In diesem Video erklärt dir Lydia Salamon, Bereichsleiterin BLE – Lohnbuchhaltung und Arbeitsrecht, von derhds Service-genossenschaft alles rund ums Thema „Urlaub und Freistellungen“ etwas genauer.
HDS – Servicegenossenschaft
Die hds Servicegenossenschaft bietet Beratung für alle betrieblichen Erfordernisse und trägt aktiv zur Unterstützung des wirtschaftlichen Erfolges der Südtiroler Unternehmen bei. Zugeschnittene Serviceleistungen und professionelle Beratung gibt es in den verschiedensten Bereichen.
„Wir machen Südtiroler Unternehmer erfolgreicher durch aktive Beratung.“
Mit dieser Vision vor Augen stellen wir unsere Kunden in den Mittelpunkt unserer Leistungen und suchen stets nach ihrem Mehrwert.
Wir sind ein Beratungsunternehmen und der Dienstleistungsanbieter des Wirtschaftsverbandes hds, der dem gesamtstaatlichen Dachverband Confcommercio, dem größten Arbeitgeberverband in Italien angehört.
Deshalb sind wir spezialisiert auf die Sektoren Handel, Dienstleister und Gastronomie und kennen im Detail die lokale Landschaft der Unternehmen und deren Herausforderungen. Somit erhalten wir Informationen aus erster Hand von den Entscheidungsträgern und sitzen bei den Verhandlungen mit am Tisch.
Unser Kundenportfolio reicht von den Klein- und Familienbetrieben, die unsere Orts- und Stadtkerne beleben bis hin zu namhaften Großunternehmen. Vom Einzelunternehmer bis zur Kapitalgesellschaft beraten wir unsere Kunden branchenübergreifend und aktiv im Team, und suchen nach Gesamtlösungen für nachhaltig wirtschaftliche Perspektiven.
K.O. Tropfen sind flüssige Substanzen, die keinen Geschmack oder Geruch haben. 👃🏻
Schon kleine Mengen können Menschen benommen machen, das Gedächtnis ausknipsen oder jemanden bewusstlos machen. K.O. Tropfen wirken dabei schnell und man merkt oft erst was passiert ist, wenn es schon zu spät ist.
Lasst eure Getränke nicht unbeaufsichtigt. Wenn ihr tanzen geht oder zur Toilette müsst, nehmt euer Glas mit oder lasst jemanden darauf aufpassen, dem ihr vertraut.
2. Deckt eure Gläser ab! 🥤
Benutzt Bierdeckel oder spezielle Abdeckungen, um eure Gläser zu schützen. Legt den Deckel auf das Glas, nicht darunter.
3. Nehmt keine Drinks von Fremden an! 🙅♂️
Lehnt Getränke ab, die euch von Fremden angeboten werden. Seid auch vorsichtig bei Drinks, die plötzlich jemand für euch bestellt hat.
4. Seid vorsichtig bei offenen Getränken! 🥫
Bestellt alle Getränke in Flaschen oder Dosen, diese sind schwerer manipulierbar. Öffnet die Getränke selbst, oder seht zu wie sie geöffnet werden.
5. Achtet auf eure Freunde! 👯♂️
Schaut nach euren Freunden und helft ihnen, ihre Getränke im Blick zu behalten. Sprecht euch ab und gebt aufeinander acht.
6. Trage einen Notfallkontakt bei dir! 🆘
Habe immer die Nummer eines Notfallkontaktes bei dir: Falls etwas passiert, kann der Notfallkontakt schnell informiert werden.
Anzeichen von K.O. Tropfen
Plötzliche starke Müdigkeit oder Schläfrigkeit 💤
Schwindel oder Verwirrtheit 😵💫
Gedächtnislücken oder Blackouts 🧠
Übelkeit oder Erbrechen 🤮
Ungewöhnliche langsame Atmung oder Herzschlag 😮💨
Verlust der Muskelkontrolle 💪🏾
Erschwertes Sprechen 💭
Was tun, wenn man unter K.O. Tropfen steht?
Wenn du den Verdacht hast, dass du K.O. Tropfen zu dir genommen hast, ist schnelles Handeln entscheidend.
1. Bleibe ruhig, aber handle schnell! 💨
Vertraue deinem Gefühl: Wenn du dich plötzlich sehr benommen, verwirrt oder schwach fühlst, könnte es an K.O. Tropfen liegen.
2. Suche sofort Hilfe! 🛟
Informiere jemanden, und gib der Person Bescheid, dass du dich unwohl fühlst und Hilfe brauchst. Wende dich an das Sicherheitspersonal oder die Mitarbeitenden der Bar.
3. Begib dich an einen sicheren Ort! 🔐
Verlasse möglichst schnell die Umgebung, in der du dich unsicher fühlst, und gehe an einen Ort, an dem du dich sicher fühlst.
4. Rufe medizinische Hilfe! ⛑️
Ruf den Notruf (112) an und schildere deine Symptome, sowie deinen Verdacht.
5. Nicht alleine bleiben! 👭
Bleib bei vertrauten Personen, solange bis professionelle Hilfe eintrifft.
6. Schütze dich in Zukunft! 👷🏽
Melde den Vorfall bei der Polizei, um dich und andere zu schützen. Lerne aus deiner Erfahrung und informiere dich, um dich in Zukunft besser zu schützen.
Triffst du selbst auf eine bewusstlose Person – verständige den Notruf 112 und leiste Erste Hilfe. 🆘
Präventionskampagne „Hüte dein Glas, dann hast du mehr Spaß!“
Der Jugendtreff Mårtin, das Jugendbüro Passeier und das Team des Streetwork Burggrafenamt haben gemeinsam eine Präventionskampagne gegen K.O. Tropfen für ihren Bezirk gestartet.
Alle feiernden Menschen werden eingeladen besser auf ihre Getränke zu achten, um somit für ein sichereres Miteinander zu sorgen. Dazu werden themenspezifische, markante und auffallende Bierdeckel in allen Gastlokalen und Pubs anzutreffen sein und sollen dazu anregen, die Deckel nicht unter, sondern auf das Glas zu legen – und nicht zuletzt, einfach über das Thema zu sprechen. 🗣️
Arbeitslosigkeit bedeutet für viele Betroffene nicht nur den Verlust des Einkommens, sondern auch psychische und sozialen Herausforderungen.
Hier ein paar Tipps rund um Arbeitslosigkeit, Arbeitslosengeld und Jobsuche!
Plötzlich arbeitslos – Was machen?
Du wurdest unfreiwillig arbeitslos? Das kann ein Schock und belastend sein! Aber: Arbeitslosigkeit ist oft nur eine vorübergehende Phase!
Hier ein paar Tipps wie du gut mit der Situation umgehen kannst:
🧘 Ruhe bewahren: Arbeitslosigkeit kann emotional belastend sein, aber auch eine Gelegenheit, sich neu zu orientieren. Versuche positiv und lösungsorientiert zu bleiben und nicht den Kopf in den Sand zu stecken.
💸 Finanzen im Blick behalten: Überprüfe deine finanziellen Mittel und erstelle einen Budgetplan. Reduziere unnötige Ausgaben und priorisiere lebenswichtige Ausgaben, damit du deine Finanzen im Griff behältst.
💶 Arbeitslosengeld und Unterstützung beantragen: Informiere dich über die verfügbaren staatlichen Unterstützungen, wie Arbeitslosengeld und andere Sozialleistungen (mehr dazu im nächsten Abschnitt)
🔎 Jobsuche: Erstelle oder aktualisiere deinen Lebenslauf und dein Bewerbungsschreiben. Nutze Online-Jobbörsen, soziale Netzwerke wie LinkedIn und persönliche Kontakte, um nach Stellenangeboten zu suchen.
📝 Tagesstruktur beibehalten: Strukturiere und organisiere deinen Tag, um produktiv zu bleiben. Setze dir tägliche Ziele, wie das Bewerben auf eine bestimmte Anzahl von Stellen, einen Kurs machen…
📚 Bilde dich weiter: Nutze die Zeit, um neue Fähigkeiten zu erlernen oder bestehende zu verbessern. Online-Kurse, Workshops und Weiterbildungen können dir helfen, deine Qualifikationen zu erweitern. Die Arbeitsvermittlungszentren informieren dich über Weiterbildung, Berufsbildungoder Sprachkurse.
🥰 Achte auf dich: Achte auf deine körperliche und geistige Gesundheit. Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf sind wichtig. Nimm dir Zeit für Aktivitäten, die dir Freude bereiten und dich entspannen.
👩⚕️ Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen: Wenn die Arbeitssuche schwer fällt oder du dich überfordert fühlst, hole dir professionelle Unterstützung. Karriereberater*innen, Coaches oder Therapeut*innen können dich unterstützen.
Arbeitslosengeld
Arbeitslosengeld ist ein zentrales Instrument der sozialen Sicherheit, das Arbeitslose finanziell unterstützt und ihnen hilft, während der Suche nach einer neuen Beschäftigung über die Runden zu kommen.
Falls du unfreiwillig arbeitslos geworden bist, kannst du um Arbeitslosengeld ansuchen (über ein Patronat oder online über das Nationalfürsorgeinstitut INPS). Mit dem Ansuchen erklärst du außerdem für die unmittelbare Aufnahme einer Arbeitstätigkeit und für Maßnahmen zur aktiven Arbeitssuche zur Verfügung stehen.
Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Arbeitslosengeld:
Arbeitslosengeld NASPI Bist du ein lohnabhängiger Arbeitnehmer, der gerade seinen Job verloren hat? Dann kannst du das Arbeitslosengeld NASPI beantragen. Dieses bekommst du monatlich für maximal 24 Monate und nur, wenn du entlassen wurdest – in Ausnahmefällen, auch wenn du gekündigt hast. Allgemeine Informationen und Bedingungen findest du in dieser Broschüre von der Abteilung der Provinz.
Arbeitslosengeld DIS-COLL Bist du ein*e koordinierte*r Mitarbeiter*in, Doktorand*in oder Projektarbeiter*in, der/die seine Beschäftigung unfreiwillig verloren hat? Dann kannst du das Arbeitslosengeld DIS-COLL beantragen. Allgemeine Informationen findest du in dieser Broschüre von der Abteilung der Provinz.
Wie kann ich mich arbeitslos melden? In diesem Video wird dir erklärt, wie du dich arbeitslos melden kannst.
Arbeitslosenstatus Informationen zum Arbeitslosenstatus findest du hier.
In diesem Video bekommst du einen allgemeinen Überblick darüber, was du tun kannst, während du arbeitslos bist.
Finanzielle Unterstützung
Dir geht es finanziell gerade nicht so gut? Dann versteck dich nicht, lass dir helfen, denn es gibt Einrichtungen, die für dich da sind:
👩💼 Die Finanzielle Sozialhilfe des Sozialsprengels unterstützt und berät Familien und Einzelpersonen bei finanziellen Schwierigkeiten.
💸 Die Caritas Schuldenberatung berät dich kostenlos und vertraulich bei finanziellen Fragen, Geldsorgen oder Schulden.
👨💼 Die Patronate informieren über soziale Vor- und Fürsorge, unterstützen bei Arbeitslosigkeit und erledigen steuerliche Angelegenheiten.
Jobsuche
Ein passendes Jobangebot zu finden ist manchmal gar nicht so einfach! Schau mal auf unserer Jobbörse nach, vielleicht findest du ja das passende für dich!
Wie du dich richtig bewirbst, kannst du hier herausfinden. Solltest du kein passendes Angebot in unserer Jobbörse, anderen Jobbörsen, Zeitungen und Co. finden, kannst du natürlich auch selbst Initiative ergreifen und dich bei Firmen deiner Wahl bewerben.
Außerdem gibt es verschiedenen Anlaufstellen in Südtirol, die dich bei der Jobsuche unterstützen z.B. die Arbeitsvermittlungszentren oder speziell für Jugendliche und junge Erwachsene das JugendCoachingGiovani.
ESF geförderte Ausbildungen
Kostenlose, vom ESF geförderte Ausbildungen speziell für junge Menschen, die als nicht beschäftigt eingestuft sind (d.h. auf der Suche nach der ersten Anstellung, arbeitslos und auf der Suche nach einer neuen Anstellung oder in einer Mobilitätsliste eingetragen, Schüler/Studenten oder inaktive Personen):
ESF1_a1_0037 Ausbildung zum Music Business Managers
ESF1_a1_0026 Fachperson für Nachhaltigkeit im Unternehmen und ESG
Die Jugendcoachs begleiten Jugendliche und junge Erwachsene (15-25 Jahren) dabei eine Arbeit, eine Lehrstelle oder einen für sie geeigneten Bildungsweg zu finden. Gemeinsam können aber auch alternative Wege eingeschlagen werden.
Medikamente können helfen, uns besser zu fühlen, Krankheiten zu heilen oder Schmerzen zu lindern. Doch was passiert, wenn man sie falsch einnimmt?
In diesem Beitrag erfährst du, was Medikamentenmissbrauch bedeutet, wie schnell man davon abhängig werden kann und wie du dich schützen kannst.
Wir zeigen dir auch, was du tun kannst, wenn du dir Sorgen um einen Freund oder eine Freundin machst.
Die folgenden Informationen stammen von Frau Dr. Ferrandi und Herrn Dr. Tomsu von HANDS – dem Therapiezentrum für Alkohol-, Medikamenten- und Spielsucht in Bozen.
Was ist Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten?
Medikamentenmissbrauch liegt vor, wenn du ein Medikament anders verwendest, als es der Arzt oder die Ärztin verschrieben hat.
Das ist der Fall, wenn:
⬆️ man eine höhere Dosis als die verschriebene einnimmt,
🙋 man Medikamente nimmt, die jemandem anderen gehören,
📄 man die Medikamente, für die es ein Rezept braucht, ohne Rezept besorgt,
💆 man mit den Medikamenten absichtlich einen Effekt von Euphorie oder Betäubung/Entspannung erzielen möchte.
Das ist gefährlich und kann zu einer Abhängigkeit führen.
Ähnlich wie bei anderen Formen der Abhängigkeit, etwa Alkohol,Nikotin oder illegalen Drogen, gerät die betroffene Person in eine Lage, in der sie den Konsum von Medikamenten nicht mehr unter Kontrolle hat oder aufhören kann, obwohl sie weiß, dass es ihrer Gesundheit schadet.
Wer abhängig ist, verspürt einen starken Drang, die Substanz einzunehmen, um sich einigermaßen normal zu fühlen und Entzugserscheinungen zu vermeiden.
Welche Medikamente machen abhängig und was sind die Folgen?
Medikamentenmissbrauch bzw. -abhängigkeit hat immer negative Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit und auf das Sozialleben der betroffenen Personen.
Es gibt eine Reihe von Medikamenten, welche das potenzielle Risiko von Missbrauch und Abhängigkeit mit sich bringen. Hier ein paar Wirkstoffgruppen, die häufig missbraucht werden:
😖 OPIATE UND OPIOIDE: Diese werden medizinisch oft bei starken Schmerzen verschrieben, aber auch weil sie einen quälenden Hustenreiz dämpfen können. Beispiele sind Morphium, Oxycodon, Codein oder Fentanyl. 🚨 Sie haben eine atemdämpfende Wirkung, was in hohen Dosen oder einer Überdosis bis zum Atemstillstand führen kann.
😰 BENZODIAZEPINE: Diese Medikamente helfen bei Angstzuständen, Schlafproblemen und Unruhe. Valium, Xanax, Tavor und Minias gehören zu den bekanntesten. 🚨 Die dauerhafte Einnahme erzeugt Probleme auf der Ebene des Gedächtnisses und der kognitiven Leistungsfähigkeit. Sie verschlechtern die Stimmung und erhöhen das Risiko von Stürzen und Unfällen. Bei exzessiver Dosis oder in Kombination mit Alkohol kann ebenfalls lebensbedrohliche Atemdämpfung bis hin zum tödlichen Atemstillstand die Folge sein. Abruptes Absetzen von Benzodiazepinen erzeugt Angst und Schlafstörungen und erhöht das Risiko von epileptischen Anfällen.
😬 STIMULANTIEN: Stimulantien, wie Ritalin, werden ausschließlich bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Störung) und Narkolepsie verschrieben. 🚨 In zu hoher Dosis erhöhen sie die Körpertemperatur und verursachen Belastung des Herz-Kreislaufsystems, epilepsieartige Krampfzustände, Halluzinationen, aggressives und unkritisches Verhalten durch falsche Selbsteinschätzung und Paranoia.
Neben den gesundheitlichen Risiken führen diese Substanzen oft zu sozialen Problemen. Betroffene vernachlässigen zunehmend schulische oder berufliche Ziele und haben Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen, da der Fokus immer stärker auf der Beschaffung und Einnahme des Medikaments liegt.
Wie und warum entsteht eine Abhängigkeit?
Jugendliche und Erwachsene greifen aus verschiedenen Gründen missbräuchlich zu Medikamenten. Häufige Auslöser sind der Wunsch nach Wohlbefinden, Euphorie oder einer besseren Stimmung, das Bedürfnis nach Entspannung und Stressabbau, das Bestreben, den Selbstwert in sozialen Situationen zu stärken, oder die Absicht, die Leistungsfähigkeit in Schule, Uni oder Beruf zu steigern. Auch das Gefühl von Einsamkeit kann eine Rolle spielen.
Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit eines missbräuchlichen Konsums erhöhen. Dazu gehören:
🚬 Früherer oder bestehender Missbrauch bzw. Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol oder anderen Substanzen
🧑🧑🧒🧒 Personen, im näheren Umfeld wie Freunde, Partner*innen oder Familienangehörige, die selbst Medikamente missbräuchlich verwenden
😞 Psychische oder psychiatrische Probleme wie Angststörungen oder Depressionen, bei denen die betroffene Person ohne ärztliche Beratung versucht, unangenehme Symptome mit Medikamenten zu lindern.
Damit es nicht zu einem problematischen, schädlichen Umgang mit Medikamenten kommt, gibt es ein paar wichtige Tipps:
👩⚕️ Befolge immer die Anweisungen des Arztes oder der Ärztin. Nimm nur die verschriebene Dosis ein und ändere sie nicht eigenständig.
💊 Teile deine Medikamente nie mit anderen. Animiere niemanden zur unsachgemäßen Einnahme. Auch wenn du es gut meinst, kann das gefährlich sein
👨⚕️ Sprich offen über deine Fragen und Sorgen. Wenn du unsicher bist, Fragen zu Dosierung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten/Alkohol hast: Rede mit deinem Arzt oder deiner Ärztin!
ℹ️ Informiere dich selbst. Je mehr du über die möglichen Gefahren von Medikamenten weißt, desto besser kannst du dich und andere schützen.
Was tun bei Medikamentenmissbrauch?
Wenn du das Gefühl hast, dass dein Medikamentenkonsum außer Kontrolle gerät, solltest du sofort handeln:
Rede mit einer Person, der du vertraust: Das kann jemand aus deiner Familie, eine Lehrkraft oder Freund*in sein. Denn offen darüber und die damit verbundenen Sorgen reden zu können, ist der erste und wichtigste Schritt.
Hol dir professionelle Hilfe: Im Bezirk Bozen Stadt und Land findest du das Kompetenzzentrum HANDS, welches neben der Behandlung von Alkoholproblemen auch für Spielsucht und Medikamentenproblematik (vor allem Beruhigungsmittel) zuständig ist. Dort findest du Beratung und Hilfe durch Ärzt*innen, Psycholog*innen und Sozialarbeiterinnen und Erziehern.
Die Hilfeleistung ist gratis und du brauchst keine Überweisung vom Hausarzt*in.
Für junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren ist der Dienst YOUNG HANDS zuständig. Im Falle von Minderjährigkeit ist das Beisein eines Elternteils oder einer gesetzlich befugten Person vorgesehen.
Vielleicht hast du den Verdacht, dass ein*e Freund*in oder ein Familienmitglied ein Problem mit Medikamenten hat. In diesem Fall ist es wichtig, dass du nicht wegschaut:
💬 Such das Gespräch. Teile deine Sorgen mit, ohne zu verurteilen, und biete deine Unterstützung an.
🤗 Biete emotionale Unterstützung. Zeige, dass du für die Person da bist und dass sie auf dich zählen kann.
🫴 Unterstütze die Person aktiv. Ermutigung zur professionellen Hilfe und auch, falls notwendig, Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit Hausärzt*in und/oder fachspezifischer Einrichtung anzubieten und eventuell für die*den Betroffenene*n anzurufen oder Kontakt herzustellen.
HANDS bietet aber auch Familienangehörigen, Partner*innen, Freund*innen Gespräche an, selbst wenn die Person, welche ein Problem hat, Hilfe ablehnt.
ANLAUFSTELLE: HANDS und YOUNG HANDS
HANDS ist unter anderem das Therapiezentrum für Alkohol-, Medikamenten- und Spielsucht in Bozen.
YOUNG HANDS ist die Anlaufstelle für Suchtverhalten bei Jugendlichen und beschäftigt sich mit neuen Suchtphänomenen, welche besonders die europäischen jungen Generationen betreffen: Alkohol, Medikamente, Glücksspiel, Gamind und Social Media. Zielgruppe sind 12- bis 25-Jährige.
Vor allem Angehörige von suchtkranken Menschen wissen oft nicht, was tun, sind verzweifelt in ihrer Ohnmacht und trauen sich nicht, mit jemandem darüber zu reden. Die anwesenden Psychologen können die richtige Ansprechperson sein, um Sorgen, Ängste und Fragen loszuwerden.
Poetry-Slam – verschiedene Poet*innen treten mit ihren selbstgeschriebenen Texten gegeneinander an. Das Publikum bewertet die Performance und kürt so den/die Sieger*in.
Bei der Landesmeister*innenschaft im Herbst 2023 ging der Titel an Hannah Tonner. Die junge Poetin haben wir zum Interview getroffen und darüber gesprochen, wie sie zum Poetry-Slam kam, welche Themen sie beschäftigen und was ihre Träume sind.
Viel Spaß beim Lesen!
Warum Poetry-Slam?
Schreiben tut gut! Es hilft, die Gedanken zu sortieren und kann weiterhelfen, wenn man den Kopf voll hat. Für mich ist Schreiben ein Ventil. Dadurch verarbeite ich sehr viel.
Und es ist schön, wenn ich das nach außen trage und es auch bei anderen Menschen, beim Publikum, ankommt.
Das ist etwas, was mich ausmacht, was mich beflügelt und was ich zum Glück auch mit anderen Menschen teilen kann.
Worum geht es in deinen Texten?
Man hat immer wieder unterschiedliche Themen, die eine beschäftigen, deshalb variiert das ein bisschen.
Aber im Allgemeinen würde ich sagen, dass meine Texte vom Persönlichen ins Gesellschaftliche gehen. Es sind Themen, die mich selbst beschäftigen, die zu meinen Lebensumständen gehören: Sexismus, Freiheit erkämpfen, einfach eine junge Frau in der großen weiten Welt zu sein. Ich schreibe aber auch gerne über Patriotismus, Klimaschutz, also über Themen, die ohnehin aktuell sind.
Ich übertrage meine persönlichen Erfahrungen in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext.
Meine Texte beschreiben aber nicht nur Geschichten, die mir passieren, sondern sprechen Themen an, über die sich andere auch Gedanken machen.
Sie stand auf und verließ den Raum…
Der Text, mit dem ich die Landesmeister*innenschaft gewonnen habe, ist etwas kontroverser. Es geht, um den gesellschaftlichen Druck auf junge Frauen Mutter zu werden und darum, dass wir oft nur darauf reduziert werden. Den Text habe ich auch mal in Wien gelesen. Eine schwangere Frau saß in der ersten Reihe. Sie stand auf und verließ den Raum.
Ich habe danach lange darüber nachgedacht, warum das so war. Am Anfang ging es mir nicht gut damit, habe mich selbst hinterfragt – habe ich zu viel gesagt oder zu unfreundlich? Irgendwann habe ich dann aber meinen Frieden damit geschlossen. Ich finde es gut, dass man sich selber schützt, wenn man merkt, dass man sich mit einem Text gerade nicht wohlfühlt. Dadurch, dass Slam oft sehr politisch ist und Tabuthemen anspricht, ist es gut, wenn man auf seine innere Stimme hört!
Muss Poetry-Slam immer ernst sein?
Meine Texte sind nicht lustig – obwohl es auch mal Lacher gibt – ich tue mich damit schwer. Das hängt aber vom Stil ab, vom Poet und von der Poetin. Poetry-Slam bietet sich aber gut an, ernstere Themen anzugehen.
Damit ein Problem klar wird, muss es manchmal auch ganz kalt gesagt werden.
Es kommt aber auch auf die Szene an. In Südtirol, und in Italien generell, findet man eher ernste Themen. In Deutschland zum Beispiel merkt man hingegen eine Tendenz zur Comedy mit vermehrt lustigen Texten. Die kommen auch besser an. Wenn ich in Deutschland mit einem ernsten Text auftrete, ist das manchmal ein bisschen schwierig, weil man merkt, die Leute wollen lachen. Da bekommt man dann nicht so viele Punkte.
Zwischen Geltungsdrang und persönlicher Entfaltung: Inwiefern passt du Texte an das Publikum an?
Poetry-Slam hat eine sportliche Note und Wettbewerbsgedanken sind natürlich vorhanden.
Ich habe auch bei mir gemerkt, dass ich nach einer Zeit mit mehr Kalkül an die Sache gegangen bin. Angefangen damit, dass ich zugehört habe, wie das Publikum auf andere Texte reagierte und daraufhin den Text, den ich eigentlich lesen wollte, zur Seite schob und einen anderen vorgetragen habe.
Glücklicherweise habe ich das schnell gemerkt. Ich habe noch nie einen Text nur für den Slam geschrieben oder umgeschrieben, aber beim Schreiben denke ich schon oft: „Wie nimmt das Publikum diesen Satz wohl auf?“. Je mehr Slams man macht, desto mehr Gedanken kommen auf. Bei mir war es weniger der Gedanke, gewinnen zu wollen, sondern wie die Texte beim Publikum ankommen.
Wie kann ich schreiben, ohne mir selbst Druck zu machen, ohne dabei zugrunde zu gehen, weil ich mir selbst nicht treu bleibe?
Ich hatte das Gefühl, es verfälscht, das warum ich angefangen habe zu schreiben. Ich habe mich dann nicht mehr wohlgefühltdamit und habe weniger geslamt. In letzter Zeit habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie ich mir beim Schreiben nicht selbst Druck mache und wie ich Slam machen kann, ohne selbst dabei zugrunde zu gehen, weil ich mir nicht selbst treu bleibe.
Wie alles begann: Von der Schule auf die große Bühne
Das alles hat schon ganz früh angefangen. Im Schuljahr 2017/18 wurde an meiner Schule, dem Sprachengymnasium in Meran, zum ersten Mal eine Lesebühne veranstaltet. Da ich immer schon gerne geschrieben hatte, aber noch keine Erfahrung mit Auftritten hatte, dachte ich, es wäre toll, das einmal auszuprobieren.
Bei dieser Gelegenheit lernte ich Lene Morgenstern kennen, die eine zentrale Figur in der Südtiroler Slam-Szene ist.
Dank Lene bin ich in die Szene hineingerutscht, habe die Südtiroler Autoren- und Autorinnenvereinigung kennengelernt und angefangen selbst eigene Events zu veranstalten. Und so habe ich immer mehr Auftritte gemacht, aber immer außer Konkurrenz.
Poetry-Slam an sich habe ich dann erst in meinem Maturajahr gemacht, 2022.
Ich hatte schon ein bisschen Angst vor den Bewertungen. Aber ich fand es cool und habe weitergemacht. Dann hat alles gut in die Karten gespielt.
Letztes Jahr im Herbst war die Landesmeister*innenschaft, die gut ausgegangen ist und dann die Italienmeister*innenschaft und die Österreichmeister*innenschaft, die gesamtdeutschen Meisterschaften. Dann hat es gar nicht mehr aufgehört. Aktuell bin ich in Wien und mach hier immer wieder was.
Vor ein paar Jahren habe ich im Sommer „gekindst“ und habe 6 € die Stunde bekommen und mittlerweile bekomme ich durch meine Kunst 3-stellige Beträge. Es ist schön zu sehen, dass ich mit meiner Kunst materielle Wertschätzung bekomme. Das Schönste ist jedoch der Applaus und die Gespräche nach dem Auftritt. Poetry Slam hat eine besondere Nähe zum Publikum und bringt Kultur auf eine andere Weise zu den Menschen.
Der Traum von der eigenen Anthologie und dem Leben in New York
Ich habe ein „Büchlein“, in dem ich alle meine Texte handschriftlich festhalte. Das bedeutet mir sehr viel, weil ich damit alle meine Auftritte gemacht habe und jeder Text, den ich je geschrieben habe, dort drin steht. Es ist wie eine kleine Anthologie.
Ein Traum von mir ist es, eine richtige Sammlung meiner Texte als Buch herauszugeben. Selbst wenn ich nur fünf Exemplare drucken lasse und meine Oma, meine Mama und ich eines haben, wäre ich schon zufrieden. Ein Buch mit meinen Texten in gedruckter Form wäre wirklich cool.
Mein aller, allergrößter Traum, seit ich 10-12 Jahre alt bin, ist allerdings, in New York zu wohnen. Ich denke oft darüber nach, bevor ich schlafen gehe, und es gibt mir Hoffnung, wenn es mir mal nicht so gut geht. Ich denke dann: Irgendwann werde ich in New York sein und dann passt alles. Das ist mein größter Traum.
Was willst du Südtirol und der Kulturszene mitgeben?
Gerade in Südtirol habe ich oft erlebt, dass Kultur nicht so behandelt wird wie andere Dienstleistungen. Ich finde es wichtig, dass diejenigen, die etwas für Menschen machen, auch etwas zurückbekommen.
Kultur ist nicht die sympathische Nische unserer Gesellschaft, sondern das Eigentliche, das sie zusammenhält.
Das hat Norbert Lammert einmal gesagt und das wird oft zu wenig beachtet.
Konsumiert Kultur! Davon haben alle was!
Sobald man sich etwas anschaut oder anhört, wird man mit neuen Gedanken konfrontiert, die nicht die eigenen sind. Das tut gut! Auch die Künstler*innen profitieren davon, wenn Leute ihre Arbeit sehen.
Wenn die Kulturszene lebendig ist, profitieren alle! Es kann nie zu viel Kultur geben. Deshalb:
Auf YouTube und Co. werden immer mehr Geschäftsmodelle beworben, die schnelles Geld durch quasi Nichtstun versprechen.
Doch wie realistisch ist das und was steckt dahinter? Was musst du dabei beachten und welche Fallen gibt es?
Und wie kann man betrügerische Schneeballsysteme von Network-Marketing-Firmen unterscheiden?
Im folgenden Beitrag haben wir für dich die wichtigsten Infos und Tipps kurz zusammengefasst.
Was ist ein Schneeballsystem?
Ein Schneeballsystem (oft Pyramidensystem genannt) ist ein illegales Geschäftsmodell, das hohe Gewinne verspricht, wenn immer neue Kund*innen angeworben werden, die aber kein reales Produkt für ihr Geld erhalten.
Schneeballsysteme sind illegal und zielen ausschließlich darauf ab, Menschen zu betrügen.
Im Mittelpunkt steht das Anwerben neuer Teilnehmer*innen, wobei die Teilnahme in der Regel mit einer verpflichtenden Zahlung eines Geldbetrags verbunden ist. Es gibt allerdings kein reales oder wertvolles Produkt dahinter.
Gewinnbringend ist das System nur für die Betrüger*innen, solange es gelingt, immer neue Personen anzulocken, die ohne Gegenleistung Geld investieren.
Die Teilnehmenden stehen hingegen unter Druck, neue Kund*innen anzuwerben, damit sie zumindest ihr eigenes investiertes Geld zurückzubekommen – so entsteht ein ständiger Kreislauf.
Kurz gesagt: Du bezahlst einen Beitrag für die Teilnahme, erhälst im Gegenzug aber nicht/nichts von Wert. Um dein Geld dann zurück zu bekommen, musst du neue Teilnehmer*innen suchen, denen es dann wiederum gleich ergeht.
Achtung: Schneeballsysteme sind oft schwer als solche zu erkennen; sie werden meistens als Network-Marketing-Firmen getarnt.
Was ist Network-Marketing bzw. Mulit-Level-Marketing!
Beim Network-Marketing, auch Multi-Level-Marketing (MLM) genannt, steht der Verkauf realer Produkte im Vordergrund, die über Vertriebspartner*innen an Kund*innen verkauft werden. Das angebotene Produkt kann ge- und verkauft werden, ohne weitere Kund*innen anzuwerben.
Oftmals werden Kosmetikprodukte und Nahrungsergänzungsmittel vertrieben, die mit einem positiven Lifestyle verknüpft werden.
Network-Marketing ermöglicht eine flexible Arbeitsweise und bietet potenziell gute Verdienstmöglichkeiten, erfordert jedoch oft viel Einsatz und unternehmerische Fähigkeiten.
Allerdings gibt es auch Nachteile im Network-Marketing: Das Einkommen kann unsicher und unregelmäßig sein, besonders wenn es schwer ist, die Produkte zu verkaufen. Manchmal müssen teure Produkte im Voraus gekauft werden, was ein finanzielles Risiko darstellen kann. Außerdem kann der Druck, Freund*innenund Bekannte als Kund*innen zu gewinnen, Beziehungen belasten und Stress erzeugen. Der Zeitaufwand ist oft höher als erwartet, und die ständige Eigenwerbung der Produkte im privaten Umfeld kann herausfordernd sein.
Wie du seriöse Firmen von unseriösen und Schneeballsystemen unterscheiden kannst!
💰 Unrealistische Gewinnversprechen: Sei misstrauisch, wenn dir hohe Gewinne ohne großen Aufwand oder Vorkenntnissen versprochen werden. Frage dich, warum dann nicht schon jede*r dieses „einfache“ Geschäft betreibt.
🧐 Gewinnmodell des Unternehmens: Überlege, wie das Unternehmen tatsächlich Geld verdient und ob die Gewinnversprechen realistisch sind. Sie misstrauisch, wenn der Gewinn hauptsächlich von der Teilnahme möglichst vieler Personen abhängt und weniger vom Verkauf werthaltiger Produkte.
🤑 Teure Produkte, Provisionen und Vorauskasse: Achte darauf, ob die angebotenen Produkte überteuert sind und ob die Verdienstmöglichkeiten hauptsächlich durch das Anwerben neuer Mitglieder entstehen. Sei vorsichtig, wenn du die Produkte, die du später weiterverkaufen sollst, im Voraus bezahlen musst. Was, wenn du niemanden findest, der dir die Produkte abkaufen will?
🤐 Keine klaren Informationen: Unseriöse Firmen geben oft keine oder nur sehr vage Informationen darüber, wie viele Teilnehmer*innen es bereits gibt oder wie groß die Erfolgschancen sind. Seriöse Unternehmen sind hingegen transparent und offen über ihre Strukturen.
🔎 Überprüfung des Unternehmens: Google das Unternehmen und achte auf Presseberichte, Schlagzeilen, Bewertungen, Erfahrungsberichte etc. Schau auch auf offiziellen Seiten nach, ob das Unternehmen dort gelistet ist. Wird das Unternehmen evtl. sogar als betrügerisch gelistet? Schau aufwww.watchlist-internet.at, wo Internet-Betrüger, Fallen und Fakes entlarvt werden. Oder schau auf den Seiten der Finanzaufsichtsbehörden nach in Italien z.B. Autoritá italiana per la vigilanza dei mercati finanziari
💻 Impressum überprüfen: Auf der Website der Firma im Impressum sollten Rechtsform, Kontaktadresse und Verantwortliche namentlich angegeben sein. Google die Verantwortlichen und überprüfe die angegebenen Namen und Adressen.
🏦 Zahlungsinformationen: Schaue dir die Bankverbindungen und Zahlungsmethoden genau an. Konten außerhalb der EU oder ausschließlich Zahlungen über Dienste wie Western Union sind Warnsignale.
🇪🇺 Firmensitz außerhalb Europas? Achtung bei Firmen mit Firmensitz außerhalb von Europa – hier ist es im Nachhinein oft schwierig, Kosten rückerstattet zu bekommen oder rechtlich gegen unangemessene Kosten vorzugehen.
🗣️ Woher kommt das Angebot? Sei besonders vorsichtig, wenn du über das Internet, soziale Medien oder Telefonanrufe auf das Angebot aufmerksam gemacht wurdest. Dies sind gängige Methoden, um Menschen in unseriöse Systeme zu locken. Ein weiteres Warnsignal ist, wenn du über Freunde oder Familie auf das Angebot aufmerksam gemacht wirst.
🥹 Emotionales Gemeinschaftsgefühl: Wenn stark auf Emotionen und ein Gemeinschaftsgefühl gesetzt wird, sei vorsichtig! Solche Taktiken werden oft benutzt, um Druck auf Teilnehmer*innen auszuüben und sie in das System zu locken.
Viele Schneeballsysteme drehen sich um Investitionen, Handel mit Aktien und Kryptowährungen. Worauf du dabei achten solltest, findest du in den Artikeln:
Träumst du davon, ferne Länder zu erkunden, fremde Kulturen kennenzulernen und die Abenteuer deines Lebens zu erleben?
Eine Weltreise ist der ultimative Traum vieler Menschen – und du kannst ihn Wirklichkeit werden lassen!
In diesem Beitrag zeigen wir dir, worauf du achten solltest, geben dir praktische Tipps und helfen dir dabei, deine Reise zu planen und durchzuführen.
Warum eine Weltreise?
Bevor wir uns in die Details stürzen, stell dir eine wichtige Frage: Warum möchtest du eine Weltreise machen? Es ist wichtig, dir klarzumachen, was dich motiviert.
Willst du dem Alltag entfliehen, neue Sprachen lernen, ferne Orte entdecken oder dich einfach selbst besser kennenlernen?
Deine Gründe sind der Schlüssel, um den Rest der Planung gezielt anzugehen.
Wenn du dich also entscheidest, eine Weltreise zu machen, geht es an die Planung. Die ersten Fragen, die sich stellen, sind wahrscheinlich: Wann muss ich anfangen zu planen und wie viel kostet das Ganze?
Dazu jetzt mehr!
Weltreise planen
Eine Weltreise erfordert viel Vorbereitung. Die Planung sollte idealerweise bereits 12 Monate im Voraus beginnen. In diesem Zeitrahmen hast du genug Spielraum, um alles Notwendige zu organisieren, von den Visa bis zur Packliste.
Hier findest du einen detaillierten Zeitplan, der dir Schritt für Schritt zeigt, wann du was erledigen solltest.
Los geht es mit der Kostenberechnung:
Welche Kosten kommen auf dich zu:
Die Kosten einer Weltreise variieren stark je nach Reisedauer, Reiseziel und Reisestil.
Mach zuerst also eine Abwägung zwischen: Wie möchtest du reisen, was möchtest du erleben, wie lange möchtest du unterwegs sein und wie viel Geld hast du dafür zur Verfügung?
Wenn du versuchst, die Kosten deiner Weltreise zu kalkulieren, solltest du folgende Faktoren miteinbeziehen:
⏳ Schätzung der Dauer (3 Monate oder sogar 2 Jahre?)
🧳 Kosten vor der Weltreise (Flüge, Ausrüstung, Versicherung, Visum…)
🧭 Routenplanung (Grobe Routenplanung, unterschiedliche Länder =unterschiedliche Kosten)
🏨 Durchschnittskosten (lege im Vorhinein ein Tagesmaximum für Unterkunft, Verpflegung und Transport fest)
🤩 Besondere Erlebnisse, Touren…, die du unbedingt machen möchtest
Grobe Schätzung: Viele Reisende planen für eine einjährige Reise ca. 13.000 € pro Person ein. Dabei werden 1.000 Euro pro Monat gerechnet, inklusive eines Extrabeitrages von 1.000 Euro als Puffer. Hier findet ihr eine ungefähre Kostenangabe der einzelnen Regionen: Kostenangaben
Wenn deine Vorstellungen nicht mit deinem Budget übereinstimmen, kannst du dir entweder überlegen, wie du weiteres Geld sparen kannst oder du kannst Kompromisse machen.
Route und Zeitplan: Wohin soll es gehen und wie lange?
Budget, Zeitplan und Reiseroute hängen unweigerlich miteinander zusammen: Hast du mehr Zeit, kannst du mehrere Länder erkunden. Hast du ein höheres Budget, kommen auch teurere Reiseziele infrage.
Aber egal, ob du eine längere oder kürzere Reise planst, wichtig ist, dass du die Zeit gut nutzt. Dabei ist weniger auch manchmal mehr: Wir raten dir von einer Reise, wo du möglichst viele Länder in ganz kurzer Zeit bereisen willst, ab. Mindestens zwei Wochen solltest du ein Land schon besuchen, um die Kultur kennenzulernen und viel Neues zu erkunden. In 80 Tagen um die Welt ist nicht nur ein etwas in die Jahre gekommener Roman, sondern auch für dich und dein Erlebnis etwas anstrengend. Eine Weltreise sollte ca. zwischen 4 und 12 Monate dauern.
Auch wenn du dich bei deiner Weltreise ruhig treiben lassen und deine Route auch während der Reise noch anpassen kannst, ist es hilfreich einen groben Plan zu haben. Bedenke:
🚆 Wenn du das erste Mal eine längere Reise machst, fang am besten mit Ländern an, die eine gute Infrastruktur für Reisende bieten und wo die Sprachbarriere nicht zu groß ist. Europa, Nordamerika und Südostasien sind dafür ideal. Wenn du erst einmal mehr Erfahrung hast, kannst du dich auch in abgelegenere Regionen wagen.
💵 Unterschiedliche Länder haben unterschiedliche Preisniveaus. Während Länder in Nordamerika, Australien oder Westeuropa als teuer gelten, findest du in Südostasien oder Südamerika günstigere Ziele.
🛂 Informiere dich vorab auch über Einreisebedingungen wie Visum usw. Als italienische*r Staatsbürger*in hast du einen der weltweit „mächtigsten“ Reisepässe, was bedeutet, dass du visafrei in viele Länder reisen kannst, informiere dich dennoch was für die Einreise in die jeweiligen Länder nötig ist: Für manche Länder brauchst du z.B. bereits bei der Einreise ein Ticket, das belegt, wann du wieder ausreisen wirst, andere Länder verlangen außerdem Pflichtimpfungen.
👮♀️ Informiere dich über die Sicherheitslage im Land und achte auch eventuelle Reisewarnungen. Schau dafür beispielsweise auf Viaggiare Sicuri des Ministero degli Affari Esteri nach.
☔️ Bedenke Jahreszeiten und das Klima in den verschiedenen Ländern. In Südamerika ist es zum Beispiel Sommer, wenn bei uns in Südtirol Winter ist. In vielen Ländern gibt es zusätzlich Regen- und Trockenzeiten.
Wenn du weißt, wohin du gerne reisen möchtest, kannst du daraufhin auch überlegen, welche Dokumente und Unterlagen du dafür benötigst.
Dazu jetzt mehr!
Wichtige Dokumente und Unterlagen
Um sicherzustellen, dass deine Weltreise reibungslos verläuft, brauchst du eine Reihe an Dokumenten und Unterlagen. Hier ist eine Liste der wichtigsten Dokumente:
🪪 Reisepass: Dein Reisepass ist das wichtigste Dokument für internationale Reisen. Er sollte mindestens 6 Monate über das geplante Rückreisedatum hinaus gültig sein, da viele Länder dies als Voraussetzung für die Einreise verlangen. Stelle sicher, dass dein Reisepass ausreichend freie Seiten für Ein- und Ausreisestempel hat. Wenn du noch keinen Reisepass hast, kümmere dich frühzeitig darum, da teilweise mit langen Wartezeiten zu rechen ist. Hier erfährst du, wie du den Reisepass beantragen kannst.
🛂 Visum: Italienische Staatsbürger*innen können in viele Länder visafrei einreisen. Für andere braucht es hingegen ein Visum, das kann in einigen Ländern bei der Einreise gemacht werden (Visa on Arrival), in anderen Ländern vorab auf elektronischen Wege (e-Visa z.B. Australien, Indien oder USA)… Welches Visum du für welches Land brauchst, findest du auf Viaggiare Sicuri.
🧷 Reisekrankenversicherung: Eine Reisekrankenversicherung ist unerlässlich für eine Weltreise. Sie sollte medizinische Notfälle, Krankenhausaufenthalte, Evakuierungen und Rücktransporte abdecken. Viele Länder verlangen einen Nachweis über eine ausreichende Krankenversicherung, um einreisen zu dürfen. Versicherungsschutz bietet z.B. die Mitgliedschaft beim Weißen Kreuz oder beim AVS. Neben einer im Ausland gültigen Krankenversicherung empfehlen wir dir auch eine Haftpflichtversicherung. Mehr Infos erhälst du im Artikel Versicherung und Reiseversicherung.
In diesem Dokument haben wir die wichtigsten Gesundheitstipps für deine Weltreise gesammelt: Weltreise & Gesundheit. Weitere Infos gibt es hier. Generell empfehlen wir dir ein Beratungsgespräch beim Arzt deines Vertrauens zu vereinbaren.
💉 Impfpass und Gesundheitskarte: Einige Länder verlangen bestimmte Impfungen, wie Gelbfieber, wenn du aus einem Risikogebiet kommst (auch bei Durchreise). Die Reiseberatung des Südtiroler Sanitätsbetriebs informiert dich über verpflichtende und empfohlene Impfungen. Ein internationaler Impfausweis (gelbes Heft) ist nützlich, um deine Impfungen nachzuweisen. Außerdem solltest du deine Gesundheitskarte (Steuerkarte) dabei haben.
🚙 Internationaler Führerschein: Wenn du planst, im Ausland Auto/Motorrad zu fahren, benötigst du neben deinem italienischen Führerschein meist auch einen internationalen Führerschein (IDP). Wie du diesen beantragen kannst, erfährst du hier.
💳 Kredit- und Bankkarten: Stelle sicher, dass deine Karten weltweit akzeptiert werden und informiere deine Bank über deine Reisepläne, um Sperrungen wegen verdächtiger Aktivitäten zu vermeiden. Meist kannst du deine Karten auch über Online-Banking für internationale Abhebungen/Zahlungen freischalten.
📄 Weitere Dokumente: Nimm, falls vorhanden, deinen Studierendenausweis mit, damit bekommst du evtl. Vergünstigungen. Manche Länder verlangen ein Rück- oder Weiterreiseticket bzw. einen Nachweis über eine Unterkunft. Einige Regionen (z.B. bestimmte Nationalparks oder indigene Gebiete) erfordern spezielle Genehmigungen.
Außerdem solltest du von wichtigen Dokumenten wie Reisepass, Visa, Führerschein, Versicherungsnachweise… eine Kopie haben. Bewahre diese getrennt von den Originalen auf und speichere digitale Kopien sicher in der Cloud, damit du darauf zugreifen kannst, sollten die Originale abhandenkommen.
Flüge zu buchen, erfordert ein wenig Geschick. Hier ein paar Tipps:
⚖️ Nutze Vergleichsportale wie „Skyscanner“ oder „momondo“, um die besten Angebote zu finden.
🤸 Es lohnt sich, bei den Reisedaten flexibel zu sein. Flüge, die mitten in der Woche starten (Dienstag oder Mittwoch), sind häufig günstiger als solche, die am Wochenende starten.
⏰ Timing: Flüge sind oft günstiger, wenn sie mehrere Monate im Voraus gebucht werden, insbesondere für Fernreisen. Für Inlandsflüge oder kürzere Strecken können auch Last-Minute-Angebote attraktiv sein, aber das birgt ein Risiko.
🛬 Überprüfe die Preise für Flüge zu oder von nahegelegenen Flughäfen. Es kann günstiger sein, einen benachbarten Flughafen zu nutzen und dann ein günstiges Verkehrsmittel zum Endziel zu nehmen.
🧐 Achte darauf, auf seriösen Seiten zu buchen.
🛄 Vergleiche den Endpreis, einschließlich aller Gebühren. Einige Billigfluggesellschaften bieten extrem günstige Tickets an, verlangen aber hohe Gebühren für Gepäck, Sitzplatzreservierungen und andere Extras.
🥸 Verwende den Inkognito-Modus, um Preiserhöhungen zu vermeiden.
🎫 One-Way-Ticket oder Hin- und Rückflug? Das hängt von deiner Reiseplanung ab. Ein One-Way-Ticket bietet dir mehr Flexibilität, erfordert jedoch in einigen Ländern den Nachweis eines Weiterreisetickets. Dies kannst du umgehen, indem du z.B. ein billiges Flugticket buchst, das du eventuell auch verfallen lassen kannst. Eine weitere Methode bieten dir BestOnwardticket und RentATicket an, bei denen du Weiterreisetickets buchen kannst. Eine weitere Möglichkeit ist das One-World-Ticket. Mit diesem kannst du dir deine Route maßgeschneidert heraussuchen. Schau rein!
Wenn du dir über die Umwelt Gedanken machst, kannst du dich auch bei Webseiten informieren, bei denen du deinen Flug kompensieren kannst wie „Atmosfair“ oder „regreen“
Unterkünfte gibt es natürlich wie Sand am Meer.
Hier kannst du sparen oder es dir auch mal richtig gut gehen lassen. Auch dabei gibt es ein paar Tricks, um die beste Preis-Leistung rauszuholen:
🧑💻 Portale nutzen: Seiten wie Airbnb (für Ferienhäuser, Zimmer oder Wohnungen), Booking.com (größte Buchungsplattform), Agoda (Alternative zu Booking.com vor allem in Südostasien) oder Hostelworld (speziell für Hostels weltweit) bieten eine große Auswahl an Unterkünften. Alternativ kannst du auch Couchsurfing machen. Nachhaltige Plattformen wie Green Pearls oder Socialbnb bieten spezielle Angebote.
🤸 Flexible Reisedaten: Ähnlich wie bei Flügen kannst du auch bei Unterkünften sparen, wenn du flexibel mit deinen Reisedaten bist. Unterkünfte sind oft günstiger, außerhalb der Hauptreisezeiten und an Wochentagen.
🏨 Direkt buchen: Nachdem du die Unterkunft auf einer Plattform gefunden hast, überprüfe den Preis direkt auf der Website der Unterkunft. Manchmal bieten Hotels Rabatte oder spezielle Angebote für Direktbuchungen an.
✅ Bewertungen und Rezensionen beachten: Lies Bewertungen auf Plattformen wie TripAdvisor oder direkt auf den Buchungsseiten. Achte dabei auf wiederkehrende Themen in den Bewertungen (positiv und negativ), um ein realistischeres Bild der Unterkunft zu bekommen.
🛑 Stornierungsbedingungen beachten: Achte auf flexible Stornierungsbedingungen, besonders wenn du frühzeitig buchst. Viele Unterkünfte bieten eine kostenlose Stornierung bis kurz vor dem Check-in, was dir Flexibilität gibt, falls sich deine Pläne ändern.
Packliste: Weniger ist mehr!
Packe nur das Nötigste ein und denk daran, dass du unterwegs alles, was du brauchst, auch kaufen kannst.
Ein guter Rucksack, bequeme Kleidung und feste Schuhe sind das A und O. Vergiss nicht, einen Adapter für Steckdosen mitzunehmen und natürlich eine Powerbank, damit du immer genug Energie für dein Handy hast.
Hier findest du ein paar Packlisten und Shops, bei denen du deine Ausrüstung kaufen kannst: Packliste.
Eine etwas ausführlichere Packliste findest du hier
Auf Globetrotterfindest du viele nützliche Ausrüstungsgegenstände für deine Weltreise!
Money, money, money…
Geld, Geldwechsel und Kreditkarte Bei der normalen Bancomat-Karte hast du häufig Spesen, wenn du im Ausland Geld behebst. Mit einer Kreditkarte ist dies häufig kostenlos, informiere dich hier einfach gut, bevor du deine Reise antrittst. Generell werden VISA oder Master Card Karten im Ausland meistens akzeptiert. Um Geld abzuheben, frage einfach nach einem ATM (=Geldautomat).
Bei Fremdwährungen solltest du nur autorisierte Wechselstuben nutzen. Am Bahnhof, Flughafen oder in der Nähe von Sehenswürdigkeiten werden meist schlechtere Konditionen angeboten. Wechsle niemals das Geld mit „Wechslern“ auf der Straße, da diese dir häufig Falschgeld, bzw. Währungen tauschen, welche einen geringeren Wert haben. Bezahle vor Ort immer nur in der Landeswährung und nicht in Euro, da häufig ein Aufpreis verlangt wird.
Seid ihr zu zweit oder in größeren Gruppen unterwegs, empfehlen wir euch die Apps wie z.B. Splitwise, um die Kosten gerecht aufzuteilen und beispielsweise Paypal, um Schulden einfach zu begleichen.
Weitere nützliche Infos
Sprachkenntnisse eröffnen neue Welten
Sprachen lernen auf einer Weltreise! Neue Sprachen zu lernen, öffnet Türen. Diese Apps können dir dabei helfen:
Auch das Land Südtirol fördert den Spracherwerb. Genauere Informationen über mögliche Zuschüsse erhältst du hier.
Mehr Informationen bekommst du im Beitrag: Sprachkurse
Work & Travel
Dabei handelt es sich um eine Form des Reisens, bei der man sich das Reisen durch Arbeit in der ganzen Welt verdient. Mögliche Projekte und Erfahrungsberichte findest du hier. Infos findest du auch im Artikel Auslandsaufenthalte.
Verreisen als Minderjährige*r
In diesem Beitrag erklärt dir Daniela Höller, die Kinder- und Jugendanwältin, worauf du beim Verreisen als Minderjährige*r achten musst.
Erfahrungsberichte: Lass dich inspirieren!
Auf dieser Webseite kannst du dich von einigen Reisezielen inspirieren lassen.
Hier findest du einige Erfahrungsberichte: Videos, Texte oder Podcasts.
Bereit für die Welt?
Eine Weltreise ist ein aufregendes und herausforderndes Abenteuer. Mit der richtigen Vorbereitung, einem gut durchdachten Plan und einem flexiblen Reiseansatz kannst du unvergessliche Erfahrungen sammeln und die Welt entdecken.
Egal, wohin es dich zieht, wir wünschen dir viel Spaß und viele tolle Erlebnisse auf deiner Reise um die Welt!
Gewalt ist ein Thema, das leider viele Menschen betrifft. Sie kann verschiedene Formen annehmen – körperlich, psychisch oder emotional – und beeinflusst sowohl das Opfer als auch den/die Akteur*in tiefgehend.
In Südtirol gibt es verschiedene Dienste und Anlaufstellen, an die du dich wenden kannst, falls auch du Gewaltsituationen erlebst oder erlebt hast.
Gewalt umfasst Handlungen, die darauf abzielen, anderen Menschen Schaden zuzufügen. Sie kann körperlicher, psychischer oder sexueller Natur sein. Hier sind einige Beispiele:
Körperliche Gewalt: Schläge, Tritte oder andere körperliche Übergriffe.
Psychische Gewalt: Drohungen, Einschüchterungen und andere Formen der Manipulation, die das emotionale Wohlbefinden beeinträchtigen.
Sexualisierte Gewalt: Sexuelle Belästigung wie unangebrachte Kommentare, Übergriffe oder sexuelle Nötigung.
GEWALTANFRAUEN
In Italien wird durchschnittlich jeden dritten Tag eine Frau ermordet, meistens vom Partner, Ex-Partner oder einem männlichen Verwandten.
Gewalt an Frauen findet auch in Südtirol statt – jeden Tag – auf körperlicher, psychischer, sexualisierter oder ökonomischer Ebene. Das Spektrum der Gewalt geht von sexistischen oder frauenfeindlichen Alltagsaussagen bis hin zu Feminiziden.
Reden ist besser als Schweigen. Bist du in einer Situation und weißt einfach nicht mehr weiter? Rede darüber und lass dir helfen. Bei der Männerbewegung der Caritas kannst du dich beraten lassen.
GEWALT AMARBEITSPLATZ
Auch Gewalt am Arbeitsplatz kommt vor. Ansprechpartner ist hier beispielsweise die Gleichstellungsrätin.
Mobbing ist eine Form physischer und/oder psychischer Gewalt. Meist demütigen, erniedrigen oder verletzen dabei mehrere Personen eine andere – gezielt, auf unterschiedliche Weise und über einen längeren Zeitraum hinweg.
Dazu gehören auch viele scheinbar „kleine“ Gemeinheiten, ständige Sticheleien oder das Verbreiten von Gerüchten.
Ohne Unterstützung von außen gelingt es der betroffenen Person häufig nicht, sich aus dieser Situation zu befreien.
Du hast das Gefühl, deine Eltern wollen sich trennen und fragst dich, welche Auswirkungen, das auf dich und deine Beziehung zu ihnen haben könnte?
Tipps und Anlaufstellen, die dich in dieser Situation unterstützen, gibt es hier.
Wollen sich meine Eltern trennen?
Deine Eltern streiten sich immer öfter und die Konflikte werden immer schlimmer? Oder sie gehen sich aus dem Weg und vermeiden es miteinander zu sprechen?
Dies können Anzeichen sein, dass deine Eltern sich als Paar auseinandergelebt haben oder nicht mehr zusammenfinden und sich deshalb vielleicht trennen möchten.
Trifft dieses Verhalten auf deine Eltern zu? Hast du das Gefühl, deine Eltern werden sich trennen und weißt nicht, wie du mit der Situation umgehen sollst?
Prinzipiell gilt: Communication is key!
Eine solche Situation ist für niemanden einfach, weder für deine Eltern, noch für dich als Sohn bzw. Tochter. Reden hilft, um die Geschehnisse besser zu verstehen und einordnen zu können. Vielleicht nimmst du die Situation auch anders wahr als deine Eltern. Konflikte, Missverständnisse und Befürchtungen können aber nur aus dem Weg geräumt werden, wenn darüber geredet wird.
Sprich auf jeden Fall über deine Ängste und hole die Unterstützung und Beistand:
💬 Wenn du dir Sorgen machst, dass sich deine Eltern trennen könnten, sprich sie am besten direkt darauf an, du hast nämlich das Recht darauf informiert zu werden.
🙋 Zieh eventuell eine Vertrauensperson wie Geschwister, Großeltern, Pate/Patin, Tante/Onkel, gute Freundin/Freund hinzu.
🗣️ Rede mit einer Person, der du vertraust oder mit jemanden, der/die selbst in einer ähnlichen Situation war oder ist.
☎️ Wende dich an young&direct oder die Kinder- und Jugendanwaltschaft, wenn du Fragen hast oder Unterstützung von Personen brauchst, die sich mit dem Thema auskennen.
Es ist niemals deine Schuld!
Halte dir immer vor Augen: Wenn deine Eltern sich streiten, betrifft das ihre Partnerschaft als Erwachsene. Diese Konflikte haben nichts mit dir zu tun.
Falls du einen Streit miterlebst und es dir dabei nicht gut geht, sag das deinen Eltern. Das ist dein Recht!
Was kommt bei einer Trennung auf mich zu?
Auch wenn sich deine Eltern als Paar trennen, bleiben sie immer Mutter und Vater für dich. Du hast weiterhin das Recht auf eine liebevolle Beziehung zu beiden.
Eine Trennung muss nicht immer schlecht sein! Manchmal ist es für alle einfacher, wenn die Eltern getrennte Wege gehen, als an einer strittigen Beziehung festzuhalten. Beide können getrennt trotzdem eine gute Elternschaft führen, auch wenn es mit ihrer Partnerschaft nicht mehr klappt.
Die größte Frage, die sich stellt, ist wahrscheinlich:
Wo werde ich wohnen?
Deine Eltern müssen eine Vereinbarung treffen, bei wem du hauptsächlich wohnen wirst.
In den meisten Fällen ist es so, dass das Kind in der Wohnung bleibt, in welcher es bisher gewohnt hat – entweder mit dem Vater oder mit der Mutter, sodass man nicht aus dem gewohnten Umfeld heraus muss.
Das bedeutet aber nicht, dass du den anderen Elternteil nicht mehr siehst. Es wird ausgemacht, wann, wie lange und in welcher Form du den anderen Elternteil besuchst.
WER ENTSCHEIDET?
Bis du 12 Jahre bist, entscheiden hauptsächlich deine Eltern, danach kannst du vermehrt mitentscheiden.
Außerdem hast du immer verschiedene Rechte, die eingehalten werden müssen:
💞 Du hast das Recht auf eine liebevolle Beziehung zu beiden Eltern.
⁉️ Du hast das Recht, zu verstehen, warum sich deine Eltern trennen.
💬 Du hast das Recht Erklärungen zu erhalten, für alles, was dich betrifft.
🤗 Du hast das Recht deine Gefühle frei zu äußern und von niemand unter Druck gesetzt zu werden.
⛔️ Du hast das Recht nicht in Streitigkeiten verwickelt zu werden.
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Trennung und Scheidung?
Trennung heißt, dass deine Eltern kein Paar mehr sind, nicht mehr zusammen wohnen müssen und jeder sein eigenständiges Leben führen kann. Für dich bedeutet dies, dass die Eltern vereinbaren müssen, wann du bei deinem Vater bist und wann bei deiner Mutter. Du hast weiterhin das Recht, zu beiden Eltern Kontakt zu haben. Von Scheidung spricht man, wenn deine Eltern verheiratet waren und diese Ehe beendet wird. Sollten deine Eltern nicht verheiratet sein, braucht es keine Scheidung. Nach einer Scheidung sind deine Eltern kein verheiratetes Paar mehr und dürfen wieder heiraten. Die Scheidung selbst ändert für dich nichts.
Meine Mutter/Vater will nicht, dass ich Kontakt mit meinem Vater/Mutter habe. Darf er/sie mir das verbieten?
Nein, du hast das Recht auf beide Eltern. Außer du bist dadurch in Gefahr.
Meine Mutter/Vater möchte mit mir weit wegziehen. Darf er/sie das?
Wenn ein Elternteil mit dir weiter wegziehen will, dann muss der andere Elternteil damit einverstanden sein.
ANLAUFSTELLE: Südtiroler Plattform für Alleinerziehende
Die Südtiroler Plattform für Alleinerziehende EO (SPAE) gibt es seit 30 Jahren. Sie unterstützen Eltern, wenn sie sich trennen und bieten gemeinsame Gespräche und Beratungen an.
Sie helfen deinen Eltern, dass sie sich in Frieden trennen und dabei gute Eltern bleiben können. Eltern können sich melden oder zu einem persönlichen Gespräch vorbeikommen.
Die Kinder- und Jugendanwaltschaft berät dich, klärt dich über deine Rechte (und Pflichten) auf, kann zwischen dir, deinen Eltern und anderen beteiligten Personen vermitteln und nennt dir eventuell andere Anlaufstellen.
Alle Leistungen der Kinder- und Jugendanwaltschaft sind kostenlos und vertraulich.
Geht’s dir auch manchmal so: du möchtest über ein Problem, eine Frage oder einen Zweifel reden, aber es ist niemand da, der dich versteht?
Young+Direct nimmt jedes Problem und jede Frage ernst. Egal, was dich beschäftigt, ob Fragen zu Konflikten mit deinen Eltern, Zweifel, Trauer, Gewalt… mit Young+Direct kannst du über alles reden oder schreiben.
Anonym und kostenlos.
Die Jugendberater*innen haben eine Schweigepflicht, das bedeutet alles, was du ihnen schreibst oder erzählst, bleibt unter euch.
Meine Mitschüler*innen haben mich aus dem Klassenchat auf WhatsApp ausgeschlossen. Ist das Cybermobbing?
Ja, das könnte als Cybermobbing betrachtet werden.
Cybermobbing bezeichnet das gezielte Belästigen, Bedrohen oder Ausgrenzen einer Person über digitale Medien durch beleidigende Nachrichten, Videos, Bilder, Sticker oder durch das Verbreiten von Gerüchten.
Der Ausschluss aus dem Klassenchat könnte eine Form der Ausgrenzung sein, die dich verletzen und isolieren soll.
Cybermobbing & Hatespeech – Was ist der Unterschied?
Hatespeech (Hassrede) bezeichnet den Gebrauch von Sprache oder Kommunikation, um Hass oder Diskriminierung gegen Einzelpersonen oder Gruppen zu fördern.
Es ist zwar eng mit Cybermobbing verbunden, aber nicht dasselbe.
Während Cybermobbing sich oft auf individuelle Angriffe konzentriert, zielt Hatespeech darauf ab, ganze Gruppen aufgrund ihrer Identität oder Merkmale zu beleidigen oder zu diskriminieren.
WARUM MACHEN MENSCHEN DAS?
Die Gründe dafür können vielfältig sei:
😐 Manche Menschen führen Cybermobbing-Handlungen aus oder verbreiten Hass aus Unsicherheit.
🏋️Anderen geht es darum, Macht über andere auszuüben, um sich stark zu fühlen.
🫡 Oft fehlt es auch an Empathieund Respekt gegenüber anderen.
Cybermobbing kann schwerwiegende Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden der Betroffenen haben. Die Anonymität des Internets ermöglicht es den Akteur*innen, ihre Angriffe leicht zu verbergen, was es schwieriger macht, ihnen Einhalt zu gebieten. Die Betroffenen fühlen sich oft isoliert und hilflos.
Was kann man dagegen tun?
Du bist nicht allein, es gibt Wege mit Cybermobbing umzugehen!
Hier ein paar Tipps, was du machen kannst, wenn du Cybermobbing-Handlungen ausgesetzt wirst:
🛟 Hol dir Hilfe, damit du dich weniger allein fühlst.
📸 Sammle Beweise.
🧑🧑🧒 Suche Unterstützung bei Freund*innen, Familie, Jugendarbeiter*innen, Trainer*innen, Schulsozialpädagog*innen oder Lehrpersonen.
🙋 Melde den Vorfall bei den entsprechenden Plattformen.
👮 In schwerwiegenden Fällen solltest du dich an die Postpolizei wenden. In Italien gibt es ein Anti-Cybermobbing-Gesetz, das dir helfen kann. Rechtliche Beratung bekommst du zum Beispiel bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft.
Wenn du siehst, dass andere Cybermobbing-Handlungen erleben:
Sei solidarisch und unterstütze sie. Melde das Verhalten bei den Plattformen, um ein Zeichen zu setzen, dass solche Angriffe nicht toleriert werden. Zeige den Betroffenen, dass sie nicht allein sind, und biete im Idealfall per Privatnachricht deine Hilfe (öffentliches Kommentieren, kann manchmal kontraproduktiv sein).
Derzeit stellen Mobbing und Cybermobbing in Italien keine eigenständigen Straftatbestände dar. Daher müssen Mobbinghandlungen immer daraufhin geprüft werden, ob sie als Straftatbestand eingestuft werden können. Schläge, Körperverletzung, Verfolgungshandlungen, Drohungen, Sachbeschädigung oder üble Nachrede sind Straftaten, und wenn die Täter bereits 14 Jahre alt sind, sind sie strafrechtlich dafür verantwortlich.
Welche rechtlichen Folgen haben Akteur*innen?
Minderjährige ab 14 haften persönlich für begangene Straftaten. Wenn bei Handlungen, die von über 14-Jährigen durch die Nutzung des Internets begangen werden, noch kein Strafantrag gestellt oder Strafanzeige erstattet wurde, kann die verletzte Person beim Quästor eine Verwarnung gegen den Täter beantragen. Das Gesetz sieht vor, dass in Fällen von Mobbing und Cybermobbing im schulischen Umfeld die Schulführungskraft die Erziehungsverantwortlichen der betroffenen Minderjährigen informieren und erzieherische Maßnahmen treffen muss. Darüber hinaus muss die Schulordnung spezifische Hinweise auf Mobbing und Cybermobbing und entsprechende Disziplinarmaßnahmen enthalten. Bei schwerwiegenden oder wiederholten Verhaltensweisen meldet die Schulführungskraft die Situation den zuständigen Behörden, die weitere Maßnahmen treffen können.
Das Forum Prävention ist eine Stiftung aus Bozen, die dafür sorgt, dass Menschen jeden Alters gesund leben und sich gut entwickeln können. Insbesondere setzt sich das Forum mit den Themen Sucht, digitalen Lebenswelten, Essstörungen, mit dem Erwachsenwerden und mit Familienthemen auseinander.
Wenn du kostenlose Hilfe und Unterstützung für dich oder deine Angehörige beim Thema Glücksspiel und Spielsucht brauchst, dann besuche die Seite www.aktion-spielsucht.it
Das Kompetenzzentrum „Il Germoglio – Der Sonnenschein“ bietet Präventionsprojekte gegen Gewalt an Minderjährigen, psychologische Unterstützung für Familien in Krisensituationen und für minderjährige Gewalt- und Missbrauchsopfer und deren Familien
Geht’s dir auch manchmal so: du möchtest über ein Problem, eine Frage oder einen Zweifel reden, aber es ist niemand da, der dich versteht?
Young+Direct nimmt jedes Problem und jede Frage ernst. Egal, was dich beschäftigt, ob Fragen zu Konflikten mit deinen Eltern, Zweifel, Trauer, Gewalt… mit Young+Direct kannst du über alles reden oder schreiben.
Anonym und kostenlos.
Die Jugendberater*innen haben eine Schweigepflicht, das bedeutet alles, was du ihnen schreibst oder erzählst, bleibt unter euch.
Die Kinder- und Jugendanwältin wird aktiv, wenn sie merkt, dass die Rechte von Kindern verletzt werden, interveniert, wendet sich an andere Behörden, Einrichtungen und Dienste oder auch an die Politik.
Die Post- und Kommunikationspolizei ist eine Sondereinheit der Staatspolizei, die sich mit jeder Art von EDV-Kriminalität beschäftigt (Cybermobbing, Online-Betrug, Kontrolle der sozialen Netzwerke, Hacking…).