Schwangerschaft

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Eine Schwangerschaft ist eine aufregende Zeit im Leben einer Frau bzw. eines Paares, die von Freude, aber auch Herausforderung, Unsicherheit und Veränderung begleitet sein kann.

In diesem Artikel klären wir, wie man eigentlich schwanger wird und was zu tun ist, wenn man vermutet schwanger zu sein.
Außerdem geht es um Schwangerschaftsabbruch und Fehlgeburten.

Und nicht vergessen: Egal in welcher Situation du dich gerade befindest, es gibt Anlaufstellen, die dich unterstützen!
Diese findest du am Ende dieses Beitrags.

Wie wird man eigentlich schwanger?

Die Grundvoraussetzung für eine Schwangerschaft ist ein funktionierender weiblicher Zyklus, der im Schnitt 25 – 28 Tage dauert (mehr dazu erfährst du im Artikel Menstruation und Zyklus).

Die fruchtbaren Tage, also die Tage, an denen eine Frau schwanger werden kann, befinden sich ziemlich genau in der Mitte des Zyklus, genauer gesagt um den 14. Tag. Dieser Tag ist jedoch ein Richtwert, denn unsere Körper sind (zum Glück) keine Maschinen und funktionieren nicht immer gleich.

Die fruchtbaren Tage sind die Tage um den Eisprung, also wenn eine Eizelle aus dem Eierstock austritt und sich über die Eileiter auf den Weg zum Uterus macht. Ab dem Einsprung ist die Eizelle ca. 12 – 24h befruchtbar d.h., solltest du zu diesem Zeitpunkt ungeschützten Sex haben und so Spermien in den Uterus gelangen, können diese die Eizelle befruchten. Aber Achtung! Die Umgebung des Uterus ist perfekt geschaffen, damit Spermien dort bis zu 7 Tage überleben können! D.h. wenn man bis zu 7 Tage vor dem Eisprung ungeschützten Geschlechtsverkehr hatte, könnte man trotzdem schwanger werden. Deshalb dauert das fruchtbare Fenster im weiblichen Zyklus eigentlich mindestens 7 Tage.

Falls du eine Schwangerschaft verhindern möchtest, solltest du immer verhüten. Der Eisprung und damit auch die fruchtbaren Tage können sich verschieben, weshalb man sich nie zu 100% sicher sein kann. Ein Verhütungsmittel, das nicht nur vor ungewollter Schwangerschaft, sondern auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt, ist das Kondom.

Sind Ei- und Spermazelle im Körper nun verschmolzen, beginnt sofort die Zellteilung und der winzig kleine Zellhaufen nistet sich in den nächsten 2 – 3 Wochen in die Gebärmutterschleimhaut der Frau ein. Daraus zieht der Embryo (so nennt man den Zellhaufen bis zur 10. Schwangerschaftswoche) seine ganzen Nährstoffe und wächst in den nächsten Wochen und Tagen sehr schnell zu einem Lebewesen heran. Bereits ab der 8. Woche kann man durch den Ultraschall den Herzschlag erkennen!

Wie merkt man, dass man schwanger ist?

Für viele Frauen ist das erste Indiz das Ausbleiben der Periode.
Manchmal kommt es vor, dass es bei der Einnistung der Eizelle zu Schmierblutungen kommt, die dann fälschlicherweise als Periode verstanden wird, obwohl es keine ist.

Ab dem Zeitpunkt, an dem eigentlich die Periode eintreten sollte, kann ein Schwangerschaftstest gemacht werden. Diesen erhältst du in der Apotheke oder auch im Drogeriemarkt. Sollte dieser positiv sein, kannst du mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit von einer Schwangerschaft ausgehen. Selten bis nie zeigen Schwangerschaftstests falsch – positive Ergebnisse an. Allerdings kann er falsch – negativ sein. Meistens ist das der Fall, wenn er zu früh gemacht wurde – versuche es in einer Woche nochmal, sollte er immer noch negativ sein und du trotzdem das Gefühl hast schwanger zu sein, mache einen Termin bei einem/einer Gynäkologen/Gynäkologin.

Die weiteren Symptome sind von Frau zu Frau verschieden und können sich im Laufe der Schwangerschaft verändern. Die meisten Symptome treten im Laufe der ersten drei Monate auf. Manche Frauen spüren gar nichts, andere berichten bereits in den ersten Wochen von Spannungsgefühlen in den Brüsten, Übelkeit, stärkeres Wahrnehmen von Gerüchen, Heißhungerattacken und/oder Abneigung gegenüber bestimmten Lebensmitteln. Die Stärke der Symptome sagen gar nichts darüber aus, wie gut oder schlecht es dem Baby geht.

Positiver Schwangerschaftstest, was nun?

Sollte der Schwangerschaftstest positiv sein, kann das im ersten Moment (ob gewollte Schwangerschaft – oder auch nicht) ein sehr turbulentes Gefühl sein. Du weißt nun, dass sich dein Leben ganz bald auf den Kopf stellen wird.

Solltest du mit deinen Gefühlen alleine oder überfordert sein, sprich mit jemandem darüber! Es gibt viele Anlaufstellen in Südtirol, an die du dich wenden kannst!

Anlaufstellen findest du am Ende des Artikels

Wichtig ist, dass der werdende Vater darüber informiert wird. Gemeinsam solltet ihr besprechen, wie es nun weiter gehen soll. Auch dabei könnt ihr euch natürlich Unterstützung holen, z.B. bei Familienberatungsstellen.

Darüber hinaus sollte in den nächsten Tagen einen Termin bei deinem/deiner Gynäkologen/Gynäkologin gemacht werden. Dabei wird untersucht, wie weit die Schwangerschaft schon fortgeschritten ist und ob es deinem Baby gut geht. Im Laufe der Schwangerschaft werden immer wieder Untersuchungen und Blutproben gemacht, um abzuchecken, ob alles okay ist! Außerdem wird der Arzt/die Ärztin schon bei der ersten Untersuchung den errechneten Geburtstermin mitteilen können!

Fehlgeburt und Schwangerschaftsabbruch

Obwohl das Thema Schwangerschaft bei den meisten Menschen ein positives Gefühl hervorruft, kann es auch von unangenehmen Gefühlen begleitet werden.

Jede dritte Schwangerschaft endet in den ersten Monaten in einer Fehlgeburt. D.h., dass der Embryo leider nicht überlebensfähig ist. Wichtig ist, dass du weißt, dass du nichts falsch gemacht hast! Meistens liegt das Problem in den Genen der Ei- und Spermazellen, welche einen Fehler aufweisen und der Embryo deshalb nicht überlebensfähig ist. Der Embryo kann ganz plötzlich und ohne Vorankündigung vom Körper in Form einer oft schmerzhaften Blutung selbst abgestoßen werden, oder dir wird bei einer Untersuchung mitgeteilt, dass er sich nicht weiterentwickelt hat. Eine Fehlgeburt kann einmal oder auch öfter auftreten, aber sagt nichts darüber aus, dass es ein weiteres Mal nicht trotzdem gut gehen kann!

Ein weiteres negatives Gefühl kann sich in dir ausbreiten, sollte die Schwangerschaft nicht gewollt sein und zu einem absolut schlechten Zeitpunkt in deinem Leben eintreten. In diesem Fall kannst du über einen Schwangerschaftsabbruch nachdenken. Wichtig ist, dass du weißt, dass es DEINE ALLEINIGE Entscheidung ist und niemand das Recht hat dich zu etwas zu zwingen, auch nicht der Vater des Babys! In Südtirol kann der Schwangerschaftsabbruch innerhalb der ersten 90 Tage in einem Krankenhaus durchgeführt werden. Alle weiteren Infos dazu findest du hier.

Ob Fehlgeburt oder Schwangerschaftsabbruch – in beiden Fällen befindest du dich in einer sehr aufwühlenden und oft auch schwierigen Lebenslage.

Professionelle Hilfe hilft, mit der aktuellen Situation zurechtzukommen.
In beiden Fällen hast du außerdem das Recht auf einen Krankenstand. Melde dich dafür bei deinem Hausarzt/deiner Hausärztin und nimm dir die Zeit, die du brauchst, um psychisch und körperlich zu heilen!

ANLAUFSTELLEN: An wen du dich bei Fragen wenden kannst!

Du bist nicht alleine!

Es gibt in Südtirol verschiedene Anlaufstellen, die dir je nach Situation weiterhelfen und dich unterstützen.

FAMILIENBERATUNGSSTELLEN

Familienberatungsstellen bieten Familien, Paaren und Einzelpersonen Beratung und Hilfe bei Problemen im sozialen, psychologischen, gynäkologischen Bereich sowie bei Beziehungs-, Sexual-, Erziehungs- und Rechtsproblemen.

Unter anderem bieten sie diese Leistungen an:

  • Gynäkologische Beratung und Untersuchung
  • Beratung und Hilfe bei der freiwilligen Schwangerschaftsunterbrechung
  • Geburtsvorbereitungskurse

Es gibt in Südtirol mehrere Familienberatungsstellen.
Hier findest du einen Überblick.

GYNÄKOLOGISCHE UNTERSUCHUNGEN IM KRANKENHAUS, IM GESUNDHEITSSPRENGEL, IN DEN FAMILIENBERATUNGSSTELLEN ODER PRIVAT

Falls du vermutest schwanger zu sein, medizinische Fragen zu deinem Zyklus oder Geschlechtsorganen hast, Symptome auftreten oder dich einfach gynäkologisch untersuchen lassen möchtest, gibt es verschiedene Möglichkeiten: 

  • 🧑‍⚕️ In den Gesundheitssprengeln gibt es Beratungsstellen für Gynäkologie, welche bestimmte gynäkologische Leistungen anbieten (oftmals auch ohne Verschreibung). Wo es diese Beratungsstellen sind, findest du hier

👨‍⚕️ Außerdem gibt es zahlreiche private Gynäkolog*innen, an die du dich wenden kannst.

YOUNG+DIRECT

Bei Fragen rund um Sexualität, Liebe und Körper, kannst du dich anonym und kostenlos an die Jugendberatungsstelle wenden.

WhatsApp345 0817 056
Jugendtelefon0471 155 1 551
Webseitehttps://www.young-direct.it/de/
E-Mail-Adresseonline@young-direct.it
AdresseJohann-Wolfgang-von-Goethe-Straße 42 Bozen

FAMILY DIREKT

Family direkt bietet spontane telefonische Beratung bei Schwierigkeiten oder Problemen wie Überforderungssituationen, Lebenskrisen, Konflikten in der Familie, traumatischen Ereignissen usw.

Qualifizierte Beraterinnen und Berater (Psychologen, Pädagogen und Familienberater) nehmen sich für dich Zeit und unterliegen der Schweigepflicht. Das Beratungsangebot ist kostenfrei.

Telefonbertung jeweils Montat, Dienstag und Mittwoch von 10:00 bis 12:00 Uhr: 0471 15 50 900

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