Che palle… Hodenkrebs

Wusstest du, dass Hodentumor speziell bei jungen Männern häufig vorkommt?

Die gute Nachricht: 98% der Hodentumore sind heilbar!

A & O dabei ist, dass Hodenkrebs frühzeitig erkannt wird, deshalb:

Gentlemen, it’s time to check your X!

Was ist Hodentumor?

Ein Hodentumor ist eine Geschwulst am Hoden, die gutartig (Tumorzellen grenzen sich klar von den gesunden Zellen ab) oder bösartig (Tumorzellen sind in das umliegende Gewebe einwachsen) sein kann. Er beginnt in einem der beiden Hoden und kann im weiteren Verlauf auch den Nebenhoden und Samenleiter betreffen. Hodenkrebs entsteht meistens aus den Keimzellen, aus denen sich normalerweise die Spermien bilden.  

Meist macht sich so ein Tumor durch eine lokale Verhärtung bemerkbar, es kann zu einer Schwellung oder einer Größenzunahme des betroffenen Hodens kommen.

Jede Verhärtung und/oder Vergrößerung des Hodens ist verdächtig und muss unbedingt untersucht werden.

Damit du eine mögliche Veränderung am Hoden merkst, ist es wichtig, dass du regelmäßig abtastest. Wie? Das erfährst du hier.

Alarmsignale für Hodenkrebs

Ungefähr 80 Prozent der Hodentumore werden in einem Frühstadium von Patienten selbst erkannt. 

Das sind die Anzeichen:

  • 🪨 eine tastbare, schmerzlose Verhärtung im Hoden 

  • 😣 eine Schwellung oder Schmerzen im Hodenbereich 

  • 🍆 ein Schweregefühl oder ein Ziehen im Hoden oder in der Leiste 

  • 😖 ein Anschwellen oder Schmerz bei den Brustdrüsen (in einer oder beiden Brüsten) 

Wenn du solche Beschwerden bei dir bemerkst, heißt das noch nicht, dass du einen Tumor hast. Schmerzen und Schwellungen können auch auf andere Krankheiten des Hodens hinweisen, wie z.B. durch eine Nebenhodenentzündung oder einen Wasserbruch.

Nimm Beschwerden immer ernst und lass dich untersuchen!

Viele Patienten gehen entweder aus Unwissenheit oder aus Scham zu spät zur Untersuchung, dabei ist es gerade bei Hodentumor extrem wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu behandeln!

Was passiert bei der urologischen Visite und wie wird Hodenkrebs behandelt?

Du hast eine schmerzlose Vergrößerung oder Verhärtung im Hoden entdeckt? Sofort zur Urologie damit!

Der direkte Draht zum*r Urologen*in in deiner Nähe:
Bozen: 0471 438 686
Meran: 0473 264 099
Brixen: 0472 812 930

Was passiert dort?

  • 👨‍⚕️ Dein Hoden wird mit einer Ultraschalluntersuchung untersucht. Wie so eine Ultraschalluntersuchung abläuft, siehst du hier!

  • 🫁 Eine Computertomographie des Bauches und der Lunge klärt ab, ob es zu Metastasen gekommen ist.

  • 🩸 Des Weiteren kann ein Bluttest gemacht werden. So erkennt man Blutwerte, die typischerweise beim Hodentumor verändert sind.  

Wenn die Untersuchung ergibt, dass du einen Hodentumor hast, wird dieser in aller Regel operativ entfernt. Während der Operation wird ein Gewebestück zur Untersuchung an die Pathologie geschickt. Im Falle der Krebsbestätigung erfolgt die Hodenentfernung. Eine Biopsie aus dem nicht erkrankten Hoden wird auch durchgeführt, da dieser häufig eine Frühstufe der Erkrankung in sich trägt.  

Der weitere Therapieplan richtet sich nach der Tumorart und dem Stadium.

Hodentumor ist meist heilbar!

Eine frühe Diagnose und eine auf die individuelle Erkrankung gut abgestimmte Therapie erhöhen die insgesamt sehr guten Heilungs- und Überlebenschancen von Hodenkrebspatienten weiter. 

Kann man danach noch Kinder zeugen?

Die Entfernung eines einzelnen Hodens hat weder Auswirkungen auf Sexualität und Potenz, noch auf die Fähigkeit, Kinder zu zeugen. Der gesunde Hoden der Gegenseite übernimmt die Funktion des entfernten Hodens. Als Ersatz für den entfernten Hoden kann – wenn dies aus kosmetischen Gründen gewünscht wird – eine Hodenprothese eingesetzt werden.

Falls weitere Behandlungen wie eine höher dosierte Chemotherapien oder Bestrahlungen nötig sind, kann dies Fruchtbarkeit herabsetzen. Es besteht aber die Möglichkeit, Spermien vor der Behandlung einzufrieren.

Mehr Infos findest du auf der Website: Check your X

Check your X

Eier, Kronjuwelen, Nüsse, Palle…

Für die Hoden gibt es ganz schön viele Worte, aber sehr wenig Aufklärung über die Krankheiten, die sie betreffen können.

Darunter auch Krankheiten, die besonders häufig junge Männer betreffen.

Höchste Zeit darüber zu reden und zu klären, wie man die Krankheiten erkennt und verhindert!

Gentleman, it’s time to check your X!

Die Informationen für diesen Artikel stammen von der Kampagne Check your X des Südtiroler Sanitätsbetriebes.

Check your X – Selbstabtastung!

Wusstest du, dass du viele mögliche Erkrankungen ganz einfach selbst erkennen, ober besser gesagt, ertasten kannst?

Das Abtasten des Hodens ist keine Kunst, es geht ganz easy und dauert auch nicht lang.

Einmal im Monat ist sicher nicht verkehrt! Im Bett, Bad, Dusche oder auf der Toilette ist völlig egal, Hauptsache du machst es!

Wichtig ist, dass du es regelmäßig machst, denn so entwickelst du ein Gefühl für deine Hoden und kannst dann auch eventuelle Veränderungen feststellen.

Und so gehts:

  • 🫴 Von unten befühlen: Überprüfe zuerst den einen Hoden, dann den anderen. Nimm ihn in deinen Handfläche, heb ihn nach oben, teste Gewicht und Größe. Dass sie unterschiedlich groß und schwer sein können, ist ganz normal – nur wenn sie sich in kurzer Zeit verändern, solltest du das abklären lassen!

  • 🤏 Hin und her drehen: Untersuche jeweils einen der beiden Hoden, indem du ihn mit einer Hand festhältst und vorsichtig zwicshen Daumen, Zeige- udn Mittelfinder der anderen Hand hin und her drehst und abtastest. Die Oberfläche sollte glatt und ohne Erhebungen oder Verhärtungen sein.

  • 👆 Fokus auf die Details: Suche mit den Fingern nach möglichen Knötchen, weichen oder rundlichen Schwellungen, neu gebildeten Ansammlungen, Verhärtungen, Unebenheiten oder Erhebungen.

  • 🪞 Check im Spiegel: Schau dir deine Hoden am Ende im Spiegel an. Wirken sie geschwollen oder vergrößert?

Falls sich etwas komisch anfühlt oder sich verändet hat, solltest du das auf jeden Fall abchecken lassen, um auf Nummer sicher gehen!

Der direkte Draht zum*r Urologen*in in deiner Nähe:
Bozen: 0471 438 686
Meran: 0473 264 099
Brixen: 0472 812 930

Beschwerden und mögliche Krankheiten

Hier findest du einen kurzen Überblick welche Symptome auf welche Krankheiten hindeuten könnten.

Falls du Unregelmäßigkeiten oder Veränderungen entdeckst, solltest du das immer von einem Arzt oder einer Ärztin abklären lassen.

Die richtige Anlaufstelle dafür ist die Urologie bzw. der/die Urologin – so nennt man die Fachärzte für die männlichen Geschlechtsorgane.

Skrotal- oder Hodentrauma – Schmerz, Verhärtung, Schwellung, Rötung

„Ein Hodentrauma ist eine Verletzung des Hodens, die meist durch äußere Einflüsse entsteht, etwa wenn stumpfe Gewalt auf den Hoden oder den Hodensack einwirkt. Ein Fahrrad, Auto- oder Motorradunfall, ein Kampf oder eine Sportverletzung oder auch ein unglücklicher Skateboard-Slide, sind typische Ursachen von Hodentraumen. Offene Verletzungen oder Abschürfungen des Hodensacks sind seltener.

Je nach Verletzungsart kann beispielsweise eine entsprechende Creme bereits Abhilfe schaffen. Manche Verletzungen, beispielsweise wenn das Gewebe durchbohrt ist, müssen auch operativ versorgt werden. Lass dir die Verletzung auf jeden Fall anschauen, vor allem, wenn du Schmerzen hast, es heftig blutet

Hodentorsion – Schwellung, Rötung, Verhärtung, Schmerz

Bei einer Hodentorsion dreht sich der Hoden um seine eigene Achse, zum Teil sogar mehrfach, womit es zu einer Unterbrechung der Blutzirkulation kommen kann. Achtung, denn dies ist eine absolute Notfallsituation! Durch die unterbrochene Durchblutung kann es zum Absterben und somit zum Verlust des Hodens kommen. So ein Fall gehört also sofort operiert!

Symptome dafür können plötzlich auftretende, starke Schmerzen sein und es kann gleichzeitig auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Der Schmerz kann aber auch in den Bauch und die Leistengegend ausstrahlen. Der Hodensack ist auf der betroffenen Seite eventuell gerötet, angeschwollen und steht manchmal höher als die nicht betroffene Seite. Egal ob du alle Symptome zuordnen kannst oder nicht – als Faustregel gilt immer: Hast du Hodenschmerzen, sofort checken lassen.

Hydatiendentorsion – Schmerz, Verhärtung, Schwellung, Rötung

Ähnlich wie bei der Hodentorsion, wo sich der Hoden um die eigene Achse dreht und damit die Blutzufuhr eingeschränkt ist, ist auch die Hydatidentorsion durch eine Verdrehung verursacht. Nur sind es hier nicht die Hoden selbst verdreht, sondern das dortige kleine Anhängsel, die sogenannten Hydatide.

Dies kann in jedem Lebensalter vorkommen, vorwiegend trifft es jedoch Jungen im Vorschul- und Schulalter. Die Symptome sind auch hier sehr ähnlich wie bei der Hodentorsion: plötzlich einschießende Schmerzen, geröteter und geschwollener Hodensack. Zusätzlich kann es auch zu Übelkeit und Erbrechen kommen. Und manchmal zeigt sich ein kleiner, blauer Knoten, direkt unter der Hautoberfläche des Hodensacks, was als typisches Zeichen für eine Hydatidentorsion gedeutet werden kann. Man spricht von einem „Blue Dot Sign“

Wie bei allen Hodensymptomen, die mit Schmerzen verbunden sind, gilt auch hier: sofort checken lassen! Nicht warten, auch wenn Feiertag ist, deine Uhr grad 4 Uhr morgens zeigt oder du grad im Urlaub bist.

Nebenhodenentzündung – Schmerz, Schwellung, Rötung

Bei der Nebenhodenentzündung (Epidydimitis) handelt es sich um eine Entzündung des Nebenhodens. Sie kommt vorwiegend bei Erwachsenen vor, aber auch schon vorher sind vermehrt zwei Altersgipfel zu verzeichnen: im ersten Lebensjahr und zwischen dem 12. und dem 15. Lebensjahr.

Dabei kommt es zu einer schmerzhaften Schwellung und Rötung des Hodensacks, in 11–15 % der Fälle tritt gleichzeitig Fieber auf. Häufig ist die Ursache einer akut auftretenden Nebenhodenentzündung, bei präpubertierenden Jungen nicht wirklich klar, selten kann aber auch eine sexuell übertragbare Krankheit bei bereits aktiven Jugendlichen die Ursache sein.

Unbedingt anschauen lassen, um die Entzündung im Griff zu bekommen.

Hodenentzündung – Rötung, Schmerz, Schwellung

Eine Hodenentzündung (Orchitis) ist eher selten und betrifft meist nur einen Hoden. Sie wird oft durch eine Infektion ausgelöst und tritt häufig zusammen mit einer Nebenhodenentzündung auf. Mit der richtigen Behandlung heilt sie in den meisten Fällen innerhalb von Wochen ohne Folgen aus.

Falls du Symptome wie Schmerzen, Schwellung, Rötung, Hitzegefühl im Hoden, Fieber oder Probleme beim Wasserlassen bemerkst, lass das bitte möglichst bald ärztlich abklären. Ohne Behandlung können bleibende Schäden und in seltenen Fällen schwere Komplikationen wie Abszesse oder eine Sepsis entstehen, die die Fruchtbarkeit beeinträchtigen könnten.

Hodentumor – Verhärtung, Schwellung (selten: Rötung, Schmerz)

Ein Hodentumor ist eine Geschwulst am Hoden, die gutartig oder eben auch bösartig sein kann.

Meist macht sich so ein Tumor durch eine lokale Verhärtung bemerkbar, eine eventuelle schmerzlose Schwellung oder eine Größenzunahme des betroffenen Hodens. Jede Verhärtung und/oder Vergrößerung des Hodens ist verdächtig und muss unbedingt untersucht werden.

Also unbedingt regelmäßig selbst abtasten, natürlich auch, wenn man bisher keine Erkrankungen oder Probleme hatte. Einmal im Monat ist perfekt und so hat der Hodentumor keine Chance!

Mehr zum Thema Hodenkrebs findest du in diesem Artikel.

Hodenhochstand, Hodenfehllage, Leistenhoden

Die Hoden entstehen in der Bauchhöhle und wandern etwa zum Zeitpunkt der Geburt durch den Leistenkanal in den Hodensack. Dieser Deszensus kann verzögert auch im Laufe des 1. Lebensjahres stattfinden. Wenn einer oder beide Hoden außerhalb des physiologischen, also natürlichen, Weges Richtung Hodensack liegen, spricht man von einem ektopen Hoden. Der Hoden kann dabei an verschiedenen Stellen zu liegen kommen: nahe der Peniswurzel, im Bereich des Oberschenkels oder zum Beispiel auch am Damm. Die häufigste Form der Hodenektopie ist jedoch der epifaszial liegende Hoden, wobei der Hoden auf Höhe des Leistenkanales oberhalb der Bauchwandfaszie liegt.

Normalerweise wird dies bereits bei der Geburt festgestellt und im Weiteren operiert. Falls dir dennoch auffallen sollte, dass deine beiden Hoden nicht, oder nicht immer, im Hodensack liegen, lass dir das auf jeden Fall ansehen, um schwerwiegende Spätfolgen, wie Unfruchtbarkeit oder Hodentumor, zu verhindern.

Ein Hodenhochstand ist eine der häufigsten angeborenen Fehlbildungen. Er kommt bei etwa 1–4,6 % der termingerecht geborenen Jungen vor. Weitaus häufiger, nämlich bis zu 45%, bei Frühgeborenen.

Pendel- oder Gleithoden

Bei einem Pendelhoden liegt der Hoden zwar im Hodensack, wo er hingehört, bei bestimmten Reizzuständen kann es jedoch vorkommen, dass er nach oben in den Leistenkanal oder sogar bis in die Leiste wandert. Ein Grund dafür kann der sogenannte „Kremasterreflex“ sein: Durch Kälte (kalte Hände, kaltes Wasser) oder mechanische Reizung wird der Hoden durch einen Muskelzug hochgezogen. Wichtig ist, dass er sich gleich nach der Reizung wieder eigenständig in den Hodensack zurück verlagert. Also achte bitte unbedingt darauf! Falls der Hoden nicht zurückwandert, musst du dir das anschauen lassen, um Spätfolgen auszuschließen.

Bei einem Gleithoden kann der Hoden zwar in den Hodensack gezogen werden, er ist also „verlagerbar“, aber gleich nach dem Loslassen gleitet er wieder Richtung Leiste oder Leistenkanal zurück. Lass dir das unbedingt ansehen. Dies muss operiert werden, um mögliche Spätfolgen wie Unfruchtbarkeit oder einen Hodentumor zu verhindern.

Hydrozele – Schwellung (meist schmerzlos)

Die Hydrozele des Hodens, auch Wasserbruch genannt, ist eine Flüssigkeitsansammlung um den Hoden im Hodensack. Meist ist sie schmerzlos, der Hodensack selbst fühlt sich prall, aber elastisch an.

Eine Hydrozele kann auch angeboren sein. In diesem Fall hat sich der Verbindungskanal zwischen der Bauchhöhle, in der sich der Hoden vor der Geburt bildet, und dem Hodensack, in welchen er dann normalerweise auch noch vor der Geburt wandert (siehe auch Hodenhochstand), nicht wie üblich von selbst geschlossen. Das ist gar nicht so unüblich, denn bei 80–94 % der Neugeborenen und sogar bei 20 % der Erwachsenen ist diese Verbindung noch offen. Bleibt dieser Befund über das erste Lebensjahr hinaus bestehen, wird man die offene Verbindung operativ schließen, da ein Spontanverschluss zunehmend unwahrscheinlicher wird.

Eine Hydrozele kann sich auch in Folge einer Entzündung oder eines Traumas entwickeln.
Wenn du also merkst, dass mit deinem Hoden etwas nicht so ist, wie sonst, solltest du dir das unbedingt ansehen lassen. Und denk an die Faustregel: wenn du plötzliche Schmerzen hast, warte keinesfalls ab. Auch nicht, wenn Wochenende ist, 3 Uhr nachts, oder du eigentlich etwas ganz anderes vorhast!

Varikozele

Eine sogenannte Varikozele liegt dann vor, wenn sich im Bereich des Samenstranges Krampfadern gebildet haben. Sehr häufig passiert dies in der Pubertät: 14–20 % aller Jugendlichen sind davon betroffen, in 78–93 % der Fälle tritt sie auf der linken Seite auf.

Die Varikozele verursacht meist keine Symptome, deswegen wird siesehr häufig erst bei einer ärztlichen Routineuntersuchung entdeckt. Selten treten Schmerzen in der Leiste oder eine Schwellung der betroffenen Seite am Hodensack auf. Ebenso können Spannungsgefühle, Schweregefühl oder dumpfe, ziehende Schmerzen auftreten, welche dir natürlich selbst auffallen würden.

Bis jetzt ist noch nicht geklärt, ob die Varikozele zu 100% Einflüsse auf das Hodengewebe haben kann, nämlich ob Faktoren wie ein auftretender Temperaturanstieg, ein eventueller Sauerstoffmangel sowie ein Rückfluss von speziellen Stoffwechsel-Substanzen mögliche Ursachen für Fruchtbarkeitsprobleme sein könnten, welche bei zirka 20 % der Fälle feststellbar sind. Also auf jeden Fall checken lassen!

Was tun, wenn etwas nicht stimmt?

Falls dir bei der Selbstuntersuchung etwas auffällt kannst du beim Urologen oder bei der Urologin in deiner Nähe anrufen:  

Bei akuten Schmerzen bitte direkt die Urologie kontaktieren oder in die Notaufnahme gehen! 

Mehr Infos findest du auf der Website: Check your X

Mobbing: Was kannst DU dagegen tun?

Mobbing kann jede*n treffen.

z.B. in der Schule, auf dem Schulweg, in Vereinen und zusätzlich online auf Social Media. Um diesen Zusammenhang deutlich zu machen, benutzen wir die Schreibweise Cyber|Mobbing.

Für die betroffene Person bedeutet Cyber|Mobbing Einsamkeit, Ohnmacht und Leid. Es kann das Selbstwertgefühl und die Lebensfreude zerstören.

Aber auch für die gesamte Gruppe hat Cyber|Mobbing negative Auswirkungen: Das Vertrauen und das Gemeinschaftsgefühl leiden, und es entsteht eine Atmosphäre der Angst und Unsicherheit.

Cyber|Mobbing hat also für alle negative Folgen. Deshalb ist es wichtig, dass du aktiv dagegen vorgehst und hilfst, es zu stoppen.

Hier erfährst du, wie du dazu beitragen kannst, Cyber|Mobbing zu erkennen und zu beenden. Konkrete Tipps findest du am Ende des Artikels!

Die Informationen für diesen Artikel stammen vom Forum Prävention - Fachstelle Gewalt.

Was ist Cyber|Mobbing und wer ist beteiligt?

Ein Konflikt bzw. ein Streit oder eine Meinungsverschiedenheit sind noch kein Mobbing!

Die Fähigkeit Konflikte konstruktiv auszutragen, wirkt sich positiv auf die Entwicklung der Sozialkompetenzen und der Persönlichkeit aus.

Wenn sich Konflikte allerdings verhärten bzw. nicht konstruktiv mit ihnen umgegangen wird, kann sich Cyber|Mobbing entwickeln. Dies bringt immer Leid mit sich und es ergeben sich daraus weder Lern- noch Entwicklungsmöglichkeiten.

Mobbing veursacht immer Einsamkeit, Ohnmacht und Leid.

Cyber|Mobbing ist eine Form physischer und/oder psychischer Gewalt. Meist demütigen, erniedrigen oder verletzen dabei mehrere Personen eine andere – gezielt, auf unterschiedliche Weise und über einen längeren Zeitraum hinweg.

Dazu gehören auch viele scheinbar „kleine“ Gemeinheiten, ständige Sticheleien oder das Verbreiten von Gerüchten.

Ohne Unterstützung von außen gelingt es der betroffenen Person häufig nicht, sich aus dieser Situation zu befreien.

Mobbing kann an den unterschiedlichsten Orten stattfinden, z.B. in der Schule, auf dem Schulweg, in Vereinen, aber auch zusätzlich online auf Social Media.
Cyber|Mobbing führt dazu, dass die betroffene Person davon bis nach Hause verfolgt wird und schließlich keinen Rückzugsort mehr hat, um sich zu erholen. Um diesen Zusammenhang deutlich zu machen, benutzen wir die Schreibweise Cyber|Mobbing.

Im Artikel Cybermobbing findest du Tipps und Anlaufstellen!

Cyber|Mobbing findet immer in einer Gruppe statt und wird von der Mehrheit geduldet. Es gibt also nicht nur Akteur*innen und die betroffene Person, sondern auch andere Rollen, die dazu beitragen, dass Mobbing geschieht:

  • Akteur*innen, sind die Personen, die mobben und dadurch ihr Bedürfnis nach Macht und Ansehen befriedigen.

  • Assistent*innen sind Personen, die die Akteur*innen aktiv unterstützen und sich am Mobbing beteiligen.

  • Verstärker*innen mobben zwar nicht selbst, stacheln aber Akteur*innen und Assistent*innen weiter an, weil sie ein interessiertes Publikum bilden und z.B. mitlachen.

  • Außenstehende sind diejenigen, die sich raushalten und nichts tun. Was als stillschweigende Zustimmung gesehen werden kann.

Denen gegenüber stehen:

  • Die betroffene Person, ist diejenige, die gemobbt wird und unter der Situation leidet.

  • Verteidiger*innen sind Personen, die sich aktiv gegen das Mobbing einsetzen und die betroffene Person unterstützen.

Cyber|Mobbing passiert auch nicht „einfach so“, sondern entwickelt sich mit der Zeit. Oft beginnt es mit einer ersten Attacke, um die Reaktion der betroffenen Person zu testen. Wenn sich die Person nicht genügend wehrt und niemand eingreift, werden die Angriffe fortgesetzt und intensiviert. Die Gruppe gewöhnt sich daran, und das Mobbing wird als „normal“ angesehen.

Deshalb, je früher eingeschritten wird, desto einfacher ist es Cyber|Mobbing zu stoppen!

Da Mobbing in der Gruppe entsteht, kann auch jede*r in der Gruppe dazu beitragen, dass Mobbing aufhört. Auch du!

Das kannst du tun!

Es ist verständlich, dass es manchmal schwierig ist, in Mobbingsituationen einzugreifen. Vielleicht hast du Angst, selbst ins Visier zu geraten oder denkst dir „Irgendwer anders wird schon was machen“ oder du redest dir ein, dass es „doch nur Spaß“ ist.

Aber denk daran: Cyber|Mobbing kann alle treffen!

Stell dir also vor, wie es dir gehen würde, wenn du gemobbt würdest und was du dir in dieser Situation wünschen würdest.

Also sein couragiert und solidarisch und greife ein:

  • 👀 Achte auf Ausgrenzungen und Gemeinheiten.

  • 🙅 Positioniere dich klar gegen Cyber|Mobbing und Gewalt. Sag deutlich, dass du das nicht okay findest.

  • 🚫 Mach nicht mit! Beteilige dich nicht daran, andere auszuschließen, nicht mit- oder auslachen. Lass dich nicht vom Gruppenzwang beeinflussen.

  • 🤝 Find Verbündete, die ebenfalls gegen Cyber|Mobbing sind und fordere andere auf, sich einzusetzen. In der Klasse könnten das beispielsweise Klassensprecher*innen sein.

  • 🫴 Biete Nähe an: Gehe auf die betroffene Person zu und zeige ihr, dass sie nicht allein ist. So zeigst du den Akteur*innen: „Die betroffene Person gehört zu uns.“ Das ist besonders wichtig, wenn Erwachsene außer Sichtweite sind, z.B. in der Pause oder Umkleidekabine.

  • 🧑 Bekräftige die betroffene Person, sich an eine erwachsene Vertrauensperson zu wenden – das ist kein Petzen, sondern notwendige Unterstützung!

Dein Einsatz kann einen großen Unterschied machen. Sei mutig und solidarisch. Zusammen kann man Mobbing stoppen und ein positives Umfeld schaffen, in dem sich jede*r wohlfühlt.

FAQ Mobbing

WAS KANN ICH TUN, WENN ICH SELBST VON CYBER|MOBBING BETROFFEN BIN?

Was du tun kannst, wenn du selbst von Cyber|Mobbing betroffen bist:

  • Behalte im Hinterkopf, dass dich keine Schuld trifft!

  • Auch wenn es dir unangenehm ist, du dich schämst oder Angst hast, zögere nicht, sondern sprich z.B. mit Freund*innen über die Ereignisse.

  • Wende dich an eine erwachsene Vertrauensperson, und erzähle, was vorgefallen ist – das ist kein Petzen! Du kannst auch eine*n Freund*in fragen, ob er*sie dich begleitet.  

Wenn du Cybermobbing erfährst, kannst du folgendes tun:

  • Reagiere nicht auf Kommentare, auch nicht, um dich zu verteidigen, denn: je mehr Interaktion desto mehr Reichweite.

  • Mache Screenshots von Kommentaren/Nachrichten und sammle diese als Beweise.

  • Melde Kommentare/Inhalte/Profile, die beleidigend oder verletzend sind – die gemeldete Person erfährt nicht, von wem sie gemeldet wurde.

  • Blockiere die Absender*innen.

  • Überprüfe deine Privatsphäre-Einstellungen, sodass Profile und Informationen privat sind/bleiben und nur Menschen, die du gut kennst, Zugang dazu haben. Es gibt z.B. die Einstellung, dass es eine Bestätigung/Freigabe braucht, bevor man von anderen auf Fotos und Videos verlinkt werden kann und ob diese dann im eigenen Profil angezeigt werden.

WAS KANN ICH TUN, WENN GUTE FREUND*INNEN GEMOBBT WERDEN?

Diese Anregungen beziehen sich auf gute/enge Freund*innen, die z.B. in einer anderen Klasse oder Schule sind oder die du aus deiner Freizeit kennst und die von Mobbing betroffen sind.

  • Wenn du vermutest, dass dein*e Freund*in von Cyber|Mobbing betroffen ist, sprich sie*ihn darauf an.

  • Bedanke dich für sein*ihr Vertrauen, es ist nicht einfach darüber zu sprechen.

  • Mache keine Vorwürfe, sei sparsam mit „gut gemeinten“ Ratschlägen. Versichere deiner Freundin*deinem Freund, dass er*sie keine Schuld an der Situation hat und dass es Auswege aus der Situation gibt.

  • Bestärke sie*ihn, sich an eine erwachsene Vertrauensperson zu wenden, begleite ihn*sie dabei und erzähle, was du weißt – das ist kein Petzen, sondern notwendige Unterstützung!

  • Tu allerdings nichts gegen den Willen der betroffenen Person, keine Alleingänge zu Außenstehenden ohne Absprache.

  • Überlegt gemeinsam, wie er*sie auf bestimmte Verhaltensweisen von anderen reagieren könnte – das kann deiner*deinem Freund*in Zuversicht geben, um die schwierige Situation zu bewältigen.


WAS KANN ICH TUN, WENN ICH CYBERMOBBING SEHE?

Diese Anregungen beziehen sich auf das, was du tun kannst, wenn du siehst, dass andere Personen online gemobbt werden.

  • Reagiere nicht auf Kommentare und leite keine Videos/Beiträge auf Social Media weiter, denn: je mehr Interaktion, desto mehr Reichweite. Du kannst der betroffenen Person allerdings eine private Nachricht schreiben/sie persönlich ansprechen und ihr sagen, dass du es nicht okay findest, was ihr passiert.

  • Wenn Cybermobbing in Gruppenchats stattfindet, positioniere dich zuerst im Chat dagegen und warte die Rückmeldungen der anderen ab. Wenn weiter gemobbt wird, tritt aus der Gruppe aus – so zeigst du den anderen, dass du damit nichts zu tun haben willst.

  • Weise die betroffene Person darauf hin, Screenshots von Kommentaren/Nachrichten zu machen und als Beweise zu sammeln.

  • Biete deine Unterstützung und dein Wissen an, wie und wo solche Inhalte gemeldet und blockiert werden können und an wen man sich wenden kann.

  • Meldet gemeinsam Kommentare/Inhalte/Profile, die beleidigend oder verletzend sind – die gemeldete Person erfährt nicht, von wem sie gemeldet wurde.

  • Rate der betroffenen Person, die Absender*innen zu blockieren.

  • Erinnere die betroffene Person daran, ihre Privatsphäre-Einstellungen zu überprüfen, sodass Profile und Informationen privat sind/bleiben und nur Menschen, die man gut kennt, Zugang dazu haben. Es gibt z.B. die Einstellung, dass es eine Bestätigung/Freigabe braucht, bevor man von anderen auf Fotos und Videos verlinkt werden kann und ob diese dann im eigenen Profil angezeigt werden.

  • Teile Informationen über Cyber|Mobbing und dessen Auswirkungen, um Bewusstsein zu schaffen und andere für das Thema zu sensibilisieren.

Bei besonders schweren Fällen wende dich an die Post- und Kommunikationspolizei und/oder an eine Facheinrichtung.

Mehr Infos über Cybermobbing gibt es hier.

WARUM IST MOBBING SO SCHLECHT FÜR DIE GANZE GRUPPE/KLASSE?

Mobbing hat gravierende Folgen und das nicht nur für Betroffene und Akteur*innen, sondern für die ganze Gruppe. Angst, Misstrauen und Unwohlsein sind u.a. die Folge. Das Gemeinschaftsgefühl leidet und es werden Strukturen gestärkt, in denen Anerkennung durch Abwertung erreicht wird. In Schulklassen wirkt sich Mobbing zudem negativ aufs Lernklima und die Leistungsbereitschaft aus. Ein freies Entfalten der eigenen Persönlichkeit, Interessen und Stärken ist kaum möglich.

Ein Gruppenklima, in dem gegenseitige Wertschätzung, Respekt und Rücksicht gelebt werden, kann dazu beitragen, die Entstehung von Cyber|Mobbing zu verringern. Nimm dir Zeit und:

  • sei aufmerksam und sensibel, um erste Ausgrenzungstendenzen zu erkennen und denen entschieden entgegenwirken zu können.

  • Hinterfrage, ob der Umgang miteinander dem entspricht, was du dir wünschst, und tausche dich dazu mit anderen aus.


An wen kannst du dich wenden?

Bei Mobbing in der Schule sind Schulsozialarbeiter*innen oder Schulpsycholog*innen eine gute Anlaufstelle.

Du kannst dich auch einer anderen Person wie Eltern, Verwandte, Lehrpersonen… anvertrauen, bei denen du dich wohlfühlst.

Außerdem gibt es verschiedene Institutionen, bei denen du professionelle Unterstützung findest:

ANLAUFSTELLE: Forum Prävention

Das Forum Prävention ist eine Stiftung aus Bozen, die dafür sorgt, dass Menschen jeden Alters gesund leben und sich gut entwickeln können. Insbesondere setzt sich das Forum mit den Themen Sucht, Gewalt, Mobbing, digitalen Lebenswelten, Essstörungen, mit dem Erwachsenwerden und mit Familienthemen auseinander. 

Webseitewww.forum-p.it
Projekte für junge Leuteafzack.com
Instagramforump_bz
E-Mailinfo@forum-p.it
Telefonnummer +39 0471 324801
AdresseTalfergasse 4, Bozen

Weitere Anlaufstellen

young&direct

Geht’s dir auch manchmal so: du möchtest über ein Problem, eine Frage oder einen Zweifel reden, aber es ist niemand da, der dich versteht? 

Young+Direct nimmt jedes Problem und jede Frage ernst. Egal, was dich beschäftigt, ob Fragen zu Konflikten mit deinen Eltern, Zweifel, Trauer, Gewalt… mit Young+Direct kannst du über alles reden oder schreiben.

Anonym und kostenlos.

Die Jugendberater*innen haben eine Schweigepflicht, das bedeutet alles, was du ihnen schreibst oder erzählst, bleibt unter euch.

WhatsApp345 0817 056
Jugendtelefon0471 155 1 551
E-Mailonline@young-direct.it
Instagram@younganddirect
Webseitewww.young-direct.it
AdresseJohann-Wolfgang-von-Goethe-Straße 42 Bozen

Kinder- und Jugendanwaltschaft

Die Kinder- und Jugendanwältin wird aktiv, wenn sie merkt, dass die Rechte von Kindern verletzt werden, interveniert, wendet sich an andere Behörden, Einrichtungen und Dienste oder auch an die Politik.

WebseiteKinder- und Jugendanwaltschaft
Instagram@kinder_jugendanwaltschaft_bz
Telefonnummer0471 946050
WhatsApp331 1738847
E-Mailinfo@kinder-jugendanwaltschaft-bz.org

Post- und Kommunikationspolizei

Die Post- und Kommunikationspolizei ist eine Sondereinheit der Staatspolizei, die sich mit jeder Art von EDV-Kriminalität beschäftigt (Cybermobbing, Online-Betrug, Kontrolle der sozialen Netzwerke, Hacking…).

Webseite www.poliziadistato.it
E-Mailpolpost.bz@poliziadistato.it
Telefonnummer0471 531410
AdresseReschenstraße, 190, Bozen

La Strada: Il germoglio – der Sonnenschein

Das Kompetenzzentrum „Il Germoglio – Der Sonnenschein“ bietet Präventionsprojekte gegen Gewalt an Minderjährigen, psychologische Unterstützung für Familien in Krisensituationen und für minderjährige Gewalt- und Missbrauchsopfer und deren Familien.

Webseitewww.lastrada-derweg.org
E-Mail-Adressesonnenschein@lastrada-derweg.org
Grüne Nummer800 832 842
Telefonnummer0471 061400
AdresseDantestraße 12 C, Bozen

dubistnichtallein.it

Auf der Webseite www.dubistnichtalleine.it findest du Unterstützung, um deine Gefühle einordnen zu können, Tipps, um damit umzugehen und Anlaufstellen, an die du dich wenden kannst.

Identitätskarte und elektronischer Personalausweis

Die Identitätskarte

Für die Ausstellung einer Identitätskarte musst du persönlich im Meldeamt deiner Wohnsitzgemeinde erscheinen. Wenn man minderjährig ist, muss man von den Erziehungsberechtigten begleitet werden. 🏫

Identitätskarten von volljährigen Personen haben eine Gültigkeit von zehn Jahren, Identitätskarten von Personen zwischen drei und achtzehn Jahren haben eine Gültigkeit von fünf Jahren.⏳

Die Identitätskarte muss erneuert werden, falls sich während der Gültigkeit folgende Informationen verändert haben: Name, Geburtsdatum, Geburtsort, Geschlecht oder Staatsbürgerschaft. 🪪

Volljährige Bürger*innen haben zudem die Möglichkeit bei der Ausstellung anzugeben, ob sie als Organ-, Gewebe- und Stammzellenspender zur Verfügung stehen möchten. 🫀

Hier bekommst du alle Informationen zur Identitätskarte in deiner Gemeinde.

Der elektronische Personalausweis (CIE)

Der elektronische Personalausweis (CIE) ist die einzige vom italienischen Staat zertifizierte physische und digitale Identität. 🪪

Der elektronische Personalausweis ermöglicht:

  • den Nachweis der persönlichen Identität 🙋🏻‍♂️🙋🏼‍♀️

  • den Zugang zu digitalen Diensten 💻

  • die Unterzeichnung von Dokumenten mit elektronischer Signatur – FEA (über die App CieSign) ✍🏻

Die Beantragung 🏫

Die Identitätskarten auf Papier können jederzeit mit einer CIE ersetzt werden. Die elektronischen Identitätskarten können ab dem 180. Tag vor dem Verfallsdatum erneuert werden oder infolge von Verlust, Diebstahl oder Beschädigung nochmals bei Ihrer Gemeinde beantragt werden.

Bei einigen Gemeinden können Termine über das Online-Portal vorgemerkt werden. Falls nicht, wenden Sie sich direkt an Ihre Gemeinde.

Die Verwendung 🔒

Je nach Verwendung gibt es drei Authentifizierungsstufen:

  • Login über die normalen Zugangsdaten

  • zusätzliche Verwendung eines zweiten Faktors

  • Verwendung einen Lesegeräts oder Smartphones mit NFC-Technologie

Die Kosten 💸

Die Kosten der CIE belaufen sich auf 16,79€ plus eventueller Sekretariatsgebühren der Gemeinde.

Mehr Informationen gibt es hier!

Reisepass

Damit bei der Einreise alles reibungslos klappt, ist es wichtig, die richtigen Dokumente dabei zu haben.

Je nach Reiseziel brauchst du entweder nur deine Identitätskarte oder einen Reisepass.

Hier findest du die wichtigsten Infos rund um Gültigkeit, Antrag und Voraussetzungen für den Reisepass.

Reisen innerhalb und außerhalb der EU

Innerhalb der EU kannst du mit deiner Identitätskarte (Personalausweis) reisen. Für die Einreise in die meisten Länder außerhalb der EU benötigst du hingegen einen Reisepass.

Länder für die du keinen Reisepass brauchst

Neben den EU-Ländern gibt es auch einige Staaten außerhalb der EU, in die du als italienischer Staatsbürgerin nur mit der Identitätskarte (Carta d’identità) reisen kannst. Dazu gehören zum Beispiel:

  • 🇪🇺 Alle EU- und Schengen-Staaten

  • 🌍 Albanien, Montenegro, Serbien, Bosnien und Herzegowina (teilweise auch Türkei – je nach Bestimmungen)nige europäische Nicht-EU-Länder wie z. B.:
    • Albanien
    • Montenegro
    • Serbien
    • Bosnien und Herzegowina
    • (teilweise auch Türkei – je nach Reiseart und Bestimmungen)

Wichtig: Die genauen Regelungen können sich ändern (z. B. wegen politischer Entscheidungen oder Einreisebestimmungen). Informiere dich deshalb immer vor der Reise.

Reisepass beantragen

Der Antrag kann – je nach Wohnsitz oder Aufenthaltsort – hier gestellt werden:

  • Quästur Bozen (Passamt)

  • Polizeikommissariate in Meran, Brixen, Brenner und Innichen

  • Polizeistelle Mals im Vinschgau

In manchen Gemeinden kann auch das Meldeamt den Antrag vorbereiten und einen Termin für dich vereinbaren.

Die Terminvereinbarung erfolgt online über das Portal:
passaportonline.poliziadistato.it

Tipp: Termine sind oft schnell vergeben. Kümmere dich frühzeitig um deinen Antrag und prüfe regelmäßig das Portal, da manchmal kurzfristig neue Termine frei werden.

Was du für einen Reisepass brauchst

  • 📅 Einen Termin

  • 🪪 Einen gültigen Ausweis

  • 💸 Eine Stempelmarke zu 73,50€ (erhältlich in der Tabaktrafik)

  • ✉️ Einen Einzahlungsbeleg in Höhe von € 42,70 (muss online über das Internet-Portal PagoPA gemacht werden)

  • 📷 Zwei Passfotos (nicht älter als 3 Monate, weißer Hintergrund, frontal, neutraler Gesichtsausdruck, keine Haare im Gesicht, keine Haar-Accessoires)
Reisepass für Minderjährige – was gilt?

Wenn du noch nicht volljährig bist (unter 18 Jahre), gelten besondere Regeln:

  • 🙋 Persönliches Erscheinen: Du musst persönlich beim Termin erscheinen. Grund: Das Passfoto wird vor Ort bestätigt.

  • 🧑‍🧑‍🧒 Zustimmung der Eltern: Beide Elternteile müssen zustimmen und unterschreiben. Die Unterschrift kann direkt beim Termin erfolgen oder vorher gemacht werden (mit Kopie des Ausweises)

Was passiert beim Termin vor Ort?

eim Termin im Passamt werden deine Unterlagen überprüft und dein Antrag offiziell aufgenommen.

Das passiert vor Ort:

  • 📄 Kontrolle aller Dokumente

  • 🪪 Überprüfung deiner Identität

  • ✍️ Du unterschreibst den Antrag (vor Ort)

  • 🖐️ Abgabe der Fingerabdrücke (ab 12 Jahren)

  • 📷 Das Passfoto wird bestätigt

Der Termin dauert in der Regel nur wenige Minuten, wenn alle Unterlagen vollständig sind.

Wann und wie bekommst du deinen Reisepass?

Nach dem Termin wird dein Reisepass produziert. Die Bearbeitungszeit beträgt meist einige Wochen (vor Ferienzeiten kann es länger dauern).

Du hast dann zwei Möglichkeiten:

  • 📬 Abholung im Amt
    → Du wirst informiert, wann er bereit ist

  • 📦 Zustellung nach Hause (optional, kostenpflichtig)
    → Zustellung per Post/Expressdienst

Wichtig: Plane genug Zeit ein, besonders wenn du ihn für eine bereits geplante Reise brauchst. In dringenden Fällen kannst du dich direkt an das Amt wenden. Dein Reisepass ist erst gültig, wenn du ihn erhalten hast

Wie lange ist ein Reisepass gültig?

Der Reisepass ist gültig:

  • 👶 für Personen von 0 bis 3 Jahren: 3 Jahre

  • 🧒 für Personen von 3 bis 18 Jahren: 5 Jahre

  • 🧑 ab 18 Jahren: 10 Jahre

Ist der Reisepass abgelaufen, muss er neu beantragt werden.

Wichtig: Viele Länder verlangen, dass dein Reisepass bei der Einreise noch mindestens sechs Monate gültig ist. Informiere dich deshalb immer rechtzeitig über die Einreisebestimmungen deines Reiseziels.

Gesundheitskarte

Allgemeine Informationen

Die Gesundheitskarte wird vom italienischen Finanzministerium erlassen. Sie wird dir mittels Post automatisch zugeschickt. ✉️

Sie ist besonders wertvoll, da du zum einen deine Steuernummer kontrollieren kannst und zum anderen in der Apotheke Medikamente kaufen, welche du dann von der Steuer absetzen kannst. 💊

Die Gesundheitskarte hat eine Gültigkeit von fünf Jahren und ermöglicht auch den Zugang zu einigen Online-Diensten. ⏳

Nähere Informationen zur Gesundheitskarte und wie du ein Duplikat anfordern kannst, findest du hier. ℹ️

Die Gesundheitskarte digital immer dabei

Deine Gesundheitskarte brauchst du unter anderem beim Kauf von Medikamenten oder wenn du medizinische Dienstleistungen in Anspruch nimmst. Hast du sie mal nicht zur Hand bzw. vergessen, gibt es die Möglichkeit, sie digital auf deinem Handy zu speichern. Mit der App IO kannst du deine Gesundheitskarte auch digital vorzeigen. 🙌

Dafür benötigst du einen SPID. Lade dir die App IO herunter, logge dich mit SPID oder CIE ein, aktiviere unter „Wallet“ die Funktion „Documenti su IO“ und füge die Gesundheitskarte hinzu. 🫡

Wahlausweis

Allgemeine Informationen

Der Wahlausweis wird den Wählern und Wählerinnen von Amtswegen zugestellt und wird benötigt um wählen zu können. 🗳️

Mit einem Wahlausweis kann man rund 18-mal wählen gehen – man muss ihn also aufbewahren und auch für die nächste Wahl verwenden. 1️⃣8️⃣

Bei Verlust des Wahlausweises muss man sich an die Wohnsitzgemeinde melden. 🙋‍♀️

Bei Wohnsitzwechsel wird von der neuen Wohnsitzgemeinde ein neuer Wahlausweis ausgestellt. Wechselt man den Wohnsitz innerhalb derselben Gemeinde, wird eine Etikette zugesendet, welche selbst am Wahlausweis angebracht werden muss. 🏠

Mehr Informationen über den Wahlausweis gibt es hier! ℹ️

ÜBERSICHT: Anlaufstellen bei Fragen zu (Aus)Bildung und Beruf

Du weißt nicht was du beruflich machen willst? Bist unsicher welche Schule du besuchen sollst?

Du hast die Schule abgebrochen oder bist arbeitslos?

Du hast Probleme im Job oder Fragen zu bestimmten Themen?

Für all das gibt es die richtige Anlaufstelle in Südtirol!
Hier haben wir sie für dich aufgelistet:

Antidiskriminierungsstelle

Die Antidiskriminierungsstelle bietet Beratung, Konfliktschlichtung und Vermittlung bei Diskriminierungserfahrungen.

Instagram@antidiskri_tuteladiscri_bz
Telefonnummer0471 946020
AdresseCavourstraße 23 c, 39100 Bozen
E-Mailinfo@antidiskriminierungsstelle.bz.it

Ausbildungs-, Studien- und Berufsberatung

Die Ausbildungs-, Studien- und Berufsberatung bietet Beratung, Potenzialanalyse und Orientierung, wenn du dich fragst, welcher Job/Schule/Ausbildung zu dir passt.

Telefonnummer0471 413350
E-Mailberufsberatung.bozen@provinz.bz.it
AdresseLandhaus 7, Andreas-Hofer-Straße 18 39100 Bozen
Webseiteberufsberatung-studieninfo.provinz.bz.it/de
Instagram@berufsberatung_orientamento

Gleichstellungsrätin: Diskriminierung und Mobbing am Arbeitsplatz

Die Gleichstellungsrätin unterstützt und berät bei geschlechtsspezifischer Diskriminierung und Mobbing am Arbeitsplatz

Webseitewww.gleichstellungsraetin-bz.org
Telefonnummer0471 946003
E-Mailinfo@consiglieradiparita-bz.org / info@gleichstellungsraetin-bz.org
AdresseCavour Straße 23/c, Bozen
Instagram@gleichstellungsraetin_bz

INPS: Infos zu Sozialversicherung, Steuern, Arbeitslosigkeit usw.

Das INPS ist der wichtigste Sozialversicherungsträger in Italien und kümmert sich außerdem um die Bekämpfung von Schwarzarbeit und Steuerhinterziehung, sowie Sozialleistungsbetrug. Dort bekommst du Informationen über Steuern, Arbeitslosengeld und finanzielle Unterstützungen.

Webseitewww.inps.it/
E-Mailurp.bolzano@inps.it
Telefonnummer803164
AdresseDominikanerpl., 30, 39100 Bozen

JugendCoachingGiovani: Unterstützt beim Finden des passenden Jobs

JugendCoachingGiovani begleitet Jugendliche bei der Suche nach einer passenden Arbeit, Lehrstelle oder dem passenden Bildungsweg.

Telefonnummer und WhatsApp324 7781356
E-Mailcoaching@netz.bz.it
AdresseGoethestraße 42, 39100 Bozen
Webseitewww.netz.bz.it/jugendcoachinggiovani

La Strada – Der Weg: Ausbildung für Arbeitslose

Das Projekt V.I.T.E. 2 von La Strada – Der Weg bietet Ausbildung für Arbeitslose.

Webseitewww.lastrada-derweg.org/v.i.t.e.2
E-Mail Adressevite@lastrada-derweg.org
Telefonnummer3316457400

Lebenshilfe: Unterstützung für Menschen mit Beeinträchtigung

Die Lebenshilfe unterstützt Menschen mit Beeinträchtigung in verschiedenen Lebenslagen.

Webseitewww.lebenshilfe.it
E-Mail Adresseinfo@lebenshilfe.it
Telefonnummer0471 062501
AdresseGalileo Galilei-Str. 4c – 39100 Bozen

Patronate: Informationen zu Pension, Arbeitslosigkeit, Steuern usw.

Patronate bieten Informationen und Beratung bei Themen wie Pension, Arbeitslosigkeit, Familienförderung, Steuern, Gesundheitsfürsorge usw.

Auflistung aller Patronate in Südtirolaswe.provinz.bz.it/adressen-patronate

Talentcenter: Orientierungshilfe für Mittelschüler*innen

Das Talentcenter bietet Ausbildungs- und Berufsorientierung für Mittelschüler*innen.

Webseitewww.talentcenter.bz.it
E-Mail Adressegeorg.lun@handelskammer.bz.it
Telefonnummer0471 945 708

youkando.it: Berufsorientierung

Youkando.it stellt verschiedene Berufe vor, errechnet beim Matching welcher Job zu dir passt und gibt dir so Orientierung für die Berufswahl.

Webseitewww.youkando.it
E-Mail Adresseyoukando@forum-p.it
Telefonnummer+39 0471 324 801
AdresseTalfergasse 4, 39100 Bozen

Young SGBCISL: Vertritt Interessen Jugendlicher auf dem Arbeitsmarkt

Macht sich für die Anliegen, Interessen und Rechte Jugendlicher auf dem Arbeitsmarkt stark.

Instagram@young_sgbcisl
E-Mailyoung@sgbcisl.it
Telefonnummer0471 568461

Fragen zum Thema Job?

In der Unterkategorie Job Info findest du verschiedene Infos zu Themen wie:

Studieren weltweit

Du hast die Matura gemacht und möchtest gerne längerfristig neue Kulturen, neue Länder und eine andere Lebensart kennenlernen? Dann könnte ein Studium in Ausland was für dich sein!

Dabei gibt es verschiedene Optionen: ein Auslandssemester, ein Auslandspraktikum oder ein ganzes Studium im Ausland (Master oder Bachelor).

Aber wie funktioniert das eigentlich?

Wichtige Infos zum Wohnsitz, Krankenversicherung, Arbeiten im Ausland… findest du im Artikel Studieren im Ausland.

Ganzes Studium/für kurze Zeit im Ausland?

Wenn du im Ausland studieren möchtest, hast du die Wahl: Entweder du verbringst dein gesamtes Studium an einer Universität im Ausland, oder du studierst an einer Uni in deinem Heimatland und nutzt die Chance, ein Auslandssemester oder ein Auslandspraktikum zu machen.

Der Vorteil eines Auslandssemesters (oder -praktikum) ist, dass es dafür verschiedene Programme wie Erasmus+ gibt, die dich bei der Planung, Anerkennung der Studienleistung und finanziell unterstützen. Viele Unis haben Partneruniversitäten im Ausland, mit speziellen Abkommen, die ein Auslandsstudium dort erleichtern.

Entscheidest du dich für ein komplettes Studium im Ausland, kannst du noch intensiver in das Land, die Kultur und das dortige Studentenleben eintauchen. Du wirst die Möglichkeit haben, die Sprache fließend zu lernen, neue Freunde zu finden und wertvolle internationale Kontakte zu knüpfen. Allerdings ist die Planung deutlich umfangreicher, und ein Studium im Ausland kann, besonders in Ländern wie den USA oder Großbritannien mit hohen Studiengebühren, teuer sein. Daher ist es wichtig, frühzeitig mit den Vorbereitungen zu beginnen – am besten mehr als ein Jahr im Voraus.

Welches Land und welche Universität?

Vielleicht hast du schon immer davon geträumt, an einer bestimmten Universität zu studieren, oder du möchtest an eine renommierte Uni, weil sie für dein Wunschstudienfach besonders bekannt ist.

Oder du interessierst dich für ein bestimmtes Land, möchtest dort unbedingt mal leben und suchst dir deshalb dort eine passende Universität und Studiengang für dich.

Bei der Auswahl des Landes solltest du auch auf Sprache, Situation vor Ort, Beziehungen deines Heimatlandes mit dem Zielland und Kosten achten.

Sobald du dich für ein Land entschieden hast, geht es darum, die richtige Universität zu finden. Überlege, welches Studienfach dich interessiert und welche Universitäten in diesem Bereich besonders gut sind. Viele Hochschulen bieten spezielle Programme für internationale Studierende an und unterstützen dich bei der Bewerbung.

Der Bewerbungsprozess kann je nach Land und Universität unterschiedlich sein. Normalerweise musst du deine bisherigen Schul- oder Studienleistungen nachweisen, oft auch in übersetzter Form. In manchen Ländern brauchst du auch ein Sprachzertifikat, das deine Sprachkenntnisse bestätigt (Sprachkurse).

Plane genug Zeit ein, um alle Unterlagen zusammenzustellen und dich zu informieren, welche Fristen gelten. Es kann auch hilfreich sein, dich bei deiner Schule oder Universität beraten zu lassen. In vielen Fällen gibt es dort Experten, die dir bei der Bewerbung für ein.

Außerdem gibt es Organisationen, die dabei helfen, ein Auslandsstudium umzusetzen, die meisten sind dafür aber zu honorieren.

Für Infos rund um die Wohnungssuche und den Wohnsitz, schau in diesen Artikeln nach:

Was kostet ein Studium im Ausland?

Die Kosten für ein Studium im Ausland können stark variieren. In einigen Ländern, wie in vielen europäischen Ländern, sind die Studiengebühren recht niedrig oder es gibt sogar keine. In anderen Ländern, wie den USA oder Großbritannien, können die Gebühren höher sein. Vergiss nicht, auch die Lebenshaltungskosten einzuplanen – Miete, Essen und Freizeitgestaltung.

Es gibt aber viele Stipendien und Förderprogramme, die dir helfen können, die Kosten zu decken. Informiere dich rechtzeitig über Stipendienmöglichkeiten in deinem Heimatland und im Zielland. Die Provinz Bozen vergibt beispielsweise jedes Jahr Studienbeihilfen für Studierende in und außerhalb Südtirols.Auch die EU bietet spezielle Förderprogramme wie Erasmus+ an, die den finanziellen Druck mindern können.

Wenn du dir im Ausland einen Nebenjob suchst, musst du vor allem zwei Dinge beachten: die Krankenversicherung und die Steuern. Dazu mehr im Artikel Studieren im Ausland

Rückkehr nach Italien

Wenn du nach dem Studium nach Italien zurückkommen möchtest, solltest du dich im Vorfeld auch über die Anerkennung von ausländischen Studien- und Berufstiteln informieren.

Neben der Südtiroler HochschülerInnenschaft kannst du dich bei Fragen zur Anerkennung auch an die Studieninformation Südtirol wenden.

Rückkehrer*innen aus dem Ausland können unter bestimmten Voraussetzungen Steuervergünstigungen in Anspruch nehmen. Bekannt ist diese Maßnahme auch unter der Bezeichnung „rientro dei cervelli“. „Wenn du dir genauere Informationen zu diesem Thema einholen möchtest, wendest du dich am besten schon während des Studiums an eine Gewerkschaft oder Steuerkanzlei.

Infos der Ausbildungs-, Studien und Berufsberatung

Die Ausbildungs-, Studien- und Berufsberatung gibt dir einen Überblick über das Studium weltweit.


Infos der Südtiroler HochschülerInnenschaft

Weitere wichtige Informationen über dein Studium findest du auch auf der Seite der Südtiroler HochschülerInnenschaft. Hier erhältst du einen Überblick über:

Weitere Informationen

Infos zum Studieren im Ausland gibt es hier:

Darüberhinaus geben dir folgende Seiten einen Überblick. Generell gibt es unzählige Organisationen und Initiativen die Auslandsstudien anbieten bzw. organisieren.

Eine Auflistung der Hochschulen weltweit findest du hier:

Studieren in Italien

Italien, für viele ein Sehnsuchtsland, bietet tolle kulturelle Angebote, eine bezaubernde Landschaft und gutes Essen.

Das Universitätssystem und das Studentenleben sind aber ein bisschen anders als das deutsche und österreichische.

Dazu jetzt mehr!

Das italienische Hochschulsystem

Grundsätzlich gilt das Hochschulsystem in Italien als theoriebasiert und traditionell angelegt gilt. Vorlesungen und mündliche Prüfungen dominieren.

Es gibt verschiedene Typen von Universitäten:

  • staatlich anerkannte Universitäten

  • staatliche technische Hochschulen (Politecnici)

  • staatlich anerkannte Privatuniversitäten

  • internationale Universitäten (spezialisiert auf ausländische Studierende in Italien)

  • Fernhochschulen

International und europäisch gesehen ist das italienische Universitätswesen sehr angesehen und wird vor allem aufgrund seiner Qualitäten im geisteswissenschaftlichen Bereich geschätzt.
In den internationalen Rankings belegen Italiens Universitäten aber nicht mehr die höchsten Plätze, weil sie als chronisch unterfinanziert gelten.

Im Studiensystem ist Italien zwar bereits 2001 ebenfalls auf ein zwei-stufiges System umgestiegen, jedoch heißen die Abschlüsse in Italien immer noch „laurea triennale“ und „laurea biennale“ und nicht Bachelor und Master.

Weiterer Unterschied ist der Studienbeitrag, der in Italien verpflichtend je nach Einkommen der Familie und dem Studierenden zu bezahlen ist.

Das Universitätssystem ist eher zentralistisch organisiert. Viele Entscheidungen hängen also vom staatlichen Ministerium ab.

Weitere Informationen findest du hier.

Wo studieren? Die beliebtesten Studentenstädte

Italien hat das älteste Universitätssystem in Europa, mit der Universität von Bologna (1088), der Universität von Neapel (1224) und der Universität von Rom (1303).

Doch welche Städte sind heute bei Studierenden beliebt?

  • 🇮🇹 Bologna: Die Hauptstadt der Emilia Romagna gilt als DIE Studentenstadt in Italien. Fast ein Drittel der Bevölkerung machen Studierende aus. Die Universität Alma Mater Bologna ist die älteste Universität Europas und eine der beliebtesten in Italien. Der Stadtkern ist sehr belebt und bietet viele soziale und kulturelle Unterhaltungsmöglichkeiten.
    Mehr Info findest du im UniCheck: Bologna

  • 🇮🇹 Milano: Die Modestadt Mailand zieht nicht nur aufgrund der Größe und des Lifestyles viele Studierende an, sondern auch wegen der herausragenden Universitäten vor allem im wirtschaftlichen und technischen Bereich und vielen Jobmöglichkeiten. In Mailand gibt es zwei berühmte staatliche Universitäten das „Politecnico“ und die „Statale“ zudem die Elite-Wirtschaftsuniversität Bocconi und die katholische Privatuniversität „Sacro Cuore“.
    Mailand ist beliebt bei Großstadtliebhabern und Kosmopoliten, denn die Stadt ist kulturell spannend und lebendig.
    Für Fußballfans gibt es in der Stadt sogar zwei Weltvereine, den AC Milan und Inter.
    Mehr Infos findest du im UniCheck: Milano

  • 🇮🇹 Roma: Die Hauptstadt Italiens war über Jahrhunderte die wichtigste Stadt Europas. Heute spielen sich in Rom alle wichtigen Ereignisse Italiens ab. Zudem verfügt die malerische Stadt über wahnsinnig viele spannende historische und kulturelle Denkmäler. Über 200.000 Studierende machen Rom zu einer spannenden Stadt für junge Menschen, die beispielsweise die staatlichen Universitäten „La Sapienza“, „Tor Vergata“, „Roma III“ oder „Foro Italico“ besuchen. Darüberhinaus gibt es Privatuniversitäten und die Päpstlichen Hochschule im Vatikan.
    Rom hat ein vielfältiges Nachtleben, gute Restaurants und jede Menge Kneipen.

  • 🇮🇹 Trento: In unserer Nachbarprovinz Trentino gibt es die Universitá di Trento mit rund 15.000 Studierenden, verteilt auf zwei Standorte: Rovereto und Trient. Die Universität hat Fakultäten für Wirtschaftswissenschaften, Soziologie, Rechtswissenschaften, Literatur und Philosophie, Mathematik, Physik und Naturwissenschaften, Ingenieurwissenschaften und Kognitive Wissenschaften – also ein recht breites Angebot. Die kurze Distanz macht Trient bei Südtiroler Studierenden attraktiv.

  • 🇮🇹 Verona: Ein beliebter Studienort für Südtiroler*innen ist auch Verona, wo rund 23.000 Studierende in der staatlichen Universität inskribiert sind. Verona liegt im Norden des Veneto und ist von Südtirol aus mit einer kurzen Zugfahrt erreichbar. Die Universität hat ein breites Angebot und auch die Stadt bietet kulturell und kulinarisch einiges. Bars, Clubs und Kneipen sind nicht weit von der Uni entfernt, denn der Campus liegt direkt an der Altstadt.
    Mehr Infos findest du im UniCheck: Verona

Weitere Studienorte

Infos der Ausbildungs-, Studien und Berufsberatung

Die Ausbildungs-, Studien- und Berufsberatung gibt dir einen Überblick über das Studium in Italien.

Studienrichtungen in Italien

Die Ausbildungs-, Studien- und Berufsberatung gibt dir einen Überblick über verschiedene Studienrichtungen.

Hier bekommst du genaue Informationen über die Studienrichtungen und die passenden Ausbildungen bzw. Universitäten dazu. 

Aufnahmeprüfungen, Zulassung und Fristen

Was die Zulassung betrifft, gibt es drei verschiedene Modelle:

  • 📄 Zulassungsbeschränkte Studiengänge Staatsweiter Numerus Clausus („Numero chiuso a livello nazionale“): Für die Studiengänge Humanmedizin, Zahnmedizin, Veterinärmedizin, Architektur, Gesundheitsberufe und Bildungswissenschaften für den Primarbereich wird jährlich eine Ausschreibung vom zuständigen Ministerium veröffentlicht. Der Aufnahmetest findet in der Regel in der ersten Septemberhälfte statt und wird landesweit am gleichen Tag durchgeführt. Für Humanmedizin, Zahnmedizin und Veterinärmedizin der TOLC-Test verwendet. Privatuniversitäten können eigene Auswahlverfahren festlegen.

  • 💬 Lokaler Numerus Clausus – „Numero chiuso locale”: Die Universitäten veröffentlichen ihre eigenen Ausschreibungen, in denen sie die Anzahl der verfügbaren Plätze sowie die Auswahlmodalitäten und Prüfungsinhalte festlegen. Die Auswahl der Studierenden erfolgt in der Regel zweimal im Jahr, einmal im Frühjahr (März-April) und einmal im Sommer/Herbst (August-September). Diese Zeiträume werden als Frühjahrssession und Sommer-/Herbstsession bezeichnet. Detaillierte Informationen findest du auf den Webseiten der jeweiligen Universitäten.

  • 🆓 Zulassungsfreie Studiengänge:
    Komplett freier Zugang („Accesso libero“): Hier kannst du dich direkt in den gewünschten Studiengang einschreiben, ohne vorherige Aufnahmeprüfung.
    Freier Zugang mit Einstiegstest („Accesso libero con test autovalutativo“): Hier musst du einen Test absolvieren, der deine grundlegenden Kenntnisse prüft. Dieser Test ist jedoch nicht entscheidend für die Zulassung, sondern dient dazu, etwaige Wissenslücken zu ermitteln, die du dann im ersten Studienjahr ausgleichen musst.

Weitere Infos zu Zulassung und Fristen findest du auf der Webseite der Ausbildungs-, Studien und Berufsberatung oder auf den Seiten der jeweiligen Universitäten.

Unter Aufnahmeprüfungen in Italien findest du Tipps, wie du dich auf eine Prüfung vorbereiten kannst.

Studiengebühren

In Italien musst du an allen Universitäten Studiengebühren bezahlen, die jedoch an die finanzielle Situation deiner Familie angepasst werden. Um diese Anpassung vorzunehmen, ist die Einreichung der sogenannten Einheitlichen Einkommens- und Vermögenserklärung (ISEE) erforderlich. Wenn du diese Erklärung nicht einreichst, musst du die maximalen Studiengebühren bezahlen.

Private Universitäten haben oftmals ein eigenes System zur Reduzierung der Studiengebühren. In den meisten Fällen wird die ISEE dort nicht eingesetzt. 

Infos der Südtiroler HochschülerInnenschaft

Weitere wichtige Informationen über dein Studium in Italien findest du auch hier auf der Seite der Südtiroler HochschülerInnenschaft. Hier erhältst du einen Überblick über:

Zudem haben sie eine Außenstelle in Bologna.

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