, Krebs im Mund-Rachen-Bereich und Peniskrebs. Von den über 200 bekannten HPV-Typen sind mindestens 14 krebsverursachend.

Wie infiziert man sich mit HPV?

Die Viren werden ausschließlich über Kontakt mit der Schleimhaut von chronisch Infizierten übertragen. Über kleine, oft nicht sichtbare Verletzungen kann das Virus dabei in den Körper eindringen.

Humane Papillomviren sind weit verbreitet, 85 bis über 90 Prozent aller sexuell aktiven Personen infizieren sich mindestens einmal im Laufe ihres Lebens. Für die Infektion selbst gibt es keine Behandlung.

Wie häufig tritt von HPV ausgelöster Krebs auf?

Eine Infektion mit HPV verläuft oft ohne Symptome und klingt innerhalb eines Jahres wieder ab. Einige Arten von HPV lösen Genitalwarzen aus, welche einige Wochen nach Ansteckung auftreten können. Manchmal verläuft eine Infektion chronisch, über viele Jahre können sich so Krebsvorstufen oder Krebs entwickeln.

Etwa 50 Prozent aller infektionsbedingten Krebserkrankungen stehen im Zusammenhang mit HPV. In Deutschland erkranken jedes Jahr ca. 7850 Personen an HPV-bedingten Tumoren, zum Beispiel Gebärmutterhalskrebs oder Peniskrebs. Davon sind ungefähr 6.250 Frauen und 1.600 Männer. Es wird geschätzt, dass etwa 1 von 20 neuen Krebsdiagnosen weltweit auf HPV zurückzuführen ist.

Gebärmutterhalskrebs wird mit nahezu 100 Prozent von einem HPV-Virus ausgelöst. Etwa zehn Prozent der HPV-Infektionen bei Frauen führen zu höhergradigen Vorstufen von Gebärmutterhalskrebs. Wenn diese nicht behandelt werden, entsteht in 30 bis 50 Prozent der Fälle ein Karzinom. Von einer Infektion bis zur Entstehung von Gebärmutterhalskrebs können oft viele Jahre vergehen. Umso wichtiger ist es, jedes Jahr einen PAP-Abstrich bei einer gynäkologischen Untersuchung durchzuführen.

Was ist ein PAP-Abstrich?

Bei einem PAP-Test werden mit einer kleinen Bürste oder einem Spatel einige Schleimhautzellen des Gebärmutterhalses abgestrichen und anschließend auf ihre Gesundheit untersucht. Nur so lässt sich ein abnormales Zellwachstum früh genug erkennen und behandeln. In frühen Stadien ist eine operative Entfernung des betroffenen Teils des Gebärmutterhalses ausreichend. Im fortgeschrittenen Stadium muss die ganze Gebärmutter entfernt werden und eine eventuelle Strahlen- und/oder Chemotherapie ist nötig.

In frühen Stadien und auch Krebsvorstufen entwickeln sich zunächst unbemerkt im Körper. Eventuelle Symptome können ein ungewöhnlicher Ausfluss aus der Vagina, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr und Blutungen außerhalb des Menstruationszyklus sein. All diese Symptome können aber auch bei anderen Erkrankungen auftreten und müssen bei dieser Krebsform nicht zwingend auftreten. Umso wichtiger ist es, regelmäßig einen PAP-Test zu machen.

Der PAP-Test wurde 1970 in Deutschland eingeführt, seitdem konnte die Zahl neuer Erkrankungen auf ein Drittel reduziert werden. Trotzdem sterben täglich vier Frauen an Gebärmutterhalskrebs in Deutschland. In Österreich treten jährlich 400 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs auf, 130 bis 180 davon enden tödlich. In Italien gibt es jährlich 3.500 Fälle, 20 bis 30 davon in Südtirol. Gebärmutterhalskrebs ist die dritthäufigste krebsbedingte Todesursache bei Frauen weltweit.

Was sind Genitalwarzen?

Genitalwarzen/Feigwarzen treten vor allem im Genital- und Analbereich auf. Sie lassen sich operativ, per Laser oder mithilfe von Cremes entfernen. Sie werden meist nur wenige Millimeter groß, sind aber trotzdem vielen Menschen unangenehm. Sie können denselben Farbton haben wie die Haut rundherum, oder etwas dunkler sein. Vorkommen können sie einzeln oder in Gruppen. Ausgelöst werden sie durch HPV, die Inkubationszeit beträgt dabei bei Frauen etwa drei, bei Männern etwa elf Monate.

Wie kann ich mich gegen HPV schützen?

Gegen die HPV-Viren, welche Krankheiten verursachen, gibt es eine Impfung. Diese senkt das Risiko für Genitalwarzen und Gebärmutterhalskrebs um bis zu 90 Prozent. Laut dem RKI schützen sie sogar zu nahezu 100 Prozent vor einer Infektion, je nachdem welche Typen des Virus in der Impfung enthalten sind. Die HPV-Typen 16 und 18 sind zum Beispiel für 70 Prozent der Gebärmutterhalskrebs-Fälle verantwortlich. Das Risiko für Krebs an Rachen, Kehlkopf, Vulva/Vagina, Anus und Penis wird ebenso deutlich gesenkt. In Italien ist die Durchimpfungsrate der Bevölkerung noch recht weit von den erwünschten 95 Prozent entfernt.

Die Impfung wird allen Personen, egal welchen Geschlechts, unter 30 empfohlen. Am besten wird sie durchgeführt, bevor man sexuell aktiv wird – denn auch beim ersten Geschlechtsverkehr kann das Virus schon übertragen werden. Natürlich wirkt die Impfung auch präventiv für zukünftige Infektionen, wenn man schon Geschlechtsverkehr hatte. Die Impfung wird vom Paul-Ehrlich-Institut und von der WHO als sehr sicher beurteilt. Impfen lassen kann man sich, unabhängig vom Geschlecht, im Alter von 12 bis 23 Jahren gratis. Verimpft werdenzwei Dosen im Abstand von sechs Monaten im Alter von 11 bis 14 Jahren, oder drei Dosen, wenn mit den Impfungen erst mit 15 begonnen werden. Eine Impfung vormerken kann man sich bei der Einheitlichen Landesvormerkungsstelle unter der Nummer +39 0472 973 850 oder unter der E-Mail elvs-vorsorge@sabes.it.

Kondome sind das einzige Verhütungsmittel, welches auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Vor HPV schützt das Kondom jedoch leider nur zu ca. 50 Prozent. Ein Kondom bietet also keinen sicheren Schutz vor HPV. Das Problem ist nämlich, dass das Virus auch an nicht vom Kondom abgedeckten stellen sitzt und somit auf den Geschlechtsbereich der anderen Person übertragen werden und sich von dort aus ausbreiten kann. Nichtsdestotrotz ist die Verwendung von Kondomen sehr wichtig und empfehlenswert, da es sehr gut gegen andere Infektionen wie Chlamydien, Herpes und HIV schützt.

Das Risiko, an HPV zu erkranken, steigt mit der Anzahl der sexuellen Kontakte und der Sexualpartner*innen und deren Sexualverhalten. Das Rauchen von Zigaretten begünstigt eine Infektion mit HPV, da Inhaltsstoffe des Tabaks die Barrierefunktion der Schleimhaut schwächen können. Dasselbe gilt auch für den vermehrten Konsum von hochprozentigem Alkohol. Wenn man in jungen Jahren schon ein Kind gebärt, erhöht sich ebenso anschließend das Infektionsrisiko, da sich die Schleimhaut des Gebärmutterhalses verändert. Eine generelle Immunschwäche oder eine Infektion im Genitalbereich mit einem anderen Erreger erhöhen das Risiko einer Infektion mit HPV ebenso.

Fazit

Eine HPV-Impfung schützt effektiv gegen verschiedene Krebsarten und Genitalwarzen. Sie ist, bis man 23 Jahre alt ist, gratis. Da ausschließlich Abstinenz denselben Schutz bieten könnte ist bietet die Impfung die beste Prävention vor den Konsequenzen von HPV.

BandCheck: Chaos Junkies

Max Silbernagl – ausnahmsweise selbst im BandCheck!

Normalerweise interviewt Max Silbernagl für euch Bands und junge Künstler*innen in ganz Südtirol im BandCheck. Hier haben wir den Spieß jedoch umgedreht – Franziska Tschenett interviewt die Chaos Junkies, die Punk-Band, die Max Silbernagl aus Langeweile selbst gegründet hat!

Die Chaos Junkies gibt es seit 2017 und sie beschreiben sich selbst als „New-Wave-Hippie-Punkband on a journey of finding authentic ways of expression.“ Laut eigener Beschreibung haben sich Max Silbernagl und sein Assistent Patrick Unterhofer eines schönen Abends nach ein paar Bier entschieden, eine Band zu gründen.

Die weiteren Bandmitglieder wurden über Flugzettel rekrutiert. Seitdem gibt es einen neuen funkelnden Stern am Punkhimmel. Im folgenden Interview erzählen sie von ihren Plänen, warum Max’s Unterhosen essentiell für die Entwicklung der Band waren und wohin es sie musikalisch so treibt.

Foto: Gabriel Höllrigl

Sie geben mir heute ein Interview über Zoom. Auf dem Bildschirm erwarten mich fünf sympathische Herren in ihrem Proberaum, welche gerade ihre Musikinstrumente verstauen. Die letzten Gummibärchen werden vernascht und ein Verstärker muss als Sessel herhalten, dann sitzen sie alle wie in der Schule im Halbkreis versammelt vor der Kamera. Sie stellen sich vor als:

  • Max Silbernagl: Gesang

  • Johannes Waldner (Jojo): Gitarre

  • Marco Spedale: Gitarre

  • Raffaello Faccin (Raff): Bass

  • Manuele Pison: Schlagzeug (und selten Triangel)

Ich bin schon sehr gespannt auf ihre Erzählungen, also los geht’s!

Franziska: „Ihr habt über die letzten Jahre mehrere Wechsel in der Bandbesetzung gehabt: Wie habt ihr eure jetzige Konfiguration gefunden?

Raff: „Es sind viele Mitglieder gegangen, manche aus Geldnot, der Ex-Gitarrist Valentin ist in die Schweiz gezogen [lacht]. Wir haben dann ein paar neue Mitglieder durchprobiert und sind schließlich bei der jetzigen Konfiguration angekommen.“

Max: „Ja, der Valentin verdient jetzt viel Geld und schickt uns keines.“

Jojo: „Ich kann kurz erzählen, wie der Max mich angeworben hat. Ich bin im Sommer in Innsbruck gewesen, um Bekannte zu besuchen und hab Max geschrieben, ob er auf ein Konzert mit uns gehen möchte. Dort habe ich ihm erzählt, dass ich vor einem halben Jahr angefangen hab Gitarre zu spielen, und er war sofort begeistert und meinte, wir müssten mal was gemeinsam machen. Im Herbst hat er sich gemeldet, ob wir dann mal zusammen Musik machen. Ich habe geantwortet, dass ich nur Akustik-Gitarre spiele und keinen Plan vom Musikschreiben habe. Im Winter hat er sich dann erneut gemeldet, und meinte, ich sollte doch bei der Band E-Gitarre spielen. Das Ding war: ich besaß nicht einmal eine E-Gitarre! Aber die kann man sich ja kaufen. Gitarre spielen konnte ich trotzdem immer noch nicht gut. Max meinte dazu: Nicht schlimm, es ist nur Punk! Er hat mir zudem ein paar Bier versprochen. Tja, mit Punk und Bier hat er mich gehabt.“

Raff: „Spannend, bei mir war es die gleiche Geschichte. Ich habe Gitarre gespielt, Max meinte, sie bräuchten einen Bassisten. Mit zwei Bier hat er mich gekauft.“

Max: „Der Transfermarkt-Preis ist mittlerweile teurer geworden, aber es geht immer noch so.“

Raff: „Oh, da fällt mir noch was ein: Das letzte Mal wo wir Bandmitglieder gesucht haben, haben wir in der ganzen Stadt Plakate aufgehängt. Da haben sich in drei Monaten genau 0 Personen gemeldet [lacht].“

Manuele: „Bei mir war es so, ich habe eigentlich eine Zeit lang gar keine Musik mehr gemacht und dann zusammen mit Marco ein paar Projekte gehabt. Wir dachten uns dann, lass uns das mal probieren mit diesem Punk.“


F: „Wie ist der Name Chaos Junkies entstanden?

Max: „Ganz am Anfang hatten wir keinen. Nach der dritten Probe hat es dann geheißen, dass wir einen Bandnamen brauchen. Alle anderen Vorschläge waren irgendwie scheiße, beziehungsweise gabs gar keine anderen… ach Raff, hilf du mir.

Raff: „Ja ganz klar, du hast entschieden. Ich war da nicht dabei.“

Max: „Natürlich warst du da dabei [lacht].“

Raff: „Nein ok, so wars. Der Max hatte eine Unterhose, da stand „Chaos“ drauf. Wir fragten uns, und was sind wir? Klar, Junkies. Deshalb: Chaos Junkies.“

Max: [lacht] „Also ich habe es ein bisschen anders in Erinnerung, aber passt schon!

Jojo: „Warte, ich erfinde auch noch eine Geschichte! Ich habe mir über den Namen erst Gedanken gemacht, wenn ich dann selbst ein Teil davon war. Der Name spricht für sich, Chaos muss nicht schlecht sein sondern wird nur von der Gesellschaft als schlecht interpretiert, man kann ja mit seinem eigenen Chaos trotzdem glücklich sein. Junkies sind einfach Personen, die es suchen. Ich finde, es passt recht gut! Wenn man sich den früheren Punk anschaut, war das auch Chaos. Übrigens – Chaos Junkies ist abgekürzt CJ, wie der C.J. Ramone von den Ramones, eine der ersten Punkbands!“

Marco: „Also sicher ist auch, dass wir einfach einen grande casino machen.

Manuele: „Ja, das kann ich bestätigen, es ist einfach der richtige Name um das casino, das wir machen, zu bezeichnen.“


F: „Was war euer bester Auftritt und was euer schlechtester? Auf welche Leistung seid ihr besonders stolz?

Raff: „Also der beste Auftritt war, wo wir für die Toten Hosen Vorband waren. Also, eigentlich waren wir sogar nach ihnen dran. Ein paar Monate nach ihnen, aber zumindest im gleichen Wohnzimmer (in der Südtiroler Hochschüler*innenschaft in Wien). Das war ein hammer Konzert, es war die perfekte Stimmung bei den Leuten, die dort waren!

Max: „Wir haben sogar auf den gleichen Matratzen geschlafen wie die Toten Hosen! Ein anderes cooles Konzert war im Café Carina. Da habe ich die Schlüssel für das Auto in Meran vergessen. Wir sind zu spät zum Soundcheck gekommen, mit zwei Gitarren und Schlagzeugstecken sind wir dort aufgekreuzt. Ein paar komische Blicke haben wir abgekriegt, aber bis zum Schluss haben sie uns alles geliehen. Von den schlechteren Auftritten her sind eigentlich nur die in Erinnerung geblieben, wo das Wetter nicht mitgespielt hat oder einfach kein Publikum war. Einmal haben wir für den Soundtechniker und drei Kellner gespielt [lacht]. Oh und das eine Mal auf der Hochzeit!“

Raff: „Oh ja die Hochzeit! Erstens haben wir die Hochzeit ruiniert, weil die Musik einfach Null hingepasst hat, während dem Essen haben wir gespielt. Zweitens, ist nach dem dritten Lied die Polizei aufgekreuzt, die Nachbarn haben sie gerufen weil so ein casino war [lacht].


F: „Von wem seid ihr musikalisch inspiriert? Habt ihr auch Inspirationen für die Konzerte?

Jojo: „Vor sechs bis sieben Jahren habe ich diese Frage schon mal beantwortet für eine Band, aber da ich jetzt vom Bass auf die Gitarre umgestiegen bin, hat sich mein Bild ein bisschen verändert. Ich lasse mich von den Ramones viel inspirieren, sie waren einfach Pioniere. Bei ihnen sieht man auch auf den Auftritt-Videos deutlich, dass sie live nochmal schneller spielen als auf den Originalaufnahmen – das gefällt mir! Der Horrorpunk inspiriert mich auch, Bands wie Misfits und Blitzkid zum Beispiel. Zudem höre und spiele ich auch Folk-Punk wie Konny Kleinkunstpunk und Days N‘ Daze. Mir gefällt die Geschwindigkeit sehr!

Raff: „Mir gefällt die Knochenfabrik sehr, insbesondere das Album Ameisenstaat.

Marco: „Ich komm aus einem ganz anderen Genre, aus dem Blues und Rock. Das ist die erste Punkband, in der ich spiele. Das Chaos gefällt mir aber sehr, also fühl ich mich ganz wohl damit!

Manuele: „Ich war ein Metal-Gitarrist und hab dann eigentlich das Musizieren gelassen. Mittlerweile spiele ich alles ein bisschen… Von den Punk-Bands her inspirieren mich Pennywise, NOFX, Ignite, Total Chaos, Rancid, Exploited und Impaled Nazarene.

Max: „Also bei mir sind’s ganz klar die Kastelruther Spatzen, die Ursprungbuabm und Manni Mascarpone und die Alpenröschen – ganz große Vorbilder! [lacht] Nein, sonst sind es eigentlich die Toy Dolls, Ramones, Negazione und die Vier Promille. Vom Liederschreiben her würde ich mir wünschen, wenn wir es in Zunft mehr schaffen würden gemeinsam an Texten zu arbeiten.


F: „Wann gibt es neue Musik von den Chaos Junkies? Was kann man von eurer neuen Musik erwarten?

Manuele: „Sehr bald! In der neuen Formation bringt jeder etwas von seinem eigenen musikalischen Hintergrund mit, ich bin schon sehr gespannt darauf. Jetzt spielen wir mal ein paar Konzerte, und dann geht’s wieder ans Schreiben!

Jojo: „Ich kann mich da aus meiner Erfahrung in der alten Band anschließen, wenn ein neuer Musiker in die Band kommt dann ändert sich der Stil schon ein bisschen. Ich kann mir vorstellen, dass durch Manueles Metal-Einfluss und durch meine Vorliebe für schnellen Punk mehr Geschwindigkeit in die Songs kommen wird. Ich bin sehr gespannt auf unseren ersten Auftritt im 15. April im KUBA und auch auf Rock im Ring sind wir sehr aufgeregt! Im Dezember habe ich angefangen die Lieder einzustudieren. Ich hoffe, dass wir nach den Konzerten etwas mehr Zeit zum Verschnaufen haben und zum Liederschreiben kommen. Momentan sind wir wirklich viel beim Proben und Einstudieren. 

Max: „Ich freu mich schon auf die neuen Songs! Die alten Lieder gefallen uns zwar auch gut, ich freu mich aber schon sehr darauf, auf die neuen Einflüsse. Ein paar der alten Songs kann ich auch nicht mehr hören, es wird schon Zeit für Neues.

Raff: „Es waren ein paar harte Jahre, zwischen Covid und den Leuten, die die Band verlassen haben, die Suche nach den neuen Mitgliedern – es war ein bisschen mühsam. Jetzt geht es wieder aufwärts.

Max: „Ich muss auch sagen, dass es für mich auch hart war. Wenn man so gewöhnt ist mit Leuten zu spielen und Dinge zu unternehmen, und plötzlich fällt so ein wichtiges Hobby weg, das war schon hart. Und klar habe ich den Raff auch vermisst [lacht]. Ich glaube auch, dass wir stolz auf uns sein können, dass wir wieder angefangen haben. Es hat viele Bands gegeben, die es einfach gelassen haben. Uns gibt’s noch! Musik gibt uns einfach sehr viel.

Marco: „Musik zu machen ist auch ein Ventil zum Druckablassen in dieser monotonen Gesellschaft. Und mit so einer Band macht es klar noch mehr Spaß!


F: „Welche Themen wollt ihr mit eurer Musik vermitteln? Wovon handeln eure Songs?

Raff: „Um die Ex-Freundinnen vom Max [lacht]. Nein, Max, erzähl mal – um was geht’s bei „Strangers“?

Max: „Bei „Strangers“ habe ich versucht die Perspektive von einem Menschen einzubringen, der zu uns herkommt, aber vielleicht nicht so gut aufgenommen wird, wie man es sich wünschen würde. Also hat dar Song eher eine politische Perspektive dahinter. Allgemein haben die Lieder einen gewissen Tiefgang, wenn man genau hinhört. Also ein bisschen kritisch, aber trotzdem lustig. Der Song „Clicko Clicko Liko Liko“ handelt zum Beispiel von unserer digitalisierten Welt, von Personen die online viele Likes und Freunde haben, aber wenn sie vor die Tür gehen es allen egal ist. In „Pezzo di Merda“ geht darum alles rauzulassen, was einem an dem Tag genervt hat – Arbeit, Uni, Kindergarten, Schule etc. 

Jojo: „Was ich mitbringen möchte und was ich mir auch von den neuen Liedern erhoffe, ist nicht zu versteift auf einer Schiene zu fahren. Einerseits lustige Musik machen die Spaß macht, aber trotzdem, egal in welcher Hinsicht, sozialkritisch bleiben. Den Leuten die Augen öffnen, dass es nicht nur das gibt was sie vor sich sehen, sondern sie auch motivieren, über den Tellerrand zu blicken.

Manuele: „Ja, über die Gesellschaft zu reden ist wichtig.

Max: „Da erinnere ich mich, wir haben ja mal angedacht ein Lied zu schreiben über diesen Umstand, den wir hier haben, dass die deutschsprachige und italienischsprachige Bevölkerung so voneinander getrennt ist.

Manuele: „Genau! Der Fakt, dass die Schulen so strikt getrennt sind, zum Beispiel. Oh, und der Tierschutz ist auch wichtig! Wir sind auch gegen die Wälder-Rodung.

Max [lacht]: „Da kommt es darauf an wieviel uns die Provinz zahlt!

Raff: „Mich inspiriert täglich der Sänger „Silverio“ aus Mexico [lacht].

Manuele: „Eigentlich singen wir darüber, was Max uns befiehlt [lacht].

Foto: Gabriel Höllrigl

F: „Was macht euch am meisten Spaß – die Auftritte, das Musik schreiben, die Proben, das Interview-geben?

Raff: „Also bei einem Auftritt hat man die Leute vor sich, hat direkte Interaktion, mehr Adrenalin. Bei den Proben ist es kreativ. Es ist sehr verschieden.

Jojo: „Konzert-technisch kann ich nicht viel sagen, da wir noch keines gehabt haben. Aber wie der Raff gesagt hat, mit den Leuten vor sich ist es einfach ganz ein anderes Gefühl.


F: „Was ist eigentlich mit eurer Bandkassa los?

Raff: „Ja das wissen die anderen nur nicht, ich bin mittlerweile reich – unsre Einnahmen gehen direkt auf mein Konto [lacht]. Ich habe mal eine Excel-Tabelle gemacht, für ein Jahr waren es so… 1 Cent zirka. Mittlerweile können wir einen Kaffee trinken.

Max: „Wir werden jetzt einfach ein One-Hit-Wonder.

Raff: „Unsere Musik auf Spotify scheint auch nicht unter unserem Bandnamen auf, sondern man muss die einzelnen Mitgliedernamen suchen, um zu den Liedern zu gelangen.


F: „Ja ich habe eure Musik auf Spotify unter einem anderen DJ gefunden, der sich auch „Chaos Junkies“ nennt und recht fragwürdige Musik macht [lacht]“.

Raff: „Ja ich weiß nicht was da passiert ist. Wir haben auch zwei Facebook-Seiten, eine „Official“ und eine normale.

Max: „Aber unsere Webseite ist zumindest wunderschön! Sogar mit einem Shop, aber da gibt’s leider nichts.

Raff: „Ein paar T-Shirts, Hüte und Feuerzeuge gibt’s noch.


F: „Was würdet ihr noch gern der Welt über die Chaos Junkies erzählen?

Manuele: „Die Welt soll einfach mehr Musik hören und sich mehr entspannen!

Jojo: „Das ist eine gute Message. Egal welche Musik!

Manuele: „Es gab die Musik, bevor es das Sprache gab, sie ist einfach wichtig.

Jojo: „Oh genau, ich kann mich gut an unser erstes Album erinnern: „Stock und Stein“ [lacht].

Marco: „Wusstest du, dass der Ötzi sogar ein Chaos Junkies Tattoo hatte?

Max: „Musik ist einfach sehr wichtig für mich, ich kann mir nicht vorstellen irgendwann nicht mehr Musik zu machen. Sie ist so wichtig, um Dinge auszudrücken. Andere gehen auf den Berg, oder zum Sport – ich gehe in den Proberaum. 

Jojo: „Zum Abschluss, um die Erwartungen niedrig zu halten: Wir können viel, aber nicht gut! Marco: Ok und meine Nachricht: Habt einfach Spaß!


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Kinder – und Jugenanwaltschaft

Die Kinder- und Jugendanwältin schützt die Rechte und Interessen von Kindern und Jugendlichen von der Geburt bis zur Volljährigkeit – in speziellen Fällen bis zum 21. Lebensjahr. Damit ist die Kinder- und Jugendanwaltschaft Anlaufstelle für junge Menschen in herausfordernden Situationen, die sich auch ohne Zustimmung der Eltern an das Büro wenden können. Die Beratungen und Vermittlungen sind kostenlos und werden vertraulich behandelt.

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Die Kinder- und Jugendanwaltschaft berät junge Menschen in rechtlicher Hinsicht und vermittelt bei Konflikten zwischen diesen, ihren Eltern oder öffentlichen Verwaltungen und Diensten. Bei den Anfragen geht es oft um den schulischen Bereich, familiäre Konflikte oder andere Fragen des Kinder- und Jugendschutzes. Außerdem organisiert das Büro Projekte und Vorträge zur Information und Sensibilisierung, macht auf die Bedürfnisse und Rechte von Kindern und Jugendlichen aufmerksam und wacht über deren Einhaltung. Wichtige Aufgabe ist auch die Vernetzung mit öffentlichen Verwaltungen, privaten Einrichtungen und Gerichtsbehörden, um als Sprachrohr für Minderjährige konkrete Vorschläge zur Verbesserung der Rechtsordnung im Kinder- und Jugendbereich zu erarbeiten. In der Ausübung ihres institutionellen Auftrages ist die Kinder- und Jugendanwältin vollkommen unabhängig, an keine Weisungen gebunden, niemandem hierarchisch unterstellt und überparteilich. Sie handelt auf entsprechenden Hinweis hin oder von Amts wegen.

Alle Leistungen der Kinder- und Jugendanwaltschaft sind kostenlos.

Die Kinder- und Jugendanwältin Daniela Höller

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