Reich mit Krypto?

Immer mehr junge Menschen wollen schnelles Geld mit Kryptowährungen machen. 

Doch wie realistisch ist das? Was musst du dabei beachten und welche Fallen gibt es?

Im folgenden Artikel haben wir für dich die wichtigsten Infos und Tipps kurz zusammengefasst.

Allgemeine Infos zum Investieren und Traden gibt es hier!

Was sind Kryptowährungen?

Kryptowährungen sind digitale Währungen, die durch spezielle Verschlüsselungstechniken (kryptografisch) abgesichert sind.

Sie existieren nicht in physischer Form (wie beispielsweise Papiergeld und Münzen), sondern nur online. Die Coins können also online erworben und gehandelt werden.

Üblicherweise werden sich nicht von einer zentralen Behörde oder Kontrollinstanz, wie einem Staat oder einer Nationalbank, herausgegeben. Stattdessen steckt hinter vielen Kryptowährungen der Wunsch nach einer dezentralisierten Kontrolle: Jeder kann an der Ausgabe der Coins und der Verwaltung dieser mitwirken und sich beteiligen.

Einige bekannte Beispiele für Kryptowährungen sind Bitcoin, Ethereum, Ripple, Litecoin und Dogecoin. Insgesamt gibt es über 6.500 verschiedene Kryptowährungen, wobei die meisten nur einen geringen Wert haben und kaum bis gar nicht gehandelt werden. 

BLOCKCHAIN

Die Grundlage der meisten Kryptowährungen ist die Blockchain-Technologie, die es ermöglicht, Daten sicher auszutauschen und dezentral zu speichern.

Mehr Infos zu Blockchain:


Die Grundlage für die meisten Kryptowährungen ist die Blockchain-Technologie, eine Art der digitalen Buchführung. Wie der Name Blockchain verrät, handelt es sich um eine Kette (zu englisch „chain“) aus virtuellen Datenblöcken.
Von dieser Kette haben viele TeilnehmerInnen auf der ganzen Welt eine digitale Kopie. Je mehr Kopien und TeilnehmerInnen es gibt, desto besser kann die Kette von der Allgemeinheit auf ihre Korrektheit überprüft werden. Dadurch wird sie vor Manipulationen geschützt.
Jede Transaktion wird mit einer digitalen Signatur versehen und in einer öffentlichen, vom gesamten Netzwerk betriebenen Datenbank aufgezeichnet. So wird sichergestellt, dass keine Transaktion verändert werden kann, ohne alle nachfolgenden Blöcke ebenfalls zu ändern.
Blockchains sind nicht auf Kryptowährungen beschränkt, diese sind nur ein Anwendungsgebiet.

Wo und wie wird mit Kryptowährungen gehandelt?

Krypto-Trading-Plattformen sind digitale Handelsplattformen, auf denen man Kryptowährungen kaufen, verkaufen und tauschen kann.

Inzwischen gibt es viele verschiedene Arten, mit Kryptowährungen zu handeln und in diese zu investieren, abhängig von der Art des Handelsplatzes.

Wenn du echte Kryptowährungen kaufen willst, dann sind für dich vor allem Krypto-Broker und Krypto-Börsen (Exchanges) interessant:

  • Krypto-Broker wie z.B. BISON, Bitpanda oder Coinbase ermöglichen den direkten Kauf und Verkauf von Kryptowährungen beim Broker selbst. Das ist zwar unkompliziert und schnell, dafür sind die Kosten zumeist höher, da Aufschläge bzw. Gebühren anfallen.

    Viele Broker für Kryptowährungen bieten auch die Möglichkeit, die eigenen Kryptowährungen dort aufzubewahren.

    Inzwischen bieten auch klassische Online-Broker wie eToro oder auch sogenannte Neo-Broker wie Trade Republic Kryptowährungen an.

    Krypto-Broker-Services eignen sich am besten für Einsteiger*innen in Kryptomärkte.

  • Kryptowährungs-Börsen (Exchange) wie z.B. Kraken stellt eine andere Möglichkeit dar. Hier handelst du direkt mit anderen Nutzer*innen auf Grundlage aktueller Marktpreise. Die Plattform selbst fungiert nur als Vermittler und verlangt dafür einen bestimmten Prozentsatz an Gebühren.

    Es gibt zentralisierte Börsen, bei denen der Betreiber festlegt, was gehandelt werden kann, wie hoch die Abhebungslimits sind und welche weiteren Regeln gelten. Dezentrale Börsen hingegen werden durch sogenannte Smart Contracts gesteuert, und die Transaktionen laufen automatisch ab, wenn die Bedingungen erfüllt sind.

    Einige Broker bieten zusätzlich auch Kryptowährungs-Börsen an, z.B. Bitpanda mit Bitpanda Pro und Coinbase mit Coinbase Pro.

    Kryptowährungs-Exchanges sind geeignete Plattformen vor allem für NutzerInnen, die bereits fortgeschrittene Trader sind.
Tipps, woran man eine seriöse Kryptobörse erkennt!

An den folgenden Punkten kannst du seriöse von betrügerischen Trading-Plattformen unterscheiden:

  • Wie viele NutzerInnen hat die Kryptobörse?
  • Wie groß ist das Handelsvolumen?
  • Wo ist der Sitz der Kryptobörse?
  • Wie lange gibt es die Kryptobörse bereits?

Dabei muss eine Kryptobörse nicht bei allen Punkten am besten abschneiden. Wichtiger ist das Gesamtbild.

Seriöse Krypto-Trading-Plattformen müssen sowohl eine sichere Verwahrung deiner Kryptowährungen gewährleisten, wie auch den Schutz deines Nutzer-Accounts sicherstellen, wie beispielsweise durch Zwei-Faktor-Authentifizierung. Du solltest nur Plattformen nutzen, die für beide Bereiche hohe Sicherheitsstandards haben.
Wichtig: Du bist auch selbst für die Sicherheit deiner Coins und deines Accounts verantwortlich.

Weitere Merkmale, an denen man häufig seriöse von unseriösen Plattformen/Brokern unterscheiden kann, findest du im Artikel Investieren und Traden, im Abschnitt „Was ist Traden“ unter „Tipps, wie du seriöse Trading-Plattformen erkennst“

Wie funktioniert das Traden mit Kryptos?

Du kannst Kryptos wie Bitcoins auf Plattformen wie bisonapp.com, bitpanda.com, coinbase.com, etoro.com oder kraken.com kaufen z.B. mit einer klassischen Währung wie dem Euro und wieder verkaufen. Im Gegenzug erhältst du den Betrag in einem eigenen „digitalen Geldbeutel“, der Wallet, gutgeschrieben bzw. abgebucht.

Es gibt 2 Wege, um mit Kryptowährungen Geld zu verdienen:

  • Kauf und Verkauf: Der Kurs von Kryptowährungen schwankt. Wenn du Kryptos z.B. Bitcoins kaufst und später zu einem höheren Kurs (also teurer) verkaufst, ist die Differenz dein Gewinn. Auf der anderen Seite machst du aber Verluste, wenn der Kurs der Kryptowährung sinkt.
    Der Wert einer Kryptowährung wird wie bei einer Aktie vor allem durch Angebot und Nachfrage bestimmt: Wird eine Kryptowährung stark nachgefragt, steigt deren Wert; möchten die meisten Anleger*innen eine Kryptowährung verkaufen, sinkt der Kurs der Währung.

  • Derivate: Einige Broker bieten auch den Handel mit Derivaten wie CFDs oder Zertifikaten an. Hierbei besitzt du die Kryptowährung nicht direkt, sondern beteiligst dich nur an der Wertentwicklung der Kryptowährung. Achtung: Gerade CFD sind sehr komplex und hochriskant. Zwischen 74 und 89 Prozent der PrivatanlegerInnen verlieren beim Handel mit CFD Geld.

WALLET

So nennt man die digitale Geldbörse, in der Kryptowährungen aufbewahrt werden. Es gibt zwei Arten:

  • Software-Wallets: Diese gibt es als Web-, Mobile- oder Desktop-Versionen. Sie sind praktisch, aber bei einem Hackerangriff besteht die Gefahr, dass deine Coins gestohlen werden.

  • Hardware-Wallets: Diese sind sicherer, weil sie offline sind. Sie können jedoch verloren gehen, und ohne die zugehörigen Schlüssel kommst du nicht an deine Coins.
Mehr Infos zu Wallets:


Eine Wallet, auch E-Wallet oder Cyberwallet genannt, ist eine digitale Geldbörse, in der Kryptowährungen „gelagert“ werden. Wallets lassen sich grundsätzlich in Software- und Hardware-Varianten unterscheiden.

  • Eine Form einer Software-Wallet ist zum Beispiel die Web-Wallet, die Trading-Plattformen für Kryptowährungen ihren Nutzer*innen kostenlos zur Verfügung stellen. Die Nutzerin / der Nutzer erhält dabei eine mit ihrem*seinem Konto verknüpfte Adresse, über die sich Handelsaufträge direkt und unkompliziert ausführen lassen. Diese Form der Wallet kann jedoch dann problematisch sein, wenn eine Plattform gehackt wird. Dann könnten Unbefugte Zugriff auf die eigenen Coins erlangen. Dasselbe gilt für Mobile Wallets, die in Form einer App auf dem Smartphone existieren, und Desktop Wallets (PC-Software).

  • Hardware-Wallets sind technisch gesehen besonders sicher. Diese Wallets werden auf einem tragbaren Speichermedium abgelegt. Auf dem Speichermedium befinden sich dann die Private Keys und es werden alle über die Wallet ausgeführten Transaktionen gespeichert. Der große Sicherheitsvorteil: Solange das Speichermedium nicht mit einem internetfähigen Gerät verbunden ist, kann keiner darauf Zugriff nehmen. Der große Nachteil: Grundsätzlich ist es ohne die Private Keys nicht möglich, Coins zu senden oder zu empfangen. Das bedeutet auch, dass die Hardware-Wallets auf keinen Fall verloren gehen dürfen (gilt auch für Mobile Wallets).
    Häufig gibt es allerdings eine sogenannte „Recovery Phrase“, mit welcher der Inhalt einer Wallet wiederhergestellt werden kann. Dieser Wiederherstellungs- bzw. Sicherungscode mit 24 Wörtern darf aber keinesfalls verloren gehen und sollte auch nicht ungeschützt (unverschlüsselt) oder gemeinsam mit der Hardware-Wallet aufbewahrt werden.

Lohnt es sich mit Kryptos zu handeln?
Hier ein paar Vor- und Nachteile.

VorteileNachteile
Theoretisch sind sehr große Gewinne möglich. Erfolgreiche Kryptowährungs-Trader können von ihrem Geschäft leben.Keine Einkommenssicherheit und das Risiko großer Geldverluste. In der Realität verdienen die wenigsten Trader tatsächlich etwas.
Kryptowährungen können nützlich sein, um das eigene Anlage-Portfolio (Aktien, Anleihen, Fonds…) breiter aufzustellen und Risiken zu reduzieren. Der Handel mit Kryptowährungen ist nicht reguliert.
Selbstständiges und flexibles ArbeitenDie Kurse der Kryptowährungen unterliegen großen und schnellen Schwankungen und Kryptos sind besonders anfällig für Manipulationen.
Keine Banken und Bankgebühren involviertDie Gebühren für Transaktionen schwanken stark und steigen insbesondere dann, wenn es mal wieder einen Hype gibt.
Um erfolgreich zu sein, ist sehr viel Fachwissen, Zeit und Eigeninitiative aber auch Glück nötig
Gerade das Traden von Kryptowährungen ist sehr arbeitsintensiv und stressig.

Traden mit Kryptos – das gilt es zu beachten!

  • 💰 Investiere nur Geld, das du nicht dringend brauchst: Das Risiko besteht immer, dass du Geld verlierst.

  • 📉 Hohe Gewinne bedeuten auch hohes Risiko: Grundsätzlich gilt – je höher der in Aussicht gestellte Gewinn, desto höher ist auch das Risiko, Geld zu verlieren.

  • 💭 Verstehe, worin du investierst: Kaufe nur, wenn du verstehst, um was es sich handelt. Nicht immer handelt es sich z.B. um echte Kryptowährungen, manchmal erwibt man nur sogenannte CFD oder Zertifikate (siehe Derivate), die sehr komplex und hochriskant sind. Hole dir evtl. Rat von Expert*innen.

  • 🪙 Bedenke die Gebühren, die du beim Kauf und Verkauf bezahlen musst.

  • 📱 Vorsicht bei Trading-Plattformen & -Apps! Die hohe Userfreundlichkeit und die spielerischen Elemente lassen die Hemmschwelle sinken und Nutzer*innen werden verleitet, häufig zu handeln/traden und sich eher auf hochspekulative und riskante Geschäfte einzulassen – Verlier die Ernsthaftigkeit nicht aus den Augen!

  • ⬜️ Sei vorsichtig bei Anlagen am grauen Kapitalmarkt: Für Kryptowährungen gibt es zentrale und dezentrale Börsen, besonders bei den dezentralen treiben Betrüger*innen, die hohe Gewinne versprechen, ihr Unwesen.

  • 🔦 Überprüfe Angebote immer auf ihre Seriosität, auch wenn, du sie von Freund*innen oder Bekannten weitergeleitet bekommst.

  • 🗣️ Vorsicht bei hohen Gewinnversprechen: Überprüfe das Angebot ganz genau und stelle dir die Frage, wie die Person, die diese Versprechungen macht, selbst davon profitiert. 

  • 🗯️ Vorsicht bei unaufgeforderten Investment-Tipps: Schließe keine Geschäfte ab, wenn du unaufgefordert angerufen und über ein Investment informiert wirst.

  • 💰 Werde misstrauisch, wenn ein Vorschuss verlangt wird, z.B. Gebühren für Geldtransaktionen – das ist unseriös.

Wo Geld ist, lauern auch Fallen!

Wenn es um Investment und Trading geht, gibt es auch Personen, die dich mit betrügerischer Absicht in Fallen locken möchten.

Um dem vorzubeugen, ist es wichtig, die gängigsten Fallen zu kennen!

BROKER-BETRUG

Im Internet locken Betrüger*innen mit falschen Werbeanzeigen und unrealistischen Gewinnversprechungen, um den Personen das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Wie funktioniert Broker-Betrug?

Broker-Betrug ist im Internet und auf Social Media weit verbreitet. Die Masche, die dabei eingesetzt wird, ist simpel, aber effektiv: Betrüger*innen schalten täuschend echte Werbeanzeigen (Fake-Ads), die dich zu falschen Online-Brokern locken:

  • 📲 Falsche Werbung: Du siehst eine Anzeige oder erhältst eine Nachricht (E-Mail oder Social Media) von einem scheinbar seriösen Broker. Dieser verwickelt einen in einen Chat, bei dem es sehr schnell darum geht, dass man sein Geld innerhalb kürzester Zeit vervielfachen kann.

  • 🗣️ Unrealistische Versprechen: Mit dem Versprechen, dass du dein Geld schnell vervielfachen kannst, wirst du motiviert, eine möglichst hohe Summe einzuzahlen.

  • 🤑 Erste Gewinne: Nach deiner Einzahlung werden scheinbare Gewinne in deinem Kundenkonto angezeigt. Hierdurch soll man vom Finanzprodukt überzeugt werden und weitere Investitionen tätigen.

  • 🤥 Täuschung: Mithilfe einer Betrugssoftware täuschen die Plattformbetreiber*innen die Kontobewegungen und Gewinne nur vor. Tatsächlich findet gar kein Handel statt. Stattdessen überweisen die Betrüger*innen das eingezahlte Guthaben auf ausländische Konten.

  • 💸 Probleme bei der Auszahlung: Wer sich seinen angeblichen Gewinn schlussendlich auszahlen lassen möchte, wird von den „Brokern“ hingehalten oder sogar aufgefordert, zuerst angebliche Bearbeitungsgebühren und Steuern zu bezahlen. Irgendwann bricht der Kontakt vollständig ab und das eingezahlte Geld ist weg.

Kein seriöser Broker wird dir einen bestimmten Gewinn versprechen oder dich aktiv auffordern, eine bestimmte Summe einzuzahlen.


UNSERIÖSE TRADING-COACHING-VIDEOS

Sei misstrauisch bei Trading-Coaching-Videos, die schnelle Profite und große Einnahmen versprechen. Die Trainings und Materialien sind meist teuer und der Outcome so gut wie wertlos.

Mehr zu unseriösen Trading-Coachings!

Sei vor allem dann sehr misstrauisch, wenn versprochen wird, dass man mit dem Online-Training/den Videos innerhalb kürzester Zeit zu einem Profi-Trader wird und mehrere Zehntausend Euro in einem Monat verdienen kann.

Auch wenn die Einstiegskurse meistens kostenlos zur Verfügung gestellt werden, muss man für die eigentlichen Trainings und Materialien viel bezahlen. Bei den Trainingsinhalten ist dann meistens nichts dahinter und für die beworbenen Resultate gibt es keine richtigen Beweise.

Oder man übermittelt seine Kreditkarten- oder Kontodaten und wird auf andere Weise abgezockt.

Was ist Mining?

Miner fungieren bei Währungen wie Bitcoin und Ethereum als RechnungsprüferInnen. Sie bestätigen die Korrektheit der Transaktionen, also z.B. dass Person A der Person B wirklich 1 Bitcoin geschickt hat, und tragen diese in ein virtuelles Kontenbuch ein.

Das Zahlungsbuch ist eine lange Liste aller Blöcke und wird deshalb auch Blockchain genannt. Wann immer ein neuer Block erzeugt wird, wird dieser zur Blockchain hinzugefügt.

Lohnt sich Bitcoin-Mining?

Für die Bestätigung der Transaktionen bzw. die Erzeugung eines neuen Blocks erhalten Miner Belohnungen in Form von Bitcoins in der eigenen Wallet gutgeschrieben.

Bitcoin-Mining klingt einfach, ist aber in der Praxis schwierig und kostenintensiv.

Bitcoin-Mining ist sehr rechenintensiv und kostenaufwendig: Miner konkurrieren darum, komplizierte mathematische Aufgaben zu lösen, um neue Blöcke zu erstellen und Belohnungen in Form von Bitcoins zu erhalten. Die hohe Konkurrenz, steigende Komplexität der Berechnungen und der enorme Stromverbrauch machen das Mining für Einzelpersonen unprofitabel. Nur spezialisierte Hardware und die Teilnahme an Mining Pools bieten eine realistische Chance, erfolgreich zu sein. In Ländern mit hohen Stromkosten kann das Mining sogar zu Verlusten führen.

Mehr zum Thema Mining

Beim „Mining” (zu deutsch: Schürfen) setzt man die eigene Computer-Hardware und -Software ein, um neue Blöcke der Bitcoin-Blockchain zu berechnen. Damit gelangen auch grundsätzlich neue Bitcoins in Umlauf. Denn: Insgesamt gibt es zwar 21 Millionen Bitcoins, aber es sind noch lange nicht alle Bitcoins gemined (geschürft) worden. Bis alle Bitcoins geschürft sind, dauert es noch voraussichtlich bis 2140.

Wie verdienen Miner Geld/Bitcoins?

Für die Bestätigung der Transaktionen bzw. die Erzeugung eines neuen Blocks erhalten Miner Belohnungen in Form von Bitcoins in der eigenen Wallet gutgeschrieben. Es gibt dabei zwei verschiedene Belohnungsarten:

  • „Block Reward“: Für das erfolgreiche Erstellen eines Blocks erhalten die Miner Bitcoins. Die Höhe dieser Belohnung wird ca. alle 4 Jahre halbiert. Aktuell (2024) beträgt die Belohnung 3,125 BTC.
  • Gebühren der Transaktionen: Jede*r, der*die eine Bitcoin-Transaktion tätigen möchte, muss auch eine kleine Gebühr zahlen, welche dann der Miner, der die Transaktion bestätigt hat, erhält.
    Man tauscht beim Mining also die eigene Rechenkraft samt Stromkosten gegen Bitcoins ein.

Um neue Bitcoins zu schürfen, müssen Miner komplexe mathematische Aufgaben lösen, wobei nur der schnellste Miner eine Belohnung erhält. Mit steigender Anzahl geschürfter Blöcke werden die Aufgaben immer schwieriger, und die Konkurrenz durch spezialisierte Mining-Farmen wächst.

Aufgrund des hohen Energieverbrauchs und der benötigten teuren Spezialhardware ist das Mining für Einzelpersonen oft nicht mehr rentabel. Daher schließen sich viele Miner zu „Mining Pools“ zusammen, um gemeinsam die Rechenleistung und die Belohnungen zu teilen.

Als Einzelperson Bitcoins zu minen ist also nicht mehr sinnvoll und selbst Mining Pools können in Österreich und Deutschland aufgrund der hohen Stromkosten in der Regel sogar Verluste machen. Es gibt jedoch einige andere Kryptowährungen, bei denen es sich eventuell sogar noch lohnt, von zu Hause aus zu minen.

Quelle: Die Infos für diesen Artikel stammen von Jugendportal.at aus der Kampagne Finanzwissen 2021

Anerkennung Studientitel

Wenn man im Ausland einen Studientitel erworben hat, wird dieser in Italien nicht automatisch anerkannt. Nicht immer ist eine Anerkennung nötig aber falls doch, kann das manchmal ganz schön schwierig sein.

Wofür braucht es eine Anerkennung?

In den vielen Fällen kann der akademische Titel, der im Ausland erworben wurde, in Italien verwendet werden, z.B. wenn man in der Privatwirtschaft tätig ist.

In einigen Fällen braucht es allerdings eine Anerkennung:

  • 🧑‍💼 Für eine Arbeitsstelle im öffentlichen Dienst z.B. Landesverwaltung, Staat, Schulen…

  • 📑 Für die Eintragung in die Ranglisten der öffentlichen Verwaltung

  • 📖 Für Staatsprüfungen und m die Eintragung in ein Berufsalbum zu ermöglichen z.B. Architekt*in, Rechtsanwalt*in, Psycholog*in …

  • 🎓 Um den akademischen Titel führen zu können und damit z.B. Studienjahre zurückkaufen zu können oder an einer italienischen Uni weiterstudieren zu können

Anerkennung, Gleichstellung und Rechtswerterklärung

In Italien gibt es keine automatische Anerkennung von ausländischen Studientiteln.

Es gibt drei Hauptarten der Anerkennung:

  • 🎓 Die akademische Anerkennung führt zu einem rechtsgültigen Studientitel in Italien. Hier gibt es zwei Verfahren: den Notenwechsel, ein vereinfachtes Verfahren zur Anerkennung von österreichischen und italienischen Studientiteln, und die Einzelnostrifizierung, eine allgemeine Anerkennung für andere ausländische Studientitel, die oft langwierig und teuer ist.

  • ⚖️ Die Gleichstellung für spezifische Zwecke wird genutzt, wenn die Einzelnostrifizierung zu aufwendig ist. Dabei wird der ausländische Studientitel nur für einen bestimmten Zweck, wie die Teilnahme an öffentlichen Wettbewerben, die Einschreibung in Ranglisten oder den Rückkauf der Studienjahre für die Rente, anerkannt. Für jeden Zweck muss eine neue Gleichstellung beantragt werden.

  • 🧑‍⚖️ Die Rechtswerterklärung bescheinigt den Wert eines im Ausland erworbenen Studientitels. Sie entspricht nicht einer Gleichstellung, ist aber für die Einreichung eines Antrags auf Gleichstellung in Italien erforderlich. Mit der Rechtswerterklärung ist man zur Aufnahme eines Hochschulstudiums oder weiterführendem Studiums in Italien berechtigen. Sie gilt auch für den Rückkauf der Studienjahre

Anerkennung erster österreichischer Fachhochschultitel ab 1. Mai

Ab dem 1. Mai 2026 werden bestimmte Fachhochschulabschlüsse aus Österreich auch in Italien anerkannt.

Betroffene Studienbereiche:

  • Wirtschaftswissenschaften

  • Soziale Arbeit

  • Ingenieurwesen

  • Biomedizin

  • Lebensmittel- und Biotechnologie

Zusätzlich wurden weitere Studien anerkannt:

  • Internationale Wirtschaftswissenschaften

  • Kunstgeschichte

Master:

  • Angewandte Betriebswirtschaft

  • Biomedizin und Biotechnologie

  • Data Science

  • Religionswissenschaft

  • Weinbau, Önologie und Biotechnologie

Die Anerkennung erfolgt über die Freie Universität Bozen. Für Studierende bedeutet das, dass sie ihren Abschluss künftig leichter in Italien für Arbeit oder ein weiteres Studium nutzen können.

An wen man sich wenden kann!

STUDIENINFORMATION SÜDTIROL

Die Studieninformation gibt Auskunft und unterstützt bei Fragen rund um die Studientitelanerkennung.

Zusätzlich findest du hier einige Fragen und die passenden Antworten.

Webseiteberufsberatung-studieninfo.provinz.bz.it
AdresseAndreas-Hofer-Straße 18, Bozen
Telefonnummer0471 413307

SÜDTIROLER HOCHSCHÜLERINNENSCHAFT SH.ASUS

Die Südtiroler Studierendenvertretung gibt Informationen rund um die Anerkennung von Studien- und Berufstiteln.

Wichtige Infos findest du hier

Webseitewww.asus.sh
E-Mailbz@asus.sh
Telefonnummer0471 974614
WhatsApp+39 366 3413979
AdresseKapuzinergasse 2A, Bozen

Isabels Erfahrung als Freiwillige im Ausland | Europäischer Solidaritätskorps

Du hast die Matura in der Tasche, weißt aber noch nicht so ganz, was du jetzt als Nächstes machen sollst?

Das Europäische Solidaritätskorps ist eine großartige Chance für junge Menschen, sich freiwillig für ein soziales und vielfältiges Europa zu engagieren. Das geht z.B. mit Freiwilligentätigkeiten oder eigenen lokalen Solidaritätsprojekten.

Durch ihren solidarischen Einsatz entsteht gesellschaftlicher Zusammenhalt in ganz Europa!

Isabels Erfahrungen im Ausland

Isabel Planer, 22 Jahre jung (Stand: September 2024) kommt aus Völs und hat in diesem Jahr zahlreiche Erfahrungen im Ausland gesammelt.

Isabel hat bei den Projekten des Europäischen Solidaritätskorps mitgemacht und wir haben mit ihr im Youth Talk darüber gesprochen.

„Wie bist du auf die Idee gekommen bei diesem Projekten mitzumachen?“

I: „Ich habe 2022 mit meiner Cousine geredet und sie hat einen langen Freiwilligen-Aufenthalt in Lettland gemacht und dann habe ich herausgefunden, dass es einen Europäischen Solidaritätskorps gibt. Ich habe mir dann ganz viele Projekte angeschaut und mich bei vielen Projekte beworben und dann bin ich 2023 nach Portugal für einen Monat und heuer bin ich nach Griechenland für fast zwei Monate.“

Spendensammeln im portugiesischen Supermarkt

„War die Bewerbung schwierig?“

I: „Nein, nicht so schwierig, man muss sich einfach ein Konto machen beim Europäischen Solidaritätskorps und dann habe ich die App heruntergeladen. Dort gibt es ganz viele Möglichkeiten. Man kann auch im Filter einstellen, von wann bis wann man Zeit hat und dann kann man sich einfach bewerben mit einem kurzen Motivationsschreiben.“

„Wie war deine Zeit in Portugal? Was hast du dort gemacht?“

I: „Es war super! Zuerst habe ich voll Angst gehabt, weil ich bin angekommen und ich hab nur gewusst, wo ich sein muss, ich hatte total wenige Informationen, Und danach bin ich mit acht anderen Europäerinnen zusammengekommen und habe logisch noch keinen gekannt. Ich habe nicht gewusst, was ich da jetzt machen soll.

Nach dem ersten Tag erklärten sie uns, was wir so machen und wir haben ganz viel verschiedenes gemacht. Wir wohnten in so einer Quinta, das ist so ein langgezogener Bauernhof mit Obstgärten und Bäumen und wir haben Feigen, Tomaten und Salat geerntet, Unkraut gejätet und Salat gepflanzt.


„Und ja, es war eine super Erfahrung.“


Wir waren auch ein paar Tage im Kindergarten und in einer Essensverteilung, die Organisation war sehr bemüht uns auch die portugiesische Kultur irgendwie näher zu bringen. Wir haben ein bisschen portugiesisch gelernt, wir waren in verschiedenen Museen, wir haben gelernt, wie man portugiesisches Brot backt und wir haben ganz viele portugiesische Strände gesehen, und ja, es war eine super Erfahrung.

Dann bin ich heimgekommen und das war wirklich glaube ich der schönste Monat von meinem Leben. Echt cool.“

„Hattes du sprachliche Probleme im Ausland? Wie ging es dir damit?“

I: „Nein das war nicht schwierig für mich. Ich war davor das erste Halbjahr in Belgien und habe die ganze zeit schon Englisch geredet und mit den Franzosen hab ich Französisch geredet und da waren zwei deutschsprachige. Also mit Englisch kommt man immer klar“


„Aber dann gibt es immer einen Punkt in meinen Reisen, wo es dann voll gut wird“


„Und wie war deine Zeit in Griechenland?“

I: „Am Anfang war es hart, aber auch in Portugal war es am Anfang nicht so einfach, die ersten paar Tage waren schwierig. Man muss die Gruppe kennenlernen, die ganze Umgebung ist neu, man ist die ganze Zeit mit Leuten. Ich glaube in Portugal war ich das erste mal in meinem Leben für einen Monat die ganze Zeit mit Menschen. Wir haben auch zu 10 in einem Zimmer geschlafen und jetzt in Griechenland waren es fast zwei Monate, wo ich wirklich Tag und Nacht ständig von Leuten umgeben war und in keiner Sekunde allein war und man muss sich einfach daran gewöhnen.

Aber danach gibt es immer einen Punkt in meinen Reisen, nach meiner Erfahrung, wo es dann voll gut wird. Das ist dann so meistens nach einer Woche, wo wir uns ein bisschen eingewöhnt haben, wo ich es dann voll genießen kann.“

Freiwillige in Hopeland

„Was hast du in Griechenland so gemacht mit der Organisation?“

I: „Wir haben eine moderne Odyssee für siebeneinhalb Wochen durch Griechenland gemacht. Jeden Sonntag haben wir Ort gewechselt. Das Hauptthema waren Permakulturen und sozioökologische Gemeinschaften.

Wir haben ganz viel Verschiedenes getan. Wir haben viele natürliche Bauten gebaut. Das erste war, dass wir Malta aus einer Mauer gekratzt haben und dann haben wir neue Malta eingefüllt. Zusätzlich haben wir ein Lehmhaus gebaut. Und dann haben wir noch eine Komposttoilette gebaut von null auf. Und wir haben ganz viel gegraben mit den Schaufeln unter der griechischen Sonne, total heiß, 50 Grad.

Entstehung eines Wanderwegs

In der Gegend haben sie immer wieder mit Wasserproblemen zu kämpfen. Wir haben teilweise am Nachmittag kein Wasser gehabt und dann mussten wir da graben und graben. War schon ein bisschen anstrengend, aber es war halt total spaßig und wir haben ganz viel gelernt. Z.B. da waren halt so Flächen, die nicht total grob waren. Und wenn da ein Baum war, dann haben wir so einen Ring gebaut, weil in Griechenland, wenn es regnet, regnet es ganz stark und dann wird das Wasser von dem Graben aufgefangen. Und danach haben wir das nur gefüllt mit getrockneten Pferdemist und getrockneten Olivenblättern und Stroh, das ist ein natürliches Bewässerungssystem.

Ich glaube, während dem Projekt ist mir gar nicht bewusst gewesen, wie viel ich da eigentlich über Permakultur lerne, weil es irgendwie total tröpfchenweise gekommen ist. Aber jetzt habe ich schon das Gefühl, dass ich viel mehr weiß und jetzt bin ich viel achtsamer im Umgang mit verschiedensten Materialien.“

„Wie haben dich diese Erfahrungen verändert?“

I: „Ja, als ich zurückgekommen bin, war ich ganz geschockt, wie wir eigentlich leben, so sauber und luxuriös.Wir haben manchmal keine Waschmaschine gehabt und haben mit Hand gewaschen und haben oft in Zelten geschlafen. In unserer Freizeit haben wir manchmal auf dem Strand geschlafen in einem Schlafsack.

Schlafen am Strand

Doch das war alles nicht schlimm für mich. Die Leute haben auch die Erfahrung ausgemacht am Ende, die Gruppe und was wir für eine tolle Gruppendynamik entwickelt haben mit der Zeit. Ja, das Leben war ganz einfach.

Das Essen war einfach, wenn wir gekocht haben, haben wir halt so für dreißig Leute auf einmal gekocht und man hat gelernt, aufeinander aufzupassen als Gruppe.

Auf der Sonntagsreise zu einer neuen Ökokommune

„Man merkt, was man alles eigentlich nicht braucht.“


Ich glaube vor allem von den Menschen, die ich getroffen habe im Ausland, habe ich sehr viel gelernt und auch die Projekte selber haben mich sehr verändert. Ich habe über Themen nachgedacht, über die ich wahrscheinlich gar nicht nachgedacht hätte, wenn ich da geblieben wäre.

Man kommt halt mit ganz anderen Realitäten in Kontakt und sieht, wie andere Leute leben und dann trifft man Leute, die einen ganzen Monat, oder ganze Jahre auf dem Strand leben und im Grunde ganz einfach leben. Dann ist man halt auch viel dankbarer für das daheim was man hat und für die Sauberkeit daheim und für den Platz und dass man einfach so wenig Sorgen hat im Grunde.“

Vor der Akropolis

„Was hat dich dieses Projekt gekostet?“

I: „Es ist gratis. Man muss nur seine Zeit, seinen Willen und seine Energie investieren.

Man bekommt die Kostenrückerstattung für die Reise, das wird kalkuliert mit der Entfernung von Heimatort. Ich habe so um €275 zurückbekommen. Meistens hat es gereicht, also wenn man früh genug bucht reicht es sowieso.

Dazu kriegt man ein Essengeld von €5 am Tag. Aber das macht jede Organisation verschieden. Das war bei mir jetzt so. In Portugal hab ich fürs Wochenende das Geld bekommen und unter der Woche haben sie für uns gekocht.

In Griechenland haben sie uns die Sachen eingekauft und wir haben miteinander gekocht. Dann kriegt man noch €6 Taschengeld pro Tag.“

Abschiedstag

Mehr Informationen

Mehr Informationen über die Freiwilligentätigkeit beim Europäischen Solidaritätskorps bekommst du beim Amt für Jugendarbeit.

Isabels Erfahrung als Freiwillige im Ausland | Europäischer Solidaritätskorps

Du hast die Matura in der Tasche, weißt aber noch nicht so ganz, was du jetzt als Nächstes machen sollst?

Das Europäische Solidaritätskorps ist eine großartige Chance für junge Menschen, sich freiwillig für ein soziales und vielfältiges Europa zu engagieren. Das geht z.B. mit Freiwilligentätigkeiten oder eigenen lokalen Solidaritätsprojekten.

Durch ihren solidarischen Einsatz entsteht gesellschaftlicher Zusammenhalt in ganz Europa!

Isabels Erfahrungen im Ausland

Isabel Planer, 22 Jahre jung (Stand: September 2024) kommt aus Völs und hat in diesem Jahr zahlreiche Erfahrungen im Ausland gesammelt.

Isabel hat bei den Projekten des Europäischen Solidaritätskorps mitgemacht und wir haben mit ihr im Youth Talk darüber gesprochen.

„Wie bist du auf die Idee gekommen bei diesem Projekten mitzumachen?“

I: „Ich habe 2022 mit meiner Cousine geredet und sie hat einen langen Freiwilligen-Aufenthalt in Lettland gemacht und dann habe ich herausgefunden, dass es einen Europäischen Solidaritätskorps gibt. Ich habe mir dann ganz viele Projekte angeschaut und mich bei vielen Projekte beworben und dann bin ich 2023 nach Portugal für einen Monat und heuer bin ich nach Griechenland für fast zwei Monate.“

Spendensammeln im portugiesischen Supermarkt

„War die Bewerbung schwierig?“

I: „Nein, nicht so schwierig, man muss sich einfach ein Konto machen beim Europäischen Solidaritätskorps und dann habe ich die App heruntergeladen. Dort gibt es ganz viele Möglichkeiten. Man kann auch im Filter einstellen, von wann bis wann man Zeit hat und dann kann man sich einfach bewerben mit einem kurzen Motivationsschreiben.“

„Wie war deine Zeit in Portugal? Was hast du dort gemacht?“

I: „Es war super! Zuerst habe ich voll Angst gehabt, weil ich bin angekommen und ich hab nur gewusst, wo ich sein muss, ich hatte total wenige Informationen, Und danach bin ich mit acht anderen Europäerinnen zusammengekommen und habe logisch noch keinen gekannt. Ich habe nicht gewusst, was ich da jetzt machen soll.

Nach dem ersten Tag erklärten sie uns, was wir so machen und wir haben ganz viel verschiedenes gemacht. Wir wohnten in so einer Quinta, das ist so ein langgezogener Bauernhof mit Obstgärten und Bäumen und wir haben Feigen, Tomaten und Salat geerntet, Unkraut gejätet und Salat gepflanzt.


„Und ja, es war eine super Erfahrung.“


Wir waren auch ein paar Tage im Kindergarten und in einer Essensverteilung, die Organisation war sehr bemüht uns auch die portugiesische Kultur irgendwie näher zu bringen. Wir haben ein bisschen portugiesisch gelernt, wir waren in verschiedenen Museen, wir haben gelernt, wie man portugiesisches Brot backt und wir haben ganz viele portugiesische Strände gesehen, und ja, es war eine super Erfahrung.

Dann bin ich heimgekommen und das war wirklich glaube ich der schönste Monat von meinem Leben. Echt cool.“

„Hattes du sprachliche Probleme im Ausland? Wie ging es dir damit?“

I: „Nein das war nicht schwierig für mich. Ich war davor das erste Halbjahr in Belgien und habe die ganze zeit schon Englisch geredet und mit den Franzosen hab ich Französisch geredet und da waren zwei deutschsprachige. Also mit Englisch kommt man immer klar“


„Aber dann gibt es immer einen Punkt in meinen Reisen, wo es dann voll gut wird“


„Und wie war deine Zeit in Griechenland?“

I: „Am Anfang war es hart, aber auch in Portugal war es am Anfang nicht so einfach, die ersten paar Tage waren schwierig. Man muss die Gruppe kennenlernen, die ganze Umgebung ist neu, man ist die ganze Zeit mit Leuten. Ich glaube in Portugal war ich das erste mal in meinem Leben für einen Monat die ganze Zeit mit Menschen. Wir haben auch zu 10 in einem Zimmer geschlafen und jetzt in Griechenland waren es fast zwei Monate, wo ich wirklich Tag und Nacht ständig von Leuten umgeben war und in keiner Sekunde allein war und man muss sich einfach daran gewöhnen.

Aber danach gibt es immer einen Punkt in meinen Reisen, nach meiner Erfahrung, wo es dann voll gut wird. Das ist dann so meistens nach einer Woche, wo wir uns ein bisschen eingewöhnt haben, wo ich es dann voll genießen kann.“

Freiwillige in Hopeland

„Was hast du in Griechenland so gemacht mit der Organisation?“

I: „Wir haben eine moderne Odyssee für siebeneinhalb Wochen durch Griechenland gemacht. Jeden Sonntag haben wir Ort gewechselt. Das Hauptthema waren Permakulturen und sozioökologische Gemeinschaften.

Wir haben ganz viel Verschiedenes getan. Wir haben viele natürliche Bauten gebaut. Das erste war, dass wir Malta aus einer Mauer gekratzt haben und dann haben wir neue Malta eingefüllt. Zusätzlich haben wir ein Lehmhaus gebaut. Und dann haben wir noch eine Komposttoilette gebaut von null auf. Und wir haben ganz viel gegraben mit den Schaufeln unter der griechischen Sonne, total heiß, 50 Grad.

Entstehung eines Wanderwegs

In der Gegend haben sie immer wieder mit Wasserproblemen zu kämpfen. Wir haben teilweise am Nachmittag kein Wasser gehabt und dann mussten wir da graben und graben. War schon ein bisschen anstrengend, aber es war halt total spaßig und wir haben ganz viel gelernt. Z.B. da waren halt so Flächen, die nicht total grob waren. Und wenn da ein Baum war, dann haben wir so einen Ring gebaut, weil in Griechenland, wenn es regnet, regnet es ganz stark und dann wird das Wasser von dem Graben aufgefangen. Und danach haben wir das nur gefüllt mit getrockneten Pferdemist und getrockneten Olivenblättern und Stroh, das ist ein natürliches Bewässerungssystem.

Ich glaube, während dem Projekt ist mir gar nicht bewusst gewesen, wie viel ich da eigentlich über Permakultur lerne, weil es irgendwie total tröpfchenweise gekommen ist. Aber jetzt habe ich schon das Gefühl, dass ich viel mehr weiß und jetzt bin ich viel achtsamer im Umgang mit verschiedensten Materialien.“

„Wie haben dich diese Erfahrungen verändert?“

I: „Ja, als ich zurückgekommen bin, war ich ganz geschockt, wie wir eigentlich leben, so sauber und luxuriös.Wir haben manchmal keine Waschmaschine gehabt und haben mit Hand gewaschen und haben oft in Zelten geschlafen. In unserer Freizeit haben wir manchmal auf dem Strand geschlafen in einem Schlafsack.

Schlafen am Strand

Doch das war alles nicht schlimm für mich. Die Leute haben auch die Erfahrung ausgemacht am Ende, die Gruppe und was wir für eine tolle Gruppendynamik entwickelt haben mit der Zeit. Ja, das Leben war ganz einfach.

Das Essen war einfach, wenn wir gekocht haben, haben wir halt so für dreißig Leute auf einmal gekocht und man hat gelernt, aufeinander aufzupassen als Gruppe.

Auf der Sonntagsreise zu einer neuen Ökokommune

„Man merkt, was man alles eigentlich nicht braucht.“


Ich glaube vor allem von den Menschen, die ich getroffen habe im Ausland, habe ich sehr viel gelernt und auch die Projekte selber haben mich sehr verändert. Ich habe über Themen nachgedacht, über die ich wahrscheinlich gar nicht nachgedacht hätte, wenn ich da geblieben wäre.

Man kommt halt mit ganz anderen Realitäten in Kontakt und sieht, wie andere Leute leben und dann trifft man Leute, die einen ganzen Monat, oder ganze Jahre auf dem Strand leben und im Grunde ganz einfach leben. Dann ist man halt auch viel dankbarer für das daheim was man hat und für die Sauberkeit daheim und für den Platz und dass man einfach so wenig Sorgen hat im Grunde.“

Vor der Akropolis

„Was hat dich dieses Projekt gekostet?“

I: „Es ist gratis. Man muss nur seine Zeit, seinen Willen und seine Energie investieren.

Man bekommt die Kostenrückerstattung für die Reise, das wird kalkuliert mit der Entfernung von Heimatort. Ich habe so um €275 zurückbekommen. Meistens hat es gereicht, also wenn man früh genug bucht reicht es sowieso.

Dazu kriegt man ein Essengeld von €5 am Tag. Aber das macht jede Organisation verschieden. Das war bei mir jetzt so. In Portugal hab ich fürs Wochenende das Geld bekommen und unter der Woche haben sie für uns gekocht.

In Griechenland haben sie uns die Sachen eingekauft und wir haben miteinander gekocht. Dann kriegt man noch €6 Taschengeld pro Tag.“

Abschiedstag

Mehr Informationen

Mehr Informationen über die Freiwilligentätigkeit beim Europäischen Solidaritätskorps bekommst du beim Amt für Jugendarbeit.

Dokumentarfilmschule ZeLIG

Die ZeLIG – Schule für Dokumentarfilm, Fernsehen und Neue Medien in Bozen ist eine der wenigen Filmhochschulen in Europa, die sich speziell auf den Bereich Dokumentarfilm spezialisiert hat.

Wenn du dich für das Filmemachen interessierst und insbesondere im Dokumentarfilm kreativ werden möchtest, könnte diese Schule genau das Richtige für dich sein.

Was kann man studieren?

An der ZeLIG kannst du einen dreijährigen Studiengang in Dokumentarfilm absolvieren. Der Studiengang ist sehr praxisorientiert und deckt alle wichtigen Bereiche der Dokumentarfilmproduktion ab:

  • 🎬 Regie/Projektentwicklung

  • 🎥 Kamera/Licht

  • ✂️ Schnitt/Postproduktion

Wie ist das Triennium aufgebaut?

  • ℹ️ Das Triennium beginnt mit einem allgemeinen ersten Jahr, in dem alle Studierenden theoretische und praktische Seminare in verschiedenen Disziplinen wie Filmgeschichte, Fotografie, Ton, Schnitt und Schreiben besuchen. Am Ende des Jahres erfolgt eine Prüfung zur Bestimmung der drei Fachrichtungen.

  • 📚 Im zweiten Jahr gibt es spezifische Seminare für jede Fachrichtung sowie gemeinsame Seminare. Die Studierenden produzieren mindestens zwei Kurzfilme in Gruppen und beginnen mit der Recherche und Entwicklung ihrer Diplomfilme.

  • 🎬 Das dritte Jahr ist vollständig der Produktion der Diplomfilme gewidmet, von der Entwicklung über Drehbuch und Produktion bis zur Postproduktion. Das Studium endet mit einer Abschlussprüfung und der Erstellung eines Vertriebsplans für den jeweiligen Film.

Der Unterricht ist zeitintensiv: Er findet normalerweise von 9:30 Uhr bis 17:30 Uhr statt, aber es gibt auch Abendveranstaltungen wie Filmvorführungen und Drehs. Unterricht am Wochenende, Nachtdrehs und Dreharbeiten im Ausland sind ebenfalls möglich. Die gesamte Infrastruktur der Schule steht auch abends und am Wochenende für individuelle Übungen zur Verfügung.

Es gibt eine Anwesenheitspflicht und unterrichtet wird in Deutsch, Italienisch oder Englisch.

Bewerbung und Aufnahmeverfahren

Eine Bewerbung ist alle 3 Jahre möglich, wobei 30 Studierende zugelassen werden. Der Bewerbungsprozess an der ZeLIG ist anspruchsvoll, da die Plätze sehr begehrt sind.

Das Zulassungsverfahren für den dreijährigen Studiengang 2025-2028 läuft in zwei Phasen ab:

Erste Phase (online):

  • 📑 In dieser Phase musst du Materialien und Unterlagen online einreichen.

  • 🚨 Die Frist für die erste Prüfung endet am 23. Januar 2025.

  • 🟰 Die Ergebnisse dieser Phase werden bis zum 3. März 2025 bekanntgegeben.

Zweite Phase (in Bozen):

  • 💬 50 ausgewählte Kandidat*innen werden vom 12. bis 17. Mai 2025 nach Bozen eingeladen, um an der zweiten Phase der Aufnahmeprüfung teilzunehmen.

  • ✅ Am 17. Mai 2025 wird die Liste der zugelassenen Studierenden für den Studienzyklus 2025-2028 veröffentlicht.

Unter diesem Link kannst du den Bewerbungsantrag ausfüllen!

Studiengebühren und -beihilfen

Die Studiengebühr pro Jahr beträgt 1.300 €.

Die Autonome Provinz Bozen vergibt Studienbeihilfen für Studierende im In- und Ausland an Universitäten, Fachhochschulen oder ähnlichen Einrichtungen über öffentliche Wettbewerbe.

Informationen zu Voraussetzungen, Fristen und Antragstellung findest du hier.

Urlaub & Freistellungen | Video

Simply Complicated

In diesem Video erklärt dir Lydia Salamon, Bereichsleiterin BLE – Lohnbuchhaltung und Arbeitsrecht, von derhds Service-genossenschaft alles rund ums Thema „Urlaub und Freistellungen“ etwas genauer.

HDS – Servicegenossenschaft

Die hds Servicegenossenschaft bietet Beratung für alle betrieblichen Erfordernisse und trägt aktiv zur Unterstützung des wirtschaftlichen Erfolges der Südtiroler Unternehmen bei. Zugeschnittene Serviceleistungen und professionelle Beratung gibt es in den verschiedensten Bereichen. 

„Wir machen Südtiroler Unternehmer erfolgreicher durch aktive Beratung.“

Mit dieser Vision vor Augen stellen wir unsere Kunden in den Mittelpunkt unserer Leistungen und suchen stets nach ihrem Mehrwert. 

Wir sind ein Beratungsunternehmen und der Dienstleistungsanbieter des Wirtschaftsverbandes hds, der dem gesamtstaatlichen Dachverband Confcommercio, dem größten Arbeitgeberverband in Italien angehört.

Deshalb sind wir spezialisiert auf die Sektoren Handel, Dienstleister und Gastronomie und kennen im Detail die lokale Landschaft der Unternehmen und deren Herausforderungen. Somit erhalten wir Informationen aus erster Hand von den Entscheidungsträgern und sitzen bei den Verhandlungen mit am Tisch. 

Unser Kundenportfolio reicht von den Klein- und Familienbetrieben, die unsere Orts- und Stadtkerne beleben bis hin zu namhaften Großunternehmen. Vom Einzelunternehmer bis zur Kapitalgesellschaft beraten wir unsere Kunden branchenübergreifend und aktiv im Team, und suchen nach Gesamtlösungen für nachhaltig wirtschaftliche Perspektiven.

Kontakt

hds Servicegenossenschaft

Sitz Bozen0471 310311
Büro Schlanders0473 730397
Büro Meran0473 272511
Büro Brixen0472 271411
Büro Sterzing0472 766070
Büro Bruneck0474 555452

Mehr Informationen bekommst du auch auf der Webseite.

K.O. Tropfen

Was sind K.O. Tropfen?

K.O. Tropfen sind flüssige Substanzen, die keinen Geschmack oder Geruch haben. 👃🏻

Schon kleine Mengen können Menschen benommen machen, das Gedächtnis ausknipsen oder jemanden bewusstlos machen. K.O. Tropfen wirken dabei schnell und man merkt oft erst was passiert ist, wenn es schon zu spät ist.

Hier findet ihr das Video über K.O. Tropfen

Wie kann man sich schützen?

1. Passt auf eure Drinks auf! 🍸

  • Lasst eure Getränke nicht unbeaufsichtigt. Wenn ihr tanzen geht oder zur Toilette müsst, nehmt euer Glas mit oder lasst jemanden darauf aufpassen, dem ihr vertraut.

2. Deckt eure Gläser ab! 🥤

  • Benutzt Bierdeckel oder spezielle Abdeckungen, um eure Gläser zu schützen. Legt den Deckel auf das Glas, nicht darunter.

3. Nehmt keine Drinks von Fremden an! 🙅‍♂️

  • Lehnt Getränke ab, die euch von Fremden angeboten werden. Seid auch vorsichtig bei Drinks, die plötzlich jemand für euch bestellt hat.

4. Seid vorsichtig bei offenen Getränken! 🥫

  • Bestellt alle Getränke in Flaschen oder Dosen, diese sind schwerer manipulierbar. Öffnet die Getränke selbst, oder seht zu wie sie geöffnet werden.

5. Achtet auf eure Freunde! 👯‍♂️

  • Schaut nach euren Freunden und helft ihnen, ihre Getränke im Blick zu behalten. Sprecht euch ab und gebt aufeinander acht.

6. Trage einen Notfallkontakt bei dir! 🆘

  • Habe immer die Nummer eines Notfallkontaktes bei dir: Falls etwas passiert, kann der Notfallkontakt schnell informiert werden.

Anzeichen von K.O. Tropfen

  • Plötzliche starke Müdigkeit oder Schläfrigkeit 💤

  • Schwindel oder Verwirrtheit 😵‍💫

  • Gedächtnislücken oder Blackouts 🧠

  • Übelkeit oder Erbrechen 🤮

  • Ungewöhnliche langsame Atmung oder Herzschlag 😮‍💨

  • Verlust der Muskelkontrolle 💪🏾

  • Erschwertes Sprechen 💭

Was tun, wenn man unter K.O. Tropfen steht?

Wenn du den Verdacht hast, dass du K.O. Tropfen zu dir genommen hast, ist schnelles Handeln entscheidend.

1. Bleibe ruhig, aber handle schnell! 💨

  • Vertraue deinem Gefühl: Wenn du dich plötzlich sehr benommen, verwirrt oder schwach fühlst, könnte es an K.O. Tropfen liegen.

2. Suche sofort Hilfe! 🛟

  • Informiere jemanden, und gib der Person Bescheid, dass du dich unwohl fühlst und Hilfe brauchst. Wende dich an das Sicherheitspersonal oder die Mitarbeitenden der Bar.

3. Begib dich an einen sicheren Ort! 🔐

  • Verlasse möglichst schnell die Umgebung, in der du dich unsicher fühlst, und gehe an einen Ort, an dem du dich sicher fühlst.

4. Rufe medizinische Hilfe! ⛑️

  • Ruf den Notruf (112) an und schildere deine Symptome, sowie deinen Verdacht.

5. Nicht alleine bleiben! 👭

  • Bleib bei vertrauten Personen, solange bis professionelle Hilfe eintrifft.

6. Schütze dich in Zukunft! 👷🏽

  • Melde den Vorfall bei der Polizei, um dich und andere zu schützen. Lerne aus deiner Erfahrung und informiere dich, um dich in Zukunft besser zu schützen.

Triffst du selbst auf eine bewusstlose Person – verständige den Notruf 112 und leiste Erste Hilfe. 🆘

Präventionskampagne „Hüte dein Glas, dann hast du mehr Spaß!“

Der Jugendtreff Mårtin, das Jugendbüro Passeier und das Team des Streetwork Burggrafenamt haben gemeinsam eine Präventionskampagne gegen K.O. Tropfen für ihren Bezirk gestartet.

Alle feiernden Menschen werden eingeladen besser auf ihre Getränke zu achten, um somit für ein sichereres Miteinander zu sorgen. Dazu werden themenspezifische, markante und auffallende Bierdeckel in allen Gastlokalen und Pubs anzutreffen sein und sollen dazu anregen, die Deckel nicht unter, sondern auf das Glas zu legen – und nicht zuletzt, einfach über das Thema zu sprechen. 🗣️

Arbeitslosigkeit

Arbeitslosigkeit bedeutet für viele Betroffene nicht nur den Verlust des Einkommens, sondern auch psychische und sozialen Herausforderungen.

Hier ein paar Tipps rund um Arbeitslosigkeit, Arbeitslosengeld und Jobsuche!

Plötzlich arbeitslos – Was machen?

Du wurdest unfreiwillig arbeitslos? Das kann ein Schock und belastend sein! Aber: Arbeitslosigkeit ist oft nur eine vorübergehende Phase!

Hier ein paar Tipps wie du gut mit der Situation umgehen kannst:

  • 🧘 Ruhe bewahren: Arbeitslosigkeit kann emotional belastend sein, aber auch eine Gelegenheit, sich neu zu orientieren. Versuche positiv und lösungsorientiert zu bleiben und nicht den Kopf in den Sand zu stecken.

  • 💸 Finanzen im Blick behalten: Überprüfe deine finanziellen Mittel und erstelle einen Budgetplan. Reduziere unnötige Ausgaben und priorisiere lebenswichtige Ausgaben, damit du deine Finanzen im Griff behältst.

  • 💶 Arbeitslosengeld und Unterstützung beantragen: Informiere dich über die verfügbaren staatlichen Unterstützungen, wie Arbeitslosengeld und andere Sozialleistungen (mehr dazu im nächsten Abschnitt)

  • 🔎 Jobsuche: Erstelle oder aktualisiere deinen Lebenslauf und dein Bewerbungsschreiben. Nutze Online-Jobbörsen, soziale Netzwerke wie LinkedIn und persönliche Kontakte, um nach Stellenangeboten zu suchen.
  • 📝 Tagesstruktur beibehalten: Strukturiere und organisiere deinen Tag, um produktiv zu bleiben. Setze dir tägliche Ziele, wie das Bewerben auf eine bestimmte Anzahl von Stellen, einen Kurs machen…

  • 📚 Bilde dich weiter: Nutze die Zeit, um neue Fähigkeiten zu erlernen oder bestehende zu verbessern. Online-Kurse, Workshops und Weiterbildungen können dir helfen, deine Qualifikationen zu erweitern. Die Arbeitsvermittlungszentren informieren dich über WeiterbildungBerufsbildung oder Sprachkurse.

  • 🥰 Achte auf dich: Achte auf deine körperliche und geistige Gesundheit. Regelmäßige Bewegung, gesunde Ernährung und ausreichender Schlaf sind wichtig. Nimm dir Zeit für Aktivitäten, die dir Freude bereiten und dich entspannen.

  • 👩‍⚕️ Professionelle Hilfe in Anspruch nehmen: Wenn die Arbeitssuche schwer fällt oder du dich überfordert fühlst, hole dir professionelle Unterstützung. Karriereberater*innen, Coaches oder Therapeut*innen können dich unterstützen.

Arbeitslosengeld

Arbeitslosengeld ist ein zentrales Instrument der sozialen Sicherheit, das Arbeitslose finanziell unterstützt und ihnen hilft, während der Suche nach einer neuen Beschäftigung über die Runden zu kommen.

Falls du unfreiwillig arbeitslos geworden bist, kannst du um Arbeitslosengeld ansuchen (über ein Patronat oder online über das Nationalfürsorgeinstitut INPS). Mit dem Ansuchen erklärst du außerdem für die unmittelbare Aufnahme einer Arbeitstätigkeit und für Maßnahmen zur aktiven Arbeitssuche zur Verfügung stehen.

Dabei gibt es zwei verschiedene Arten von Arbeitslosengeld:

Arbeitslosengeld NASPI
Bist du ein lohnabhängiger Arbeitnehmer, der gerade seinen Job verloren hat? Dann kannst du das Arbeitslosengeld NASPI beantragen. Dieses bekommst du monatlich für maximal 24 Monate und nur, wenn du entlassen wurdest – in Ausnahmefällen, auch wenn du gekündigt hast. Allgemeine Informationen und Bedingungen findest du in dieser Broschüre von der Abteilung der Provinz.

Arbeitslosengeld DIS-COLL
Bist du ein*e koordinierte*r Mitarbeiter*in, Doktorand*in oder Projektarbeiter*in, der/die seine Beschäftigung unfreiwillig verloren hat? Dann kannst du das Arbeitslosengeld DIS-COLL beantragen. Allgemeine Informationen findest du in dieser Broschüre von der Abteilung der Provinz.

Wie kann ich mich arbeitslos melden?
In diesem Video wird dir erklärt, wie du dich arbeitslos melden kannst.

Arbeitslosenstatus
Informationen zum Arbeitslosenstatus findest du hier.

In diesem Video bekommst du einen allgemeinen Überblick darüber, was du tun kannst, während du arbeitslos bist.

Finanzielle Unterstützung

Dir geht es finanziell gerade nicht so gut? Dann versteck dich nicht, lass dir helfen, denn es gibt Einrichtungen, die für dich da sind:

  • 👩‍💼 Die Finanzielle Sozialhilfe des Sozialsprengels unterstützt und berät Familien und Einzelpersonen bei finanziellen Schwierigkeiten.

  • 💸 Die Caritas Schuldenberatung berät dich kostenlos und vertraulich bei finanziellen Fragen, Geldsorgen oder Schulden.

  • 👨‍💼 Die Patronate informieren über soziale Vor- und Fürsorge, unterstützen bei Arbeitslosigkeit und erledigen steuerliche Angelegenheiten.

Jobsuche

Ein passendes Jobangebot zu finden ist manchmal gar nicht so einfach! Schau mal auf unserer Jobbörse nach, vielleicht findest du ja das passende für dich!

Wie du dich richtig bewirbst, kannst du hier herausfinden. Solltest du kein passendes Angebot in unserer Jobbörse, anderen Jobbörsen, Zeitungen und Co. finden, kannst du natürlich auch selbst Initiative ergreifen und dich bei Firmen deiner Wahl bewerben.

Außerdem gibt es verschiedenen Anlaufstellen in Südtirol, die dich bei der Jobsuche unterstützen z.B. die Arbeitsvermittlungszentren oder speziell für Jugendliche und junge Erwachsene das JugendCoachingGiovani.

ESF geförderte Ausbildungen

Kostenlose, vom ESF geförderte Ausbildungen speziell für junge Menschen, die als nicht beschäftigt eingestuft sind (d.h. auf der Suche nach der ersten Anstellung, arbeitslos und auf der Suche nach einer neuen Anstellung oder in einer Mobilitätsliste eingetragen, Schüler/Studenten oder inaktive Personen):

  • ESF1_a1_0037 Ausbildung zum Music Business Managers

  • ESF1_a1_0026 Fachperson für Nachhaltigkeit im Unternehmen und ESG

  • ESF1_a1_0082 Digital Marketing

  • ESF1_a1_0060 Weinbau und Verkostungstechnik

  • ESF1_a1_0032 Fachperson in CAD/CAM

 Antrag auf Einschreibung/Teilnahme an den ESF+ Maßnahmen 2021-2027 – FSE (civis.bz.it)

ANLAUFSTELLE: Arbeitsvermittlungszentrum

In Südtirol gibt es sechs Arbeitsvermittlungszentren, an die du dich bei Arbeitslosigkeit wenden kannst.

Sie erkennen den Arbeitslosenstatus an und unterstützen dich bei der Jobsuche!

Bozen0471 418620
avz-bozen@provinz.bz.it
Kanonikus-Michael-Gamper-Str. 1, Bozen
Meran
0473 252300
avz-meran@provinz.bz.itSandplatz 10, Meran
Brixen – Sterzing
0472 821260

avz-brixen@provinz.bz.it
Regensburger Allee 18, Brixen
Bruneck0474 582360
avz-bruneck@provinz.bz.it
Rathausplatz 10, Bruneck
Schlanders0473 736190
avz-schlanders@provinz.bz.it
Schlandersburg 6, Schlanders
Neumarkt0471 824100avz-neumarkt@provinz.bz.itFranz-Bonatti-Platz 2/3, Neumarkt

ANLAUFSTELLE: JugendCoachingGiovani

Die Jugendcoachs begleiten Jugendliche und junge Erwachsene (15-25 Jahren) dabei eine Arbeit, eine Lehrstelle oder einen für sie geeigneten Bildungsweg zu finden. Gemeinsam können aber auch alternative Wege eingeschlagen werden. 

Das Angebot ist kostenlos!

Telefonnummer und WhatsApp324 7781356
E-Mailcoaching@netz.bz.it
AdresseGoethestraße 42, 39100 Bozen
Webseitewww.netz.bz.it/jugendcoachinggiovani

Medikamentenmissbrauch und -abhängigkeit

Medikamente können helfen, uns besser zu fühlen, Krankheiten zu heilen oder Schmerzen zu lindern. Doch was passiert, wenn man sie falsch einnimmt?

In diesem Beitrag erfährst du, was Medikamentenmissbrauch bedeutet, wie schnell man davon abhängig werden kann und wie du dich schützen kannst.

Wir zeigen dir auch, was du tun kannst, wenn du dir Sorgen um einen Freund oder eine Freundin machst.

Die folgenden Informationen stammen 
von Frau Dr. Ferrandi und Herrn Dr.
Tomsu von HANDS – dem Therapiezentrum
für Alkohol-, Medikamenten- und
Spielsucht in Bozen.

Was ist Missbrauch und Abhängigkeit von Medikamenten?

Medikamentenmissbrauch liegt vor, wenn du ein Medikament anders verwendest, als es der Arzt oder die Ärztin verschrieben hat.

Das ist der Fall, wenn:

  • ⬆️ man eine höhere Dosis als die verschriebene einnimmt,

  • 🙋 man Medikamente nimmt, die jemandem anderen gehören,

  • 📄 man die Medikamente, für die es ein Rezept braucht, ohne Rezept besorgt,

  • 💆 man mit den Medikamenten absichtlich einen Effekt von Euphorie oder Betäubung/Entspannung erzielen möchte.

Das ist gefährlich und kann zu einer Abhängigkeit führen.

Ähnlich wie bei anderen Formen der Abhängigkeit, etwa Alkohol, Nikotin oder illegalen Drogen, gerät die betroffene Person in eine Lage, in der sie den Konsum von Medikamenten nicht mehr unter Kontrolle hat oder aufhören kann, obwohl sie weiß, dass es ihrer Gesundheit schadet.

Wer abhängig ist, verspürt einen starken Drang, die Substanz einzunehmen, um sich einigermaßen normal zu fühlen und Entzugserscheinungen zu vermeiden.

Welche Medikamente machen abhängig und was sind die Folgen?

Medikamentenmissbrauch bzw. -abhängigkeit hat immer negative Auswirkungen auf die körperliche und psychische Gesundheit und auf das Sozialleben der betroffenen Personen.

Es gibt eine Reihe von Medikamenten, welche das potenzielle Risiko von Missbrauch und Abhängigkeit mit sich bringen. Hier ein paar Wirkstoffgruppen, die häufig missbraucht werden:

  • 😖 OPIATE UND OPIOIDE: Diese werden medizinisch oft bei starken Schmerzen verschrieben, aber auch weil sie einen quälenden Hustenreiz dämpfen können. Beispiele sind Morphium, Oxycodon, Codein oder Fentanyl.
    🚨 Sie haben eine atemdämpfende Wirkung, was in hohen Dosen oder einer Überdosis bis zum Atemstillstand führen kann.

  • 😰 BENZODIAZEPINE: Diese Medikamente helfen bei Angstzuständen, Schlafproblemen und Unruhe. Valium, Xanax, Tavor und Minias gehören zu den bekanntesten.
    🚨 Die dauerhafte Einnahme erzeugt Probleme auf der Ebene des Gedächtnisses und der kognitiven Leistungsfähigkeit. Sie verschlechtern die Stimmung und erhöhen das Risiko von Stürzen und Unfällen. Bei exzessiver Dosis oder in Kombination mit Alkohol kann ebenfalls lebensbedrohliche Atemdämpfung bis hin zum tödlichen Atemstillstand die Folge sein. Abruptes Absetzen von Benzodiazepinen erzeugt Angst und Schlafstörungen und erhöht das Risiko von epileptischen Anfällen.

  • 😬 STIMULANTIEN: Stimulantien, wie Ritalin, werden ausschließlich bei ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Störung) und Narkolepsie verschrieben.
    🚨 In zu hoher Dosis erhöhen sie die Körpertemperatur und verursachen Belastung des Herz-Kreislaufsystems, epilepsieartige Krampfzustände, Halluzinationen, aggressives und unkritisches Verhalten durch falsche Selbsteinschätzung und Paranoia.

Neben den gesundheitlichen Risiken führen diese Substanzen oft zu sozialen Problemen. Betroffene vernachlässigen zunehmend schulische oder berufliche Ziele und haben Schwierigkeiten in zwischenmenschlichen Beziehungen, da der Fokus immer stärker auf der Beschaffung und Einnahme des Medikaments liegt.

Wie und warum entsteht eine Abhängigkeit?

Jugendliche und Erwachsene greifen aus verschiedenen Gründen missbräuchlich zu Medikamenten. Häufige Auslöser sind der Wunsch nach Wohlbefinden, Euphorie oder einer besseren Stimmung, das Bedürfnis nach Entspannung und Stressabbau, das Bestreben, den Selbstwert in sozialen Situationen zu stärken, oder die Absicht, die Leistungsfähigkeit in Schule, Uni oder Beruf zu steigern. Auch das Gefühl von Einsamkeit kann eine Rolle spielen.

Es gibt bestimmte Risikofaktoren, die die Wahrscheinlichkeit eines missbräuchlichen Konsums erhöhen. Dazu gehören:

  • 🚬 Früherer oder bestehender Missbrauch bzw. Abhängigkeit von Nikotin, Alkohol oder anderen Substanzen

  • 🧑‍🧑‍🧒‍🧒 Personen, im näheren Umfeld wie Freunde, Partner*innen oder Familienangehörige, die selbst Medikamente missbräuchlich verwenden

  • 😞 Psychische oder psychiatrische Probleme wie Angststörungen oder Depressionen, bei denen die betroffene Person ohne ärztliche Beratung versucht, unangenehme Symptome mit Medikamenten zu lindern.

Damit es nicht zu einem problematischen, schädlichen Umgang mit Medikamenten kommt, gibt es ein paar wichtige Tipps:

  • 👩‍⚕️ Befolge immer die Anweisungen des Arztes oder der Ärztin. Nimm nur die verschriebene Dosis ein und ändere sie nicht eigenständig.

  • 💊 Teile deine Medikamente nie mit anderen. Animiere niemanden zur unsachgemäßen Einnahme. Auch wenn du es gut meinst, kann das gefährlich sein

  • 👨‍⚕️ Sprich offen über deine Fragen und Sorgen. Wenn du unsicher bist, Fragen zu Dosierung, Nebenwirkungen, Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten/Alkohol hast: Rede mit deinem Arzt oder deiner Ärztin!

  • ℹ️ Informiere dich selbst. Je mehr du über die möglichen Gefahren von Medikamenten weißt, desto besser kannst du dich und andere schützen.

Was tun bei Medikamentenmissbrauch?

Wenn du das Gefühl hast, dass dein Medikamentenkonsum außer Kontrolle gerät, solltest du sofort handeln:

Rede mit einer Person, der du vertraust: Das kann jemand aus deiner Familie, eine Lehrkraft oder Freund*in sein.  Denn offen darüber und die damit verbundenen Sorgen reden zu können, ist der erste und wichtigste Schritt.

Hol dir professionelle Hilfe: Im Bezirk Bozen Stadt und Land findest du das Kompetenzzentrum HANDS, welches neben der Behandlung von Alkoholproblemen auch für Spielsucht und Medikamentenproblematik (vor allem Beruhigungsmittel) zuständig ist. Dort findest du Beratung und Hilfe durch Ärzt*innen, Psycholog*innen und Sozialarbeiterinnen und Erziehern.

Die Hilfeleistung ist gratis und du brauchst keine Überweisung vom Hausarzt*in.

Für junge Menschen zwischen 12 und 25 Jahren ist der Dienst YOUNG HANDS zuständig. Im Falle von Minderjährigkeit ist das Beisein eines Elternteils oder einer gesetzlich befugten Person vorgesehen.

Vielleicht hast du den Verdacht, dass ein*e Freund*in oder ein Familienmitglied ein Problem mit Medikamenten hat. In diesem Fall ist es wichtig, dass du nicht wegschaut:

  • 💬 Such das Gespräch. Teile deine Sorgen mit, ohne zu verurteilen, und biete deine Unterstützung an.

  • 🤗 Biete emotionale Unterstützung. Zeige, dass du für die Person da bist und dass sie auf dich zählen kann.

  • 🫴 Unterstütze die Person aktiv. Ermutigung zur professionellen Hilfe und auch, falls notwendig, Hilfe bei der Kontaktaufnahme mit Hausärzt*in und/oder fachspezifischer Einrichtung anzubieten und eventuell für die*den Betroffenene*n anzurufen oder Kontakt herzustellen.

HANDS bietet aber auch Familienangehörigen, Partner*innen, Freund*innen Gespräche an, selbst wenn die Person, welche ein Problem hat, Hilfe ablehnt.

ANLAUFSTELLE: HANDS und YOUNG HANDS

HANDS ist unter anderem das Therapiezentrum für Alkohol-, Medikamenten- und Spielsucht in Bozen.

YOUNG HANDS ist die Anlaufstelle für Suchtverhalten bei Jugendlichen und beschäftigt sich mit neuen Suchtphänomenen, welche besonders die europäischen jungen Generationen betreffen: Alkohol, Medikamente, Glücksspiel, Gamind und Social Media. Zielgruppe sind 12- bis 25-Jährige.

Vor allem Angehörige von suchtkranken Menschen wissen oft nicht, was tun, sind verzweifelt in ihrer Ohnmacht und trauen sich nicht, mit jemandem darüber zu reden. Die anwesenden Psychologen können die richtige Ansprechperson sein, um Sorgen, Ängste und Fragen loszuwerden.

Webseitewww.hands-bz.it bzw. www.young-hands.it
Instagramyounghands.bz
E-Mailinfo@hands-bz.it
Telefonnummer0471 270924
Gebührenfreie Infonummer800720762
AdresseDuca d’Aosta Allee 100 – 39100 Bozen

Hannah Tonner: Mit Poetry-Slam bis nach New York?

Poetry-Slam – verschiedene Poet*innen treten mit ihren selbstgeschriebenen Texten gegeneinander an. Das Publikum bewertet die Performance und kürt so den/die Sieger*in.

Bei der Landesmeister*innenschaft im Herbst 2023 ging der Titel an Hannah Tonner. Die junge Poetin haben wir zum Interview getroffen und darüber gesprochen, wie sie zum Poetry-Slam kam, welche Themen sie beschäftigen und was ihre Träume sind.

Viel Spaß beim Lesen!

Warum Poetry-Slam?

Schreiben tut gut! Es hilft, die Gedanken zu sortieren und kann weiterhelfen, wenn man den Kopf voll hat. Für mich ist Schreiben ein Ventil. Dadurch verarbeite ich sehr viel.

Und es ist schön, wenn ich das nach außen trage und es auch bei anderen Menschen, beim Publikum, ankommt.

Das ist etwas, was mich ausmacht, was mich beflügelt und was ich zum Glück auch mit anderen Menschen teilen kann.

Worum geht es in deinen Texten?

Man hat immer wieder unterschiedliche Themen, die eine beschäftigen, deshalb variiert das ein bisschen.

Aber im Allgemeinen würde ich sagen, dass meine Texte vom Persönlichen ins Gesellschaftliche gehen. Es sind Themen, die mich selbst beschäftigen, die zu meinen Lebensumständen gehören: Sexismus, Freiheit erkämpfen, einfach eine junge Frau in der großen weiten Welt zu sein. Ich schreibe aber auch gerne über Patriotismus, Klimaschutz, also über Themen, die ohnehin aktuell sind.

Ich übertrage meine persönlichen Erfahrungen in einen gesamtgesellschaftlichen Kontext.

Meine Texte beschreiben aber nicht nur Geschichten, die mir passieren, sondern sprechen Themen an, über die sich andere auch Gedanken machen.

Sie stand auf und verließ den Raum…

Der Text, mit dem ich die Landesmeister*innenschaft gewonnen habe, ist etwas kontroverser. Es geht, um den gesellschaftlichen Druck auf junge Frauen Mutter zu werden und darum, dass wir oft nur darauf reduziert werden. Den Text habe ich auch mal in Wien gelesen. Eine schwangere Frau saß in der ersten Reihe. Sie stand auf und verließ den Raum.

Ich habe danach lange darüber nachgedacht, warum das so war. Am Anfang ging es mir nicht gut damit, habe mich selbst hinterfragt – habe ich zu viel gesagt oder zu unfreundlich? Irgendwann habe ich dann aber meinen Frieden damit geschlossen. Ich finde es gut, dass man sich selber schützt, wenn man merkt, dass man sich mit einem Text gerade nicht wohlfühlt. Dadurch, dass Slam oft sehr politisch ist und Tabuthemen anspricht, ist es gut, wenn man auf seine innere Stimme hört!

Muss Poetry-Slam immer ernst sein?

Meine Texte sind nicht lustig – obwohl es auch mal Lacher gibt – ich tue mich damit schwer. Das hängt aber vom Stil ab, vom Poet und von der Poetin. Poetry-Slam bietet sich aber gut an, ernstere Themen anzugehen.

Damit ein Problem klar wird, muss es manchmal auch ganz kalt gesagt werden.

Es kommt aber auch auf die Szene an. In Südtirol, und in Italien generell, findet man eher ernste Themen. In Deutschland zum Beispiel merkt man hingegen eine Tendenz zur Comedy mit vermehrt lustigen Texten. Die kommen auch besser an. Wenn ich in Deutschland mit einem ernsten Text auftrete, ist das manchmal ein bisschen schwierig, weil man merkt, die Leute wollen lachen. Da bekommt man dann nicht so viele Punkte.

Zwischen Geltungsdrang und persönlicher Entfaltung: Inwiefern passt du Texte an das Publikum an?

Poetry-Slam hat eine sportliche Note und Wettbewerbsgedanken sind natürlich vorhanden.

Ich habe auch bei mir gemerkt, dass ich nach einer Zeit mit mehr Kalkül an die Sache gegangen bin. Angefangen damit, dass ich zugehört habe, wie das Publikum auf andere Texte reagierte und daraufhin den Text, den ich eigentlich lesen wollte, zur Seite schob und einen anderen vorgetragen habe.

Glücklicherweise habe ich das schnell gemerkt. Ich habe noch nie einen Text nur für den Slam geschrieben oder umgeschrieben, aber beim Schreiben denke ich schon oft: „Wie nimmt das Publikum diesen Satz wohl auf?“. Je mehr Slams man macht, desto mehr Gedanken kommen auf. Bei mir war es weniger der Gedanke, gewinnen zu wollen, sondern wie die Texte beim Publikum ankommen.

Wie kann ich schreiben, ohne mir selbst Druck zu machen, ohne dabei zugrunde zu gehen, weil ich mir selbst nicht treu bleibe?

Ich hatte das Gefühl, es verfälscht, das warum ich angefangen habe zu schreiben. Ich habe mich dann nicht mehr wohlgefühlt damit und habe weniger geslamt. In letzter Zeit habe ich mir Gedanken dazu gemacht, wie ich mir beim Schreiben nicht selbst Druck mache und wie ich Slam machen kann, ohne selbst dabei zugrunde zu gehen, weil ich mir nicht selbst treu bleibe.

Wie alles begann: Von der Schule auf die große Bühne

Das alles hat schon ganz früh angefangen. Im Schuljahr 2017/18 wurde an meiner Schule, dem Sprachengymnasium in Meran, zum ersten Mal eine Lesebühne veranstaltet. Da ich immer schon gerne geschrieben hatte, aber noch keine Erfahrung mit Auftritten hatte, dachte ich, es wäre toll, das einmal auszuprobieren.

Bei dieser Gelegenheit lernte ich Lene Morgenstern kennen, die eine zentrale Figur in der Südtiroler Slam-Szene ist.

Lene hat uns alle auf die Bühne gebracht!

Dank Lene bin ich in die Szene hineingerutscht, habe die Südtiroler Autoren- und Autorinnenvereinigung kennengelernt und angefangen selbst eigene Events zu veranstalten. Und so habe ich immer mehr Auftritte gemacht, aber immer außer Konkurrenz.

Poetry-Slam an sich habe ich dann erst in meinem Maturajahr gemacht, 2022.

Ich hatte schon ein bisschen Angst vor den Bewertungen. Aber ich fand es cool und habe weitergemacht. Dann hat alles gut in die Karten gespielt.

Letztes Jahr im Herbst war die Landesmeister*innenschaft, die gut ausgegangen ist und dann die Italienmeister*innenschaft und die Österreichmeister*innenschaft, die gesamtdeutschen Meisterschaften. Dann hat es gar nicht mehr aufgehört. Aktuell bin ich in Wien und mach hier immer wieder was.

Vor ein paar Jahren habe ich im Sommer „gekindst“ und habe 6 € die Stunde bekommen und mittlerweile bekomme ich durch meine Kunst 3-stellige Beträge. Es ist schön zu sehen, dass ich mit meiner Kunst materielle Wertschätzung bekomme. Das Schönste ist jedoch der Applaus und die Gespräche nach dem Auftritt. Poetry Slam hat eine besondere Nähe zum Publikum und bringt Kultur auf eine andere Weise zu den Menschen.

Der Traum von der eigenen Anthologie und dem Leben in New York

Ich habe ein „Büchlein“, in dem ich alle meine Texte handschriftlich festhalte. Das bedeutet mir sehr viel, weil ich damit alle meine Auftritte gemacht habe und jeder Text, den ich je geschrieben habe, dort drin steht. Es ist wie eine kleine Anthologie.

Ein Traum von mir ist es, eine richtige Sammlung meiner Texte als Buch herauszugeben. Selbst wenn ich nur fünf Exemplare drucken lasse und meine Oma, meine Mama und ich eines haben, wäre ich schon zufrieden. Ein Buch mit meinen Texten in gedruckter Form wäre wirklich cool.

Mein aller, allergrößter Traum, seit ich 10-12 Jahre alt bin, ist allerdings, in New York zu wohnen. Ich denke oft darüber nach, bevor ich schlafen gehe, und es gibt mir Hoffnung, wenn es mir mal nicht so gut geht. Ich denke dann: Irgendwann werde ich in New York sein und dann passt alles. Das ist mein größter Traum.

Was willst du Südtirol und der Kulturszene mitgeben?

Gerade in Südtirol habe ich oft erlebt, dass Kultur nicht so behandelt wird wie andere Dienstleistungen. Ich finde es wichtig, dass diejenigen, die etwas für Menschen machen, auch etwas zurückbekommen.

Kultur ist nicht die sympathische Nische unserer Gesellschaft, sondern das Eigentliche, das sie zusammenhält.

Das hat Norbert Lammert einmal gesagt und das wird oft zu wenig beachtet.

Konsumiert Kultur! Davon haben alle was!

Sobald man sich etwas anschaut oder anhört, wird man mit neuen Gedanken konfrontiert, die nicht die eigenen sind. Das tut gut! Auch die Künstler*innen profitieren davon, wenn Leute ihre Arbeit sehen.

Wenn die Kulturszene lebendig ist, profitieren alle! Es kann nie zu viel Kultur geben. Deshalb:

Lasst euch von der Kunst beflügeln!

Ein Interview von Max Silbernagl, 10.04.2024

Die mobile Version verlassen
This site is registered on wpml.org as a development site. Switch to a production site key to remove this banner.