Alkohol, Zigaretten, Snus – Was ist erlaubt?

Gespräche über Alkohol, Drogen oder E-Zigaretten tauchen im Alltag vieler Jugendlicher auf – ob in der Schule, bei Festen oder online. Gleichzeitig herrscht oft Unsicherheit: Was ist in Südtirol eigentlich erlaubt? Welche Regeln gelten?

Damit du dich besser auskennst, bekommst du hier eine einfache und verständliche Einführung in die wichtigsten Gesetze. So weißt du, wo die Grenzen liegen und wie du im Alltag sicher und selbstbewusst entscheiden kannst.

Die folgenden Infos stammen von der Kinder- und Jugendanwaltschaft – falls du Fragen hast oder Unterstützung brauchst, wende dich jederzeit an sie!

Die wichtigsten Infos rund ums Thema Alkohol, Drogen und E-Zigaretten findest du in dieser Broschüre ⬇️

Ab wann darf man in Südtirol Alkohol trinken?

In Italien (und damit auch in Südtirol) gilt:

  • 👮‍♀️ Wer Jugendlichen unter 16 Jahren Alkohol verkauft oder ausschenkt, begeht eine Straftat.

  • 💸 Auch an Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren ist der Verkauf bzw. Ausschank von Alkohol verboten. Nun handelt es sich aber um eine Verwaltungswidrigkeit. Das heißt: Es gibt eine Geldstrafe, aber keine Vorstrafe.

Welche weiteren Regeln gibt es?

Es gibt Tätigkeiten, die nicht gemacht werden dürfen, wenn man Alkohol getrunken hat:

  • 🧑‍🔧 Betrunken zur Arbeit zu gehen ist nicht erlaubt.

  • 🚙 Im Straßenverkehr gilt: Ab 0,5 g/l Alkohol im Blut darf man weder Auto noch Fahrrad fahren.

  • 🥴 Schon das Betrunkensein an öffentlichen Orten wie Straßen, Plätzen oder Bars kann zu einer Verwaltungsstrafe führen.

WELCHE REGELN GELTEN IM STRASSENVERKEHR?

Alkohol und Autofahren passen nicht zusammen. Das Gesetz ist ziemlich streng! Generell gilt:

  • 🚙 Bis 0,5 g/l Alkohol im Blut: erlaubt (aber trotzdem riskant!).

  • 💸 Ab 0,5 g/l: Geldstrafe.

  • 🚓 Ab 0,8 g/l: Straftat „Trunkenheit am Steuer“ – Die Folgen können unterschiedlich sein: von einer Geldstrafe über den Entzug des Führerscheins bis hin zu Gefängnis in sehr schweren Fällen.

GOOD TO KNOW: Bei Fahranfänger:innen gilt 0,0!

Also, wenn du getrunken hast, ruf lieber ein Taxi oder einen Shuttle, der dich sicher nach Hause bringt!

Shuttlenummern findest du in der Kategorie „Events“!

Was sind die Altersgrenzen bei E-Zigaretten, Tabak & Co?

In Italien ist es gesetzlich verboten, Produkte, die Nikotin oder Tabak enthalten, an Minderjährige unter 18 zu verkaufen oder auszuhändigen. Das gilt also für:

  • 🚭 Zigaretten
  • 🚬 Tabakprodukten aller Art
  • 💨 E-Zigaretten
  • 💧 nikotinhaltigen Liquids

Wichtig zu wissen: Rauchen und Dampfen sind an bestimmten Orten generell verboten, zum Beispiel in Schulen und auf dem Schulhof, in vielen Sportanlagen usw.

Der Verkauf von Snus ist in der ganzen EU (außer Schweden) verboten. In Italien darf Snus grundsätzlich nicht verkauft werden – weder an Erwachsene noch an Jugendliche.

Drogen – Was sagt das Gesetz?

Bei Drogen wird zwischen Handel und Besitz bzw. Gebrauch unterschieden.

DROGENHANDEL

Der Handel mit Drogen – also Verkauf, Weitergabe, Anbau ohne Genehmigung usw. – ist immer eine Straftat. Die Strafen reichen von hohen Geldstrafen bis zu Gefängnis.

PERSÖNLICHER GEBRAUCH UND BESITZ

Der persönliche Konsum gilt in Italien nicht als Straftat, sondern als Verwaltungswidrigkeit.
Das heißt: Wer mit kleineren Mengen (z. B. Cannabis) für den Eigengebrauch erwischt wird, bekommt keine Vorstrafe, muss allerdings mit verwaltungsrechtlichen Sanktionen rechnen.

Mögliche Folgen:

  • 🪪 Führerschein oder Reisepass werden für eine Zeit eingezogen,

  • 💬 verpflichtende Gespräche oder Auflagen.

UND BEI MINDERJÄHRIGEN?

Wenn Jugendliche mit Drogen erwischt werden:

  • 🧑‍🧑‍🧒 Eltern oder Erziehungsberechtigte werden informiert.

  • 🗣️ Die Jugendlichen müssen meist zum Gespräch ins Regierungskommissariat.

  • 👮‍♀️ Dort wird entschieden, ob eine Verwaltungsstrafe verhängt wird.

ANLAUFSTELLE: Die Kinder- und Jugendanwaltschaft

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft berät dich, klärt dich über deine Rechte (und Pflichten) auf, kann zwischen dir, deinen Eltern, Lehrpersonen und anderen beteiligten Personen vermitteln und nennt dir eventuell andere Anlaufstellen, z.B. für eine psychologische Beratung. 

Alle Leistungen der Kinder- und Jugendanwaltschaft sind kostenlos und vertraulich.

Die Kinder- und Jugendanwältin wird aktiv, wenn sie merkt, dass die Rechte von Kindern verletzt werden, interveniert, wendet sich an andere Behörden, Einrichtungen und Dienste oder auch an die Politik. Die Kinder- und Jugendanwaltschaft ist aber auch in der Vorsorge tätig und versucht die Gesellschaft zum Thema Kinderrechte zu sensibilisieren.

Du hast Fragen wie: 

Darf mir mein Lehrer verbieten, während des Unterrichts etwas zu trinken? Ab wann darf ich mir ein Tattoo stechen lassen? Ab wann darf ich mit meinen Freundinnen verreisen? Was kann ich gegen Mobbing tun?

Dann melde dich bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft

Instagram@kinder_jugendanwaltschaft_bz
Telefonnummer0471 946050
WhatsApp331 1738847
E-Mailinfo@kinder-jugendanwaltschaft-bz.org

ANLAUFSTELLE: streetlife.bz

streetlife.bz ist ein Safer Nightlife Projekt, das direkt in den Nacht- und Freizeitszenen in ganz Südtirol präsent ist. Als mobile Interventionsform sensibilisiert streetlife.bz die Besucher*innen von diversen Veranstaltungen zu den Thematiken des legalen und illegalisierten Substanzkonsums, sexuell übertragbaren Krankheiten, das Verhalten im Nachtleben und die Vorbeugung von Notfällen im Zusammenhang mit Alkohol- und Drogenkonsum.

Mehr Informationen gibt’s auf der Webseite von streetlife.bz.

Weitere Anlaufstellen

Forum Prävention: Fachstelle Sucht

Das Forum Prävention ist eine Stiftung aus Bozen, die dafür sorgt, dass Menschen jeden Alters gesund leben und sich gut entwickeln können. Insbesondere setzt sich das Forum mit den Themen Sucht, digitalen Lebenswelten, Essstörungen, mit dem Erwachsenwerden und mit Familienthemen auseinander. 

Webseitewww.forum-p.it
Projekte für junge Leuteafzack.com
Instagramforump_bz
E-Mailinfo@forum-p.it
Telefonnummer +39 0471 324801
AdresseTalfergasse 4, Bozen

young&direct: Jugendberatungsstelle

Young+Direct nimmt jedes Problem und jede Frage ernst. Egal, was dich beschäftigt, ob Fragen zu Konflikten mit deinen Eltern, oder zu Themen wie Sucht, Abhängigkeit und psychischen Belastungen… mit Young+Direct kannst du über alles reden oder schreiben. Anonym und kostenlos.

WhatsApp345 0817 056
Jugendtelelfon0471 155 1 551
E-Mailonline@young-direct.it
Instagram@younganddirect
Webseitewww.young-direct.it
AdresseJohann-Wolfgang-von-Goethe-Straße 42 Bozen

Hands & younghands: Therapiezentrum

Das Therapiezentrum hilft Menschen mit Abhängigkeitsproblemen mit Alkohol, Medikamenten, Glücksspiel sowie Computerspiel oder anderen Suchtformen. Außerdem ist HANDS Anlaufstelle für die Familienangehörigen und Freunde von Betroffenen.

Webseitewww.hands-bz.it
E-Mailinfo@hands-bz.it
Telefonnummer0471 270924
AdresseDuca d’Aosta Allee 100 | 39100 Bozen

Young HANDS ist die Anlaufstelle für Jugendliche mit Suchtverhalten: Alkohol, Medikamente, Glücksspiel, Gaming, Social-Media

Webseitewww.young-hands.it
Grüne Nummer800720762
E-Mailinfo@hands-bz.it
Telefonnummer0471 270924
AdresseDuca-d’Aosta-Allee, 100, 39100 Bozen

Dienst für Abhängigkeitserkrankungen

Beratung, ambulante Behandlung und Prävention von Abhängigkeitserkrankungen.

Webseitewww.sabes.it/de/dienst-fuer-abhaengigkeitserkrankungen
E-Mailsert-dfa@sabes.it
Telefonnummer+39 0471 437 070

Bach Badgart: Therapieeinrichtung

Stationäre Therapie bei psychischen Erkrankungen wie Depression, Essstörungen oder Abhängigkeiten.

Webseitewww.sabes.it/de/bad-bachgart
E-Mailbadbachgart@sabes.it
Telefonnummer+39 0472 887 600
AdresseSt. Pauls 56, 39030 Rodeneck

Sind Feuerwerke eigentlich erlaubt?

Für viele gehört ein buntes Feuerwerk einfach zu Silvester dazu. Es sieht beeindruckend aus, macht Stimmung und lässt das neue Jahr laut und leuchtend beginnen. Aber: Feuerwerke haben auch eine andere Seite – sie bringen Risiken mit sich, belasten Umwelt und Tiere, und sind in Südtirol meist verboten, wenn man keine Genehmigung hat.

Hier erfährst du, was erlaubt ist, welche Probleme Feuerwerke verursachen können und wie du Ärger vermeidest.

Ist Feuerwerk in Südtirol erlaubt?

Feuerwerkskörper sind pyrotechnische Gegenstände. Je nach Gefährlichkeit werden sie in verschiedene Kategorien eingeteilt.

Der Kauf von Feuerwerken ist in Südtirol erlaubt, allerdings nur für Volljährige. Minderjährige unter 18 Jahren dürfen kein Feuerwerk kaufen!

Ausnahme: Kleinstfeuerwerk der Kategorie F1 (z. B. Wunderkerzen, Partyknaller, Tischfeuerwerk). → Dieses darf in Italien schon ab 14 Jahren gekauft werden, da es wenig gefährlich ist und kaum Lärm macht.

Für Feuerwerk mit mittlerem bis hohem Gefahrenpotenzial braucht man zusätzlich eine spezielle Lizenz.

Aber darf es dann auch gezündet werden?

Kurz gesagt: Das Abbrennen von Feuerwerken in bewohnten Gebieten oder nahe öffentlicher Straßen braucht eine Genehmigung der örtlichen Sicherheitsbehörde bzw. der Bürgermeisterin oder des Bürgermeisters.

Das gilt für die meisten Arten von Feuerwerkskörpern, besonders für Raketen und Böller.

Da die Regeln von Ort zu Ort etwas anders sind, ist es immer wichtig, sich direkt bei der Gemeinde zu informieren! Einige Gemeinden erlauben öffentliche, organisierte Feuerwerke – aber privat zünden ist meist tabu.

Wenn du ohne Erlaubnis Feuerwerk abschießt, kann dich das 300 bis 900 € kosten.
Außerdem kann es Ärger geben, wenn du jemanden verletzt oder Sachschäden verursachst – dann haftest du persönlich.

Verantwortlich feiern – so geht’s

  • ℹ️ Informiere dich bei deiner Gemeinde, ob es ein Verbot gibt (viele Städte wie Bozen haben klare Regeln).

  • 🗃️ Genehmigung rechtzeitig beantragen.

  • 👷 Achte auf Sicherheit und halte Abstand zu Menschen und Häusern.
Sicherheitstipps für Feuerwerk

Wenn du ein Feuerwerk zünden darfst (nur mit Genehmigung!), solltest du unbedingt auf Sicherheit achten. So schützt du dich selbst und andere:

✅ Vor dem Zünden

  • Nur zugelassenes Feuerwerk benutzen. Keine selbstgebauten oder illegalen Böller!

  • Gebrauchsanleitung lesen. Klingt langweilig, hilft aber wirklich.

  • Genug Abstand einplanen. Weg von Häusern, Autos, Bäumen und Menschen.

  • Alkohol vermeiden. Böllern und Alkohol passen nicht zusammen.

  • Feuerwerk trocken lagern. Nicht in der Jackentasche!

🚀 Beim Zünden

  • Raketen nur aus stabilen Flaschen oder Rohren starten. Niemals in der Hand halten.

  • Böller auf den Boden legen und dann anzünden. Nicht werfen oder in Menschenmengen benutzen.

  • Schnell Abstand nehmen. Nach dem Anzünden einige Meter zurückgehen.

  • Niemals nachzünden. Wenn etwas nicht zündet: liegen lassen! Es kann verspätet explodieren.

🔥 Nach dem Feuerwerk

  • Blindgänger nicht anfassen. Mit Wasser unbrauchbar machen und entsorgen.

  • Müll aufsammeln. Schützt Tiere und Umwelt.

  • Tiere und Nachbarn respektieren. Möglichst nicht direkt neben Wohnhäusern knallen.

🧯 Gut zu haben

  • Erste-Hilfe-Set

  • Wasser, Sand oder einen Feuerlöscher griffbereit

  • 💡 Überlege Alternativen: Lichtershows, Musik…

Die Schattenseite: Risiken & Nebenwirkungen

Feuerwerke können mehrere negative Auswirkungen haben:

Verletzungen und Unfälle

  • 🔥 Verbrennungen

  • 👀 Augenverletzungen

  • 💥 Hörschäden durch laute Knaller

  • 🧯 Brände, besonders bei trockenen Bedingungen

Stress für Tiere

  • 🥺 Haustiere bekommen oft Todesangst

  • 🦌 Wildtiere fliehen panisch und können verletzt werden

Umweltbelastung

  • 🌬️ Feinstaub in der Luft

  • 🚮 Müll durch Karton, Plastik und Metall

  • ☠️ Giftstoffe, die in Boden und Wasser gelangen

Lärm

  • 😰 Menschen fühlen sich gestört oder verängstigt

  • 🚨 Krankenhäuser berichten oft von zusätzlichen Notfällen

Fazit

Feuerwerke können wunderschön sein – aber sie bringen echte Risiken mit sich. Deshalb sind sie in Südtirol nicht einfach erlaubt, sondern nur mit Genehmigung. Wenn du feiern willst, tu es bewusst und sicher.

Was darf die Polizei?

Ob im Park, beim Konzert oder einfach unterwegs: Irgendwann kommt fast jede:r mal in eine Situation, in der Polizei oder Security im Spiel sind. Viele wissen dann nicht genau, was erlaubt ist – und was nicht.

Damit du nicht in unangenehme oder sogar strafbare Situationen gerätst, haben wir die wichtigsten Punkte für dich zusammengefasst: Was Ordnungskräfte dürfen, was du darfst und wo klare Grenzen liegen.

Die folgenden Infos stammen von der Kinder- und Jugendanwaltschaft – falls du Fragen hast oder Unterstützung brauchst, wende dich jederzeit an sie!

Die wichtigsten Infos im Umgang mit Ordnungskräften findest du in dieser Broschüre ⬇️

Das darfst du im Umgang mit Ordnungskräften nicht tun:

  • 🚫 Ordnungskräfte sind laut Gesetz Amtspersonen, d. h. Personen, die Funktionen im öffentlichen Interesse ausüben, und dürfen als solche in ihrer Tätigkeit nicht behindert werden.

  • 🤳 Das italienische Gesetz verbietet ausdrücklich die Verbreitung von Videos und anderen Aufnahmen von Ordnungskräften bei der Ausübung ihres Dienstes in den sozialen Medien.

Muss ich der Polizei meinen Ausweis zeigen?

  • 🗣️ In Italien gibt es keine generelle Pflicht, einen Ausweis mitzuführen, aber Bürger*innen müssen auf Anfrage einer Amtsperson ihre Personalien angeben, also Angaben zu ihrer Identität machen. Bei Verweigerung drohen strafrechtliche Konsequenzen.

  • 🪪 Ausweispflicht gilt aber in bestimmten Fällen, etwa bei „gefährlichen oder verdächtigen Personen“.

  • ℹ️ Es ist jedenfalls ratsam, immer einen Ausweis (z. B. Identitätskarte, Reisepass, Führerschein etc.) bei sich zu tragen. Nicht-EU-Bürger müssen zusätzlich zur Identifikation ihre Aufenthaltsgenehmigung vorzeigen.

Darf die Polizei oder Security meine Taschen durchsuchen?

  • 🎒 Die Ordnungskräfte dürfen deine Tasche oder deinen Rucksack nur in bestimmten, gesetzlich ausdrücklich vorgesehenen Fällen durchsuchen: auf Anordnung der Gerichtsbehörde; wenn es konkrete Anhaltspunkte dafür gibt, dass du eine Straftat begangen hast, begehst oder planst (z. B. Diebstahl) oder dass du gefährliche Gegenstände wie Waffen mit dir führst.

  • 🔫 Für den Besitz einer Waffe ist in der Regel ein Waffenschein oder eine eigene Genehmigung erforderlich. Darüber hinaus ist es in der Regel verboten, Waffen oder andere potenziell gefährliche Gegenstände mit sich zu führen.

  • 👮‍♀️ Die betroffene Person hat das Recht, von einer Person des gleichen Geschlechts inspiziert zu werden. In einigen Fällen kann die Amtsperson medizinisches Personal anfordern (z.B. bei der Suche nach Drogen im Körper).

Darf die Polizei mein Handy durchsuchen?

❌ Nein, in Italien braucht es dafür ein begründetes Dekret der Gerichtsbehörde.

Nur in dringenden Fällen, z. B. wenn du auf frischer Tat ertappt wirst oder wenn Beweise sofort verloren gehen könnten, darf die Polizei direkt handeln. Aber auch dann muss diese Maßnahme unverzüglich der Gerichtsbehörde gemeldet und innerhalb von 48 Stunden von ihr bestätigt werden. Niemand darf also unbegründet den Inhalt deines Handys kontrollieren oder dich zwingen, dein Passwort preiszugeben. Deine Kommunikation und jede Form der Mitteilung werden auch ausdrücklich durch Artikel 15 der Verfassung geschützt.

Muss ich der Polizei die Tür öffnen?

Grundsätzlich ist es ratsam, der Polizei die Tür zu öffnen. Für eine Hausdurchsuchung ist in den meisten Fällen ein Beschluss der Justizbehörde erforderlich – außer es handelt sich um eine Festnahme auf frischer Tat, die Vollstreckung eines Haftbefehls oder einer Freiheitsstrafe, oder um Fälle von Drogenhandel oder illegalem Waffenbesitz. In solchen Situationen kann die Polizei auch dann gewaltsam eindringen, wenn man ihr nicht öffnet.

Außerdem kann die Weigerung zu öffnen den Straftatbestand des Widerstands gegen die Staatsgewalt erfüllen, der mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden kann.

Wenn man die Tür öffnet, ist es dennoch legitim, höflich darum zu bitten, den Dienstausweis der Beamtin oder des Beamten einsehen zu dürfen.

Was passiert im Falle einer Festnahme bzw. Verhaftung?

Zunächst klären wir kurz den Unterschied zwischen den zwei Begriffen.

Von Verhaftung spricht man, wenn jemand auf frischer Tat ertappt wird. Eine Festnahme erfolgt bei Fluchtgefahr.

  • 💬 In beiden Fällen sind die Amtsträger der Gerichtspolizei verpflichtet, klar und deutlich über dein Recht, einen Anwalt bzw. eine Anwältin hinzuzuziehen, aufzuklären, dir den Grund der Festnahme oder Verhaftung zu erklären, und dich auf die Möglichkeit der Einbeziehung eines Übersetzers (falls notwendig) sowie auf das Recht zu schweigen, hinzuweisen.

  • 🔞 Wenn du noch nicht 18 Jahre alt bist, sind sie außerdem verpflichtet, deine Eltern bzw. Erziehungsverantwortlichen zu informieren.

  • ⏳ Sowohl die Festnahme als auch die Verhaftung dürfen die Dauer von 96 Stunden nicht überschreiten. Innerhalb dieser Frist entscheidet der Richter über die Bestätigung der Verfügung.

  • 📸 Bei einer Festnahme oder Verhaftung aufgrund des Verdachtes eine Straftat begangen zu haben, wirst du einem Verfahren zur Identifizierung unterzogen, d. h. es werden deine Fingerabdrücke abgenommen und Fotos gemacht. Du darfst dies nicht verweigern. Allerdings müssen die von den Amtsträgern der Gerichtspolizei gesammelten Daten gelöscht werden, sobald du nicht mehr Verdacht stehst.

ANLAUFSTELLE: Kinder- und Jugendanwaltschaft

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft berät dich, klärt dich über deine Rechte (und Pflichten) auf, kann zwischen dir, deinen Eltern und anderen beteiligten Personen vermitteln.

Alle Leistungen der Kinder- und Jugendanwaltschaft sind kostenlos und vertraulich.

Du hast Fragen wie: 

Darf mir mein Lehrer verbieten, während des Unterrichts etwas zu trinken? Ab wann darf ich mir ein Tattoo stechen lassen? Ab wann darf ich mit meinen Freundinnen verreisen? Was kann ich gegen Mobbing tun?

Dann melde dich bei der Kinder- und Jugendanwaltschaft

Instagram@kinder_jugendanwaltschaft_bz
Telefonnummer0471 946050
WhatsApp331 1738847
E-Mailinfo@kinder-jugendanwaltschaft-bz.org

Hast du HIV?

Die HIV-Infektionen in Südtirol nehmen zu.

Insgesamt gibt es in Südtirol rund 800 Personen, die bekanntlich mit HIV infiziert sind.
Man muss aber annehmen, dass weitere Personen infiziert sind, ohne es zu wissen.

Und die Zahl steigt! Und das liegt vorallem daran, dass sich junge Leute infizieren, die die Risiken von Aids nicht mehr so ernst nehmen, sagte Primaria für Infektionskrankheiten, Elke Maria Erne.

HIV ist zwar nicht heilbar, allerdings kann man durch die entsprechende Behandlung, sehr gut leben!
Unbehandelt allerdings, kann HIV zu schweren Verläufen bis hin zum Ausbruch von Aids (= Infektionen und/oder Tumor ausgelöst durch HIV) führen.

Und deshalb ist es so wichtig, dass auch DU dich testen lässt!

Schnelltest: Kostenlos und anonym

Beim Verein Propositiv Südtiroler AIDS-Hilfe kannst du anonym und kostenlos einen Schnelltest für HIV, HCV und Syphilis machen.

E-Mail Adresseinfo@propositiv.bz.it
Telefonnummer0471 932200
Adresse Baristraße 14/c, 39100 Bozen
Webseitewww.propositiv.bz.it

Auch in der Abteilung für Infektionskrankheiten im Bozner Krankenhaus, kannst du dich ohne Vormerkung auf HIV testen lassen.

WoKrankenhaus Bozen: Hauptgebäude, Erdgeschoss, grüner Bereich
WannMontag-Freitag, 7:30-10:30 Uhr
E-Mail Adressemalinf.bz@sabes.it
Telefonnummer+39 0471 438 543

Eine weitere Möglichkeit ist, dich bei jeder Blutprobe auf HIV testen zu lassen. Dafür brauchst du allerdings eine ärztliche Verschreibung, die du z.B. bei deinem/deiner Hausarzt/Hausärztin bekommst.

HIV, Aids… Was ist das?

HIV ist ein Virus, das in den Körper eindringt und dort das Immunsystem schädigt. Ohne Behandlung führt das dazu, dass Krankheitserreger nicht mehr bekämpft werden können.

Aids ist die Krankheit, die durch die HI-Viren ausgelöst werden. Dadurch, dass Krankheitserreger nicht bekämpft werden können, kommt es im schlimmsten Fall zu schweren Erkrankungen wie schweren Lungenentzündungen, Infektionen oder Tumoren.

HIV wird vor allem über Geschlechtsverkehr übertragen.

Weitere Infos zu: Geschlechtskrankheiten wie HIV/Aids, wie du dich davor schützen kannst und was du machen kannst, wenn du vermutest dich angesteckt zu haben, findest du hier.

Eines der wichtigsten Mittel, mit dem man sich schützen kann, sind Kondome!

Wie man Kondome richtig verwendet, damit sie bestmöglich vor Geschlechtskrankheiten schützen, findest du in diesem Artikel.

So füllst du einen Unfallbericht aus

Ein Autounfall ist schnell passiert – und in dieser Situation ist es wichtig, ruhig zu bleiben und richtig zu handeln. Ein zentraler Schritt danach ist das Ausfüllen des Unfallberichts.

Damit du weißt, worauf es dabei ankommt, haben wir für dich die wichtigsten Fragen rund um den Unfallbericht beantwortet: von den ersten Schritten am Unfallort bis zum korrekten Ausfüllen des Formulars.

Die folgenden Informationen stammen von Versicherungskaufleuten.

Was ist ein Unfallbericht und warum ist er wichtig?

Ein Unfallbericht klingt erstmal nach viel Papierkram, ist aber extrem wichtig. Mit diesem Formular dokumentierst du den Unfallhergang: wann und wo er passiert ist, wer beteiligt war und welche Schäden entstanden sind. Die Versicherung nutzt diese Infos, um den Schaden zu regeln.

Okay, aber wann muss er ausgefüllt werden?

Der Unfallbericht muss bei der Meldung eines Schadensfalls immer abgegeben werden – auch bei kleinen Blechschäden.

Wichtig ist: Nimm kein Bargeld als Entschädigung an, manche Schäden sind nicht gleich sichtbar und eine offizielle Schadensmeldung bei der Versicherung schützt dich vor eventuellen Betrugsversuchen.

Erste Schritte nach dem Unfall

Nach einem Unfall heißt es erstmal: Ruhe bewahren.

  • 🦺 Zuerst müssen alle Personen in Sicherheit gebracht werden (im Notfall Rettung oder Polizei rufen) und Gefahrenstellen gesichert werden, damit keine weiteren Personen verletzt werden. Also: Warnblinkanlage ein, Warnweste an und Warndreieck raus.

  • 🤳 Wenn keine Gefahr besteht, mach Fotos von der Unfallstelle, den Fahrzeugen, den Schäden und den Kennzeichen. Diese Bilder können später entscheidend sein.

  • 📝 Im Anschluss kann man die Unfallstelle räumen und den Unfallbericht gemeinsam ausfüllen. Gibt es Unstimmigkeiten/Streitigkeiten zwischen den Beteiligten, so ruft am besten die Polizei. 

Wo finde ich den Unfallbericht und wie fülle ich ihn korrekt aus?

Den Unfallbericht erhältst du bei deiner Versicherung, lege ihn am besten samt Versicherungsschein ins Handschuhfach.

Wenn alles sicher ist, kannst du den Unfallbericht zusammen mit der anderen Person ausfüllen. Wichtig sind:

  • 📅 die Angaben zu den Daten des Unfalls

  • 🚗 eine Beschreibung des Hergangs (achte auf die richtigen Kreuze!) und eine kleine Skizze.

Lies dir alles sorgfältig durch, bevor du unterschreibst. Deine Unterschrift bedeutet nicht, dass du automatisch schuld bist, sondern nur, dass die Angaben so stimmen. Bist du unsicher, kannst du zuerst mit deiner Versicherung sprechen, bevor du unterschreibst.

Was sind typische Fehler beim Ausfüllen – und wie kann ich sie vermeiden?

Die häufigsten Fehler passieren bei den gesetzten Kreuzen im Bericht. Diese sind extrem wichtig für die Schuldfrage. Deshalb: nimm dir Zeit, fülle das Formular ordentlich aus und achte darauf, dass nichts fehlt.

Polizei rufen – ja oder nein?

Die Polizei musst du nicht bei jedem Unfall rufen. Aber:

  • 🤕 wenn es Verletzte gibt

  • 😠 wenn ihr euch nicht einig werdet oder

  • 🙅 wenn jemand den Bericht nicht ausfüllen oder unterschreiben will

Entfernt sich die andere Person einfach, notiere oder fotografiere zumindest das Kennzeichen.

Was passiert nach dem Ausfüllen?

Pro Unfallbericht gibt es 4 Durchschläge, zwei für die Versicherungen und zwei für die Fahrzeuglenker:innen.

Die Versicherung ermittelt laut Unfallbericht, wer Schuld hat.

Wenn du schuld bist, übernimmt deine Versicherung den Schaden der anderen Person. Deine Prämie kann dadurch steigen – wie stark, hängt von der Versicherung ab. Bist du noch über deine Eltern versichert, betrifft die Erhöhung sie.

Deinen eigenen Schaden musst du im Fall einer Schuld selbst zahlen, außer ihr habt eine Vollkaskoversicherung.

Manchmal sind beide Fahrzeuge gleichermaßen schuld am Unfall, man spricht von „Teilschuld„. In diesem Fall wird ein Teil deines Schadens bezahlt. 

FAQ Unfallbericht

Was mache ich, wenn ich keinen Unfallbericht zur Hand habe?

Falls das andere Fahrzeug ebenfalls keinen Bericht hat, könnt ihr euch nochmals treffen und den Bericht gemeinsam ausfüllen. 

Was, wenn der andere Fahrer sich weigert, den Bericht auszufüllen oder zu unterschreiben?

In diesem Fall empfiehlt es sich, die Polizei zu rufen, damit die Daten der anderen Person aufgenommen werden. Entfernt sich die Gegenpartei von der Unfallstelle, dann notiere oder fotografiere das Autokennzeichen. Damit kannst du eventuell eine Schadensmeldung bei deiner Versicherung machen.

Bin ich automatisch schuldig, wenn ich unterschreibe?

Nein, die Schuldfrage wird anhand des Unfallberichtes ermittelt, die Unterschrift bestätigt, dass du mit den Informationen aus dem Bericht einverstanden bist.  Deshalb ist wichtig, zu kontrollieren, wie die Situation im Unfallbericht geschildert ist. Im Zweifelsfall lieber gar nicht unterschreiben und mit deiner Versicherung Rücksprache halten.

Muss ich Angaben zur Geschwindigkeit oder Alkohol machen?

Im Unfallbericht nicht, diese Angaben werden in einem Polizeibericht festgehalten.

Was unterscheidet einen privaten Unfallbericht von einem Polizeiprotokoll?

Im privaten Unfallbericht schildern die involvierten Personen, wie der Unfallhergang war, im Polizeibericht werden die Zeugenaussagen notiert, hier wird das Protokoll jedoch von den Behörden erstellt und die Unfalldynamik bewertet.

Was, wenn der andere Fahrer keine Versicherung hat?

Eine Autoversicherung ist in Italien Pflicht, sollte ein Fahrzeuglenker keine Versicherung haben, muss dieser den entstanden Schaden selbst bezahlen. Rufe in diesem Fall am besten die Polizei, damit alle Daten richtig aufgenommen werden können. Es gibt einen nationalen Fonds für Unfallopfer, über welchen man eine eventuelle Entschädigung beantragen kann.

Fazit

Ein Unfall ist stressig, aber ein korrekt ausgefüllter Unfallbericht schützt dich vor Ärger und hilft, den Schaden fair zu regeln. Hab den Bericht immer griffbereit im Auto, mach im Ernstfall Fotos und fülle alles sorgfältig aus – so bist du auf der sicheren Seite.

Gewalt an Frauen

In Italien wird im Durchschnitt alle drei Tage eine Frau getötet – meistens vom Partner, Ex-Partner oder einem männlichen Familienmitglied.

Gewalt gegen Frauen gibt es auch in Südtirol – jeden Tag. Sie kann körperlich, psychisch, sexualisiert oder finanziell sein. Die Formen der Gewalt reichen von sexistischen Sprüchen im Alltag bis hin zu Feminiziden (der Tötung von Frauen, weil sie Frauen sind).

Diese Fakten zeigen, dass Gewalt gegen Frauen ein Problem unserer gesamten Gesellschaft ist und uns alle betrifft. Darum ist es wichtig, über dieses Thema zu sprechen, Menschen zu sensibilisieren und aktiv etwas dagegen zu tun.

Gemeinsam gegen Gewalt an Frauen

Gewalt gegen Frauen ist nicht nur körperlich

Gewalt an Frauen* oder geschlechtsspezifische Gewalt ist vielschichtig und äußert sich in verschiedenen Arten:

  • 🤜 Physische, sexualisierte und/oder psychische Gewalt

  • 👰 Zwangsheirat

  • 🍆 Genitalverstümmelung

  • ✝️ Femizid, also die Tötung einer Frau

  • 👀 Stalking

  • 🙅 Diskriminierung

  • 🤬 Emotionale Gewalt z.B. Demütigung, Bloßstellen, Drohung, Erpressung

  • 🚨 Sexistische Verhaltensweisen im Alltag, wie frauenfeindliche Witze

  • ⚖️ Strukturelle Machtverhältnisse, die Frauen beispielsweise in ökonomischer Hinsicht benachteiligen (z.B. Gender Pay Gap)

  • 🔓 Einschränkung der persönlichen Freiheit, z.B. wenn Frauen bestimmte Orte, Wege, Situationen meiden müssen, um keiner Belästigung oder Bedrohung ausgesetzt zu sein

Dass vermehrt Frauen, sowie Trans*Personen und nicht-binäre Menschen, Gewalt erfahren, liegt in den gesellschaftlichen Strukturen und am Machtungleichgewicht zwischen den Geschlechtern.

Gewalt an Frauen* gibt es auf der ganzen Welt, in allen Kulturen, Religionen und Gesellschaften und ist Ausdruck des weltweit vorherrschenden patriarchale System.

Sexistische Witze, Catcalling und Dickpics

Sexistische Witze sind „Scherze“, die Frauen herabwürdigen oder diskriminieren. Sie werden manchmal als harmlos abgetan, zeigen aber, dass es in der Gesellschaft immer noch Sexismus gibt. Solche Witze verbreiten alte Rollenbilder und behindern Gleichberechtigung. Oft werden sie nicht als Sexismus erkannt, weil sie „nur ein Scherz“ sein sollen. Gerade das ist gefährlich: Es zeigt, wie tief Sexismus im Alltag steckt – sogar in scheinbar harmlosen Situationen.

Catcalling bedeutet, dass jemand einer Person – meist Frauen – in der Öffentlichkeit sexuelle Bemerkungen, Pfeifen, Nachrufen oder Gesten hinterherruft. Täter:innen nennen das oft ein „Kompliment“, aber für Betroffene ist es sexuelle Belästigung. Viele Frauen fühlen sich dadurch eingeschüchtert und unsicher. Die Kommentare beziehen sich fast immer auf den Körper oder das Aussehen und reduzieren Frauen damit auf ihr Äußeres. Die Täter:innen glauben, sie dürften den Körper einer Frau ungefragt beurteilen – ein deutliches Machtverhalten.

Dickpics sind Penisbilder, die ungefragt am größtenteils weibliche Empfängerinnen versendet werden. Warum verschicken Männer Dickpics? Das ist nicht ganz klar. Einige geben an, die andere Person sexuell erregen zu wollen oder hoffen im Gegenzug darauf, ein ähnliches Bild zu erhalten. Das ist allerdings so gut wie nie der Fall. Es handelt sich nämlich auch hier um eine Form der sexuellen Belästigung, die bei Frauen Ekel, Scham, Schock oder Überforderung auslöst. Es wird deshalb vermutet, dass es sich beim Versenden solcher Fotos um eine Machtdemonstration handelt, um die Empfänger:in in eine unangenehme Situation zu bringen.

Alles Scheiße, aber was kann man machen?

  • 🚫 Auf keinen Fall sollte man sich selbst die Verantwortung für das Fehlverhalten anderer geben. Die Schuld liegt alleine bei den Täter:innen und ihre Taten sagen nichts über die betreffende Person persönlich aus.

  • 💬 Wenn du dich danach fühlst, kannst du frauenfeindliche oder sexistische Witze oder Bemerkungen klar benennen und dein Gegenüber darauf ansprechen. Aussagen, mit denen man nicht einverstanden ist, müssen und sollen nicht weglächelt oder verharmlost werden.

  • ‼️ Fehlverhalten enttarnen, indem man laut sagt, was die Person gerade tut und was sie stattdessen tun sollte, z.B. „Hör mit dem Gestöhne auf und geh weiter!“. Häufig wird der Person erst dann bewusst, was sie gerade macht oder es ist ihr peinlich, vor allem, wenn es mehrere außenstehende Personen hören.

  • 🙈 Manchmal ist es der sicherere und schnellere Weg, auf Catcalling oder sexuelle Belästigungen nicht zu reagieren. Auch das ist in Ordnung! Generell gilt: Handle immer so, wie es für dich gerade passend ist. Wenn der Person keine Aufmerksamkeit oder Beachtung geschenkt wird, endet die Situation meist schnell.

  • 🛟 Wenn du übergriffiges Verhalten bei anderen wahrnimmst, setzt dich für die belästigte Person ein. Du kannst auf das Fehlverhalten hinweisen und gibts der anderen Person gleichzeitig das Gefühl nicht alleine zu sein.

  • 📱 Dickpics oder andere Formen von digitalen sexuellen Belästigungen sind Straftaten und können der Postpolizei gemeldet werden.

  • 🚓 Die Polizei rufen! Auch wenn es sich „nur“ um verbale sexuelle Belästigung handelt, ist es in Ordnung und richtig, die Polizei zu rufen, wenn man das Gefühl hat Hilfe zu brauchen.

Verbale oder digitale sexuelle Belästigungen sind eine von zahlreichen Formen von Gewalt an Frauen*.

4 psychologische Formen von geschlechterspezifischer Gewalt

Gewalt gegen Frauen ist nicht immer sofort erkennbar. Sie kann durch kleine Gesten, Worte, bestimmte Einstellungen oder Verhaltensweisen gezeigt werden. Diese Formen der Gewalt schränken die Freiheit ein und machen das Selbstwertgefühl kleiner.

Diese Art von Gewalt ist sehr verborgen. Sie kommt langsam in den Alltag und kann am Anfang sogar wie Liebe, Aufmerksamkeit oder Fürsorge wirken. Aber das ist keine Liebe!

Gewalt ist zum Beispiel, wenn jemand immer wissen will, wo du bist und was du machst. Oder wenn jemand sagt: „Wenn du mich liebst, machst du, was ich will.“
Es bedeutet auch, dass die Realität verdreht wird, sodass du an dir selbst zweifelst. Dazu gehören ständige Kritik und Beleidigungen, die dein Selbstwertgefühl immer weiter schwächen.

Kontrolle

Wer Kontrolle ausübt, möchte Macht über eine andere Person haben. Diese Person bestimmt Regeln und entscheidet, was erlaubt ist und was nicht.
Dazu kann gehören, dass man Freund:innen nicht frei treffen darf, dem Partner Nachrichten auf dem Handy zeigen muss oder jede Geldausgabe erklären soll – sogar wenn es das eigene, selbst verdiente Geld ist.


Was bewirkt das?

Wenn jemand dich ständig kontrolliert, führt das oft zu Isolation.
Man verliert den Kontakt zu Freund:innen und Familie und hat irgendwann kaum noch eigene Entscheidungsmöglichkeiten. Viele Betroffene fühlen sich machtlos.


Was kann man tun?

Es ist schwer zuzugeben, dass jemand anderes die Kontrolle über dich hat.
Wenn du dich in diesen Situationen wiedererkennst, dann ist wichtig zu wissen: Das ist Gewalt! Und es gibt Hilfe.

Sprich mit einer Vertrauensperson oder kontaktiere eine Beratungsstelle gegen Gewalt.
Wenn du eine Frau kennst, die so etwas erlebt, dann hör ihr zu, glaub ihr und biete Hilfe ohne Vorurteile an.

Manipulation

Psychische Manipulation ist eine Form von Gewalt. Sie sorgt dafür, dass Frauen ständig an sich selbst und an ihrer Wahrnehmung zweifeln.
Drohungen, ein Verhalten von „Ich bin besser als du“, aber auch plötzliche Freundlichkeit oder Zuneigung bringen die Betroffenen emotional durcheinander.
Die Person, die Gewalt ausübt, möchte volle Kontrolle haben.

In der stärksten Form nennt man das Gaslighting – also wenn jemand sagt:
„Das bildest du dir ein.“
„Du bist zu sensibel.“
„Du übertreibst ständig.“


Was bewirkt das?

Manipulation führt zu Schuldgefühlen und Unsicherheit. Betroffene glauben oft, sie seien nicht gut genug und würden schlechte Behandlung „verdienen“.
Manipulation hat das Ziel, die Gedanken und Gefühle einer Person zu kontrollieren – und dadurch Macht auszuüben.


Was kann man tun?

Wenn man sich schuldig fühlt oder denkt, man sei „nicht gut genug“, fällt es schwer, Hilfe zu suchen.
Aber wichtig ist: Manipulation ist Gewalt. Und niemand muss sich dafür schämen.

Sprich mit Vertrauenspersonen oder wende dich an eine Beratungsstelle gegen Gewalt.
Wenn du eine Frau kennst, die in so einer Situation ist: Hör ihr zu, glaub ihr und biete Hilfe ohne Vorurteile an.

Erpressung

Emotionale Erpressung heißt, dass der Partner Kontrolle ausübt, indem er die Gefühle der Frau ausnutzt – zum Beispiel Schuld, Angst, Liebe oder Verantwortungsgefühl.
Typisch sind Drohungen, Schuldzuweisungen oder der Satz:
„Wenn du mich wirklich lieben würdest, würdest du mich nicht so wütend machen.“
Oder:
„Wenn du mich verlässt, wirst du niemanden finden, der dich so liebt wie ich.“

Oft verspricht die Person auch, dass sich alles ändern wird – diese Versprechen werden aber fast nie gehalten. Manche drohen sogar damit, sich selbst zu verletzen, um Druck auszuüben.


Was bewirkt das?

Emotionale Erpressung führt zu starker Verunsicherung, schwächt das Selbstwertgefühl und kann dazu führen, dass die betroffene Person emotional abhängig vom Täter wird.


Was kann man tun?

Emotionale Erpressung ist eine Form von Gewalt.
Wenn du so etwas erlebst, sprich mit Vertrauenspersonen oder wende dich an eine Beratungsstelle gegen Gewalt.

Wenn du eine Frau kennst, die in so einer Situation ist: Hör ihr zu, glaub ihr und biete Hilfe ohne Vorurteile an.

Erniedrigung

Erniedrigung bedeutet, dass eine Frau durch Beleidigungen, verbale Angriffe, ständige Kritik oder Demütigungen verletzt wird – manchmal sogar vor Kindern, Verwandten oder Freund:innen.
Dahinter steckt ein systematisches Verhalten, das die Frau kleinmachen und unglaubwürdig wirken lassen soll.

Typische Sätze sind zum Beispiel:
„Du bist nichts wert.“
„Du Loserin.“
„Wenn du sprichst, kommt nur Luft aus deinem Mund.“


Was bewirkt das?

Wenn jemand immer wieder schlecht behandelt und klein gemacht wird, beginnt die Person irgendwann zu glauben, dass sie wirklich wertlos sei.
Aus Selbstzweifeln wird Unsicherheit, und am Ende kann eine emotionale Abhängigkeit vom Täter entstehen.


Was kann man tun?

Erniedrigung ist Gewalt!
Wenn du so etwas erlebst, sprich mit Vertrauenspersonen oder wende dich an eine Beratungsstelle gegen Gewalt.

Wenn du eine Frau kennst, die das erlebt: Hör ihr zu, glaub ihr und unterstütze sie ohne Vorurteile.
Und wenn du mitbekommst, dass eine Frau kleingemacht wird: Schau nicht weg!
Biete Hilfe an oder suche andere Personen, die gemeinsam mit dir unterstützen können.

Egal ob es sich um körperlicher, psychischer, sexualisierter oder ökonomische Gewalt geht – es gibt Hilfe und Unterstützungsangebote! Bei vielen kann man sich auch anonym, kostenlos und unverbindlich melden. Wenn du Gewalt erfahren hast oder erfährst, zögere nicht dir Hilfe zu suchen!

Es gibt Hilfe! Notrufnummern und Hilfsangebote

Wenn du selbst Gewalt erfahren hast oder erfährst, hol dir Hilfe

BOZEN
GEA Kontaktstelle gegen Gewalt 
Tel. 800 276 433 | www.casadelledonnebz.it 
Haus der geschützten Wohnungen
Tel. 800 892 828 | www.hdgw.it 

MERAN
Frauen gegen Gewalt

Tel. 800 014 008 | www.donnecontrolaviolenza.org 

BRUNECK
Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen

Frauenhausdienst Pustertal
Tel. 800 310 303www.bezirksgemeinschaftpustertal.it

BRIXEN
Beratungsstelle für Frauen in Gewaltsituationen

Frauenhausdienst Eisacktal
Tel. 800 601 330 | www.bzgeisackta

Ausziehen – Deine erste eigene Wohnung!

Der Auszug von zu Hause ist ein großer Schritt: Plötzlich bist du selbst verantwortlich – für Miete, Verträge, Rechnungen, Ordnung und deinen Alltag. Gleichzeitig bedeutet die erste eigene Wohnung in Südtirol auch Freiheit: Du entscheidest, wer vorbeikommt, wie dein Zimmer aussieht und ob es Pizza zum Frühstück gibt oder nicht.

Damit dieser Schritt nicht im Papierkram-Chaos endet, hilft dir dieser Artikel: von der Wohnungssuche über Mietvertrag, An- und Ummeldungen bei Gemeinde und Ämtern, bis zu Strom, Internet, Versicherungen und Finanzen.

Du fragst dich: Mieten oder Kaufen? Entscheidungshilfen gibt es in diesem Artikel!

Ein Maturaprojekt von Sara und Tanja

Irgendwann kommt der Moment, an dem jeder von zu Hause auszieht und ein neues Kapitel beginnt.

Sara und Tanja haben sich mit ihrem Maturaprojekt mit dem Thema beschäftigt und herausgekommen ist ein toller Online Ratgeber mit allen wichtigen Infos!

1. Vorbereitung: Budget, Wünsche und Wohnungssuche

Zuerst ist es wichtig, deine Ziele & Wünsche zu klären:

  • 🏠 Willst du allein wohnen oder lieber in einer WG?

  • 📍 Welche Lage passt zu dir? Nähe zur Schule/Uni oder Arbeit, Öffis, Einkauf usw.

  • 🏚️ Welche Ausstattung muss die Wohnung haben? Küche, Balkon, Keller, Waschmaschinenanschluss, gute Internetverbindung usw.

Das hängt natürlich auch stark mit deinem verfügbaren Budget zusammen. Wohnen in Südtirol kann ganz schön teuer sein, deshalb überlege dir vorher gut, wie und was du dir leisten kannst und willst!

  • 🧮 Mache eine Tabelle mit deinen Einnahmen und Ausgaben, um zu verstehen, wie viel Geld du zur Verfügung hast.

  • 💶 Kalkuliere nicht nur die zusätzliche Miete ein, sondern bedenke auch weitere Nebenkosten: Strom, Heizung, Internet, Versicherung, Einrichtung, Lebensmittel…

  • 🧐 Fazit: Wo liegt dein Budget? Kannst du irgendwo sparen? Kannst du deine Einnahmen erhöhen? Bleibt genug Geld für Freizeit usw.?

Sobald du diese Fragen geklärt hast, kannst du gezielt nach Wohnungen suchen. Online, durch Inserate usw.

Tipps für die Wohnungssuche, zur Besichtigung usw. findest du im Online Ratgeber!

2. Wohnung gefunden! Mietvertrag und Bürokratie

Du hast eine Wohnung gefunden? Herzlichen Glückwunsch!
Nun geht die Bürokratie los, aber keine Angst – du bekommst das hin!

Schau dir zunächst – und bevor du ihn unterschreibst – genau deinen Mietvertrag an und achte besonders auf:

  • 💶 Kaution (in Italien/Südtirol typischerweise max. drei Monatsmieten)

  • 🔌 Welche Nebenkosten sind enthalten? Wer zahlt Strom, Heizung, Internet?

  • 🐶 Sind Änderungen erlaubt? Bohrlöcher? Haustiere? Gartenmitbenutzung?

  • 📄 Übergabeprotokoll vereinbaren: Zustand der Wohnung bei Einzug schriftlich festhalten.

Danach musst du deinen Wohnsitz in der Gemeinde ummelden, also Bescheid geben, dass du umgezogen bist. Wie das funktioniert?

  • 🛎️ Die Ummeldung läuft über das Meldeamt der Gemeinde, in der du jetzt wohnst. Die Erklärung kannst du in manchen Gemeinden online machen, ansonsten kannst du auch in die Gemeinde gehen – dort bekommst du alle Formulare und dir wird weitergeholfen.

  • 🪪 Für die Ummeldung brauchst du einige Dokumente z. B. deinen Ausweis, den Mietvertrag usw.

  • 🗑️ Meist kannst du dich in diesem Schritt auch für die Müllgebühr anmelden.

  • 👮 Die Polizei kann in nächster Zeit kontrollieren kommen, ob du tatsächlich dort wohnst.

3. Verträge für Strom, Heizung, Internet

Jetzt musst du dich auch um verschiedene Verträge kümmern. Schau vorher nochmal nach, was im Mietvertrag steht.

  • ⚡️ Strom und Heizung: Suche und vergleiche verschiedene Stromangebote und kümmere dich um die Aktivierung. Bei vielen Anbietern kann man das online machen.

  • 🛜 Internet: Brauchst du W-LAN? Dann suche dir auch dafür einen passenden Anbieter!

4. Weitere Schritte

Um viele der wichtigsten Sachen hast du dich nun bereits gekümmert – du hast eine Wohnung, die zu deinen Wünschen und zu deinem Budget passt, du hast deinen Wohnsitz umgemeldet und der Strom läuft auch.

Jetzt gilt es noch ein paar weitere Steps zu machen:

  • 🧑‍💼 Versicherungen: Überlege, welche Versicherung du brauchst, z. B. Hausratsversicherung. Haftpflicht usw.

  • 🪑 Einrichtung: Planen wie du deine Wohnung einrichten möchtest, bedenke dabei Budget für Möbel, Haushaltsgeräte usw. Evtl. kannst du versuchen, Gegenstände Secondhand zu kaufen.

  • 📦 Umzug organisieren: Helfer einplanen, Möbeltransport, Zeit einräumen

Infos und Tipps findest du im Online-Ratgeber!

Ausziehen bedeutet nicht nur Verantwortung – es bedeutet auch Freiheit, Wachstum und die Chance, dein Leben so zu gestalten, wie du es willst. Mit guter Planung, ein bisschen Geduld und vielleicht ein paar helfenden Händen wird dein Umzug zu einem Erfolg und deine erste Wohnung zu einem Ort, an dem du dich wohlfühlst und deinen Alltag selbst bestimmst.

Also: Trau dich, bleib organisiert und genieße den Start in dein neues Kapitel. Viel Glück in deinem neuen Zuhause!

Bewerbung

So holst du dir deinen neuen Job!

Hast du dich immer schon gefragt, wie du einen Lebenslauf gestalten kannst, oder so ein richtig gutes Motivationsschreiben verfasst? In diesem Beitrag findest du wichtige Informationen für deine Jobsuche.

Wo kann ich nach Jobangeboten suchen?

Jobangebote für ganz Südtirol findest du hier direkt in unserer App in der Südtiroler „eJobBörse“. Du kannst Jobangebote auch im Internet, in der Zeitung (z.B. Wiku) oder im Radio finden.

Zusätzlich gibt es in Südtirol mehrere Arbeitsvermittlungszentren, welche dir bei der Jobsuche helfen und dich dabei beraten und betreuen. Eine Auflistung der Arbeitsvermittlungszentren findest du hier.

Außerdem gibt es die Möglichkeit ein Stellengesuch als Inserat in der Zeitung aufzugeben, bei der die eigenen Fähigkeiten und Jobwünsche genauer beschrieben werden. Genauere Infos findest du hier.

Zusätzlich kann es sich für dich lohnen ein Profil bei LinkedIn zu erstellen. LinkedIn ist ein soziales Netzwerk, welches sich auf Beruf und Karriere spezialisiert hat. Hier kannst du dein Profil näher beschreiben, indem du Berufserfahrung, Ausbildung und sonstige Informationen angibst.


Youth Tipp

Eine Jobsuche kann häufig lange andauern und frustrierend sein. Gib nicht auf, dein Traumjob wartet auf dich! Unterstützung kannst du dir auch beim JugendCoachingGiovani kostenlos holen.


Was benötige ich alles für meine Bewerbung?

Hast du deinen Traumjob in der Zeitung, im Internet oder gar im Radio gefunden? Kannst du es gar nicht abwarten endlich loszulegen? Tja, da musst du dich wohl noch etwas gedulden.

Zunächst musst du dich jetzt auf deine Bewerbung konzentrieren. Meist steht bereits im Jobangebot genau, welche Unterlagen du für die Bewerbung benötigst. Solltest du hierfür nirgends Angaben finden, empfehlen wir dir auf jeden Fall einen Lebenslauf mit Lichtbild und zusätzlich ein Motivationsschreiben zu verfassen. Wie dies genau funktioniert findest du weiter unten.

Zusätzlich können Arbeitgeber*innen folgende Informationen von dir benötigen/verlangen:

  • Lebenslauf mit Lichtbild, inklusive persönliche Kontaktdaten

  • Motivationsschreiben

  • Arbeitszeugnisse (von vergangenen Arbeitgeber*innen)

  • Sprachnachweise

  • Zertifikate (ECDL, Kurse, Ausbildungen…)

  • Diplome (Schule, Universität)

  • Strafregisterauszug

Das Bewerbungsschreiben

Das Bewerbungsschreiben informiert deine*n womöglich zukünftige*n Arbeitgeber*in über deine Bewerbung.
Dieses sollte folgendermaßen aufgeteilt sein:

  • Einleitung: Begrüßung, woher weiß ich vom Jobangebot, für welche Stelle bewerbe ich mich

  • Vorstellung: Kurze persönliche Vorstellung, Berufsprofil, Kompetenzen

  • Motivation: Gründe, warum du diese Stelle möchtest und welche Ziele du damit erreichen könntest

  • Abschluss: Bedanken für Aufmerksamkeit, den Wunsch kontaktiert zu werden angeben, abschließen mit freundlichen Grüßen

Ein paar Tipps

Das Bewerbungsschreiben sollte im Normalfall nicht länger als eine DIN A4 Seite sein.

Das Bewerbungsschreiben soll nicht eine Wiederholung des Lebenslaufs sein. Dieser sollte aber dem Bewerbungsschreiben angehängt werden.

Die Vorlage für verschiedene mögliche Bewerbungsschreiben findest du hier.

Hast du schon klare Ideen wie es aussehen sollte, hast aber mit dem Layout Schwierigkeiten? Auf Microsoft Word gibt es kostenlose Vorlagen, welche du benutzen kannst. 


Hier bekommst du Informationen über den Lebenslauf und das Vorstellungsgespräch.

Hier in dieser Bewerbungsfibel findest du mehr Infos zu Bewerbung!

Mit Erasmus+ ins Ausland

Du möchtest neue Länder entdecken, andere Kulturen kennenlernen und gleichzeitig dein Studium oder deine Ausbildung voranbringen?
Dann ist Erasmus+ genau das Richtige für dich!

Das Programm bietet dir die Möglichkeit, für eine bestimmte Zeit im Ausland zu leben, zu lernen und viele wertvolle Erfahrungen zu sammeln.

Hier findest du die wichtigsten Infos.

Was ist Erasmus+?

Erasmus+ ist ein europäisches Programm, das Studierenden, Azubis, Lehrlingen und sogar jungen Berufstätigen durch finanzielle Unterstützung die Chance gibt, einen Teil ihrer Ausbildung oder ihres Studiums im Ausland zu absolvieren

Es ist eines der bekanntesten Austauschprogramme und wird in allen Ländern der Europäischen Union sowie einigen weiteren Partnerländern angeboten.

Hier findest du eine Liste aller förderfähigen Länder.

Hier findest du den aktuellen Programmleitfaden. Die Schwerpunkte des Programms 2021-2027 sind soziale Inklusion, der grüne und digitale Wandel und die Förderung der Teilhabe junger Menschen am demokratischen Leben.

Was beinhaltet Erasmus+?

Erasmus+ unterstützt dich finanziell während deines Aufenthalts im Ausland. Du bekommst einen Zuschuss zu den Lebenshaltungskosten, der dir helfen soll, die zusätzlichen Ausgaben im Ausland zu decken. Grundsätzlich handelt es sich dabei um eine Pauschale, die je nach Lebenshaltungskosten des Landes, zwischen circa 400 und 600 Euro liegt.

Bei einem Auslandssemester werden dir zusätzliche auch die Studiengebühren an der Gastuniversität erlassen.

Zusätzlich zum finanziellen Zuschuss kannst du mit Hilfe bei der Unterkunftssuche und einem umfassenden Versicherungsschutz rechnen.

Welche Möglichkeiten gibt es?

Erasmus+ bietet verschiedene Möglichkeiten, ins Ausland zu gehen. Für Studierende sind wahrscheinlich diese zwei Optionen am interessantesten:

  • 🎓 Auslandssemester: Du kannst für 3 bis 12 Monate an einer Partneruniversität in einem anderen europäischen Land studieren. Das Tolle daran: Deine Leistungen werden meist an deiner Heimatuni anerkannt.

  • 🤝 Praktikum im Ausland: Neben dem Studieren kannst du auch ein Praktikum in einem Unternehmen oder einer Organisation im Ausland machen. Praktika dauern in der Regel zwischen 2 und 12 Monate.

Darüber hinaus fördert Erasmus+ auch Freiwilligenprojekte und Jugendaustauschprogramme, bei denen du in einem sozialen Projekt mitarbeiten kannst. Berufliche Weiterbildung für Jugendarbeiter*innen und Beschäftigte im Bildungs- und Sportbereich, sind ebenfalls möglich. Hier findest du alle Erasmus+-Teilnahmemöglichkeiten.

Eine andere Sprache, andere Gewohnheiten… Vielleicht fühlst du dich manchmal überfordert, bekommst Heimweh oder hast das Gefühl, nicht ganz dazuzugehören. Das ist ganz normal!

Die Broschüre Time to Mind ist dein Guide rund um mentale Gesundheit und Kulturschock bei Auslandsaufenthalten – mit praktischen Tipps, verständlichen Infos und ehrlichen Einblicken.

Studium im Ausland mit Erasmus+

Erasmus+ hilft bei der Organisation des Austauschs von Studierenden. Durch einen Auslandsaufenthalt verbesserst du nicht nur deine Kommunikations- und Sprachkenntnisse, sondern entwickelst auch interkulturelle und soziale Kompetenzen.

  • DAUER: Ein Studienaufenthalt im Ausland beträgt normalerweise mindestens 2 und höchstens 12 Monate. Sofern diese Obergrenze nicht überschritten wird, kannst du auch mehrere Auslandsaufenthalte absolvieren.

  • TEILNAHMEBEDINGUNG: Bewerben können sich Studierende (Bachelor und Master) sowie Doktorand*innen. Du musst dabei an einer Hochschuleinrichtung eingeschrieben sein, die am Programm Erasmus+ teilnimmt (Liste dieser Einrichtungen). Außerdem muss der Studienaufenthalt im Ausland für dein Studienziel und deine persönliche Entwicklung relevant und Teil deines Studienprogramms sein.

  • 📑 BEWERBUNG: Der Bewerbungsprozess für Erasmus+ läuft über deine Universität oder Ausbildungseinrichtung. Dort gibt es in der Regel ein International Office oder eine Erasmus+ Koordinatorin, die dir bei der Bewerbung helfen kann. Du musst meist ein Motivationsschreiben, Lebenslauf und Leistungsnachweise einreichen. Manche Unis fordern auch ein Sprachzertifikat.

  • 📚 ANERKENNUNG DER STUDIENLEISTUNG: Vor deinen Studienaufenthalt im Ausland unterschreibst du, die entsendende und die aufnehmende Hochschuleinrichtung eine Lernvereinbarung, mit welcher die Anerkennung deiner Studienaktivität im Ausland geregelt wird. Nach dem Auslandsaufenthalt übermittelt Ihre aufnehmende Hochschuleinrichtung dir und der entsendenden Einrichtung einen Leistungsnachweis der absolvierten Lehrveranstaltungen inkl. Ergebnissen, welcher von der entsendenden Einrichtung anerkannt werden muss.

Mehr Infos zum Auslandssemester gibt es hier oder wende dich direkt an deine Uni.

Praktikum im Ausland mit Erasmus+

Erasmus+ unterstützt Praktika (Arbeits- und Ausbildungspraktika) im Ausland für Studierende und kürzlich Graduierte.

Mit einem Praktikum im Ausland kannst du dein Wissen und deine Kompetenzen mit Blick auf den Arbeitsmarkt deutlich verbessern – und jede/r zehnte Erasmus+-Praktikant/in hat sogar ein eigenes Unternehmen gegründet!

  • DAUER: Die Förderung für Auslandspraktika durch Erasmus+ gilt grundsätzlich für zwei bis zwölf Monate.

  • TEILNAHMEBEDINGUNGEN: Erasmus+-Praktika stehen allen Studierenden offen, die in einer Hochschuleinrichtung mit einer Erasmus+-Charta für die Hochschulbildung eingeschrieben sind. Das Praktikum muss für das Studium und die persönliche Entwicklung relevant und wenn möglich sogar in das Studienprogramm integriert sein.

  • 📑 BEWERBUNG: Der Bewerbungsprozess für Erasmus+ läuft über deine Universität oder Ausbildungseinrichtung, wende dich an das Auslandsamt oder das Erasmus+-Büro deiner Hochschuleinrichtung. Du musst meist ein Motivationsschreiben, Lebenslauf und Leistungsnachweise einreichen. Manche Unis fordern auch ein Sprachzertifikat.

  • 💼 UNTERNEHMEN UND ORGANISATIONEN: Ein Praktikum kann bei jeder Organisation auf der ganzen Welt stattfinden (außer bei den Organen, Einrichtungen und Agenturen der EU). Über das vom „Erasmus Student Network“ entwickelte Portal für Erasmus-Praktika findest du Unternehmen, die Erasmus+-Praktika anbieten.

Mehr Infos zum Auslandspraktikum gibt es hier oder wende dich direkt an deine Uni.

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Skigebiete in Südtirol

Du kannst es kaum erwarten, mit deinen Skiern oder deinem Snowboard die verschneiten Pisten herunterzurauschen?

Wir informieren dich über die Skigebiete Südtirols, die jeweiligen Saisonstarts und Tageskarten-Preise.

In dieser Tabelle findest du eine Übersicht über Südtirols Skigebiete, deren Preise und Saisonstarts.

PS: Die Preise beziehen sich auf Tageskarten in der Hauptsaison ohne Rabatte oder Angebote. Schau also am besten auf den Webseiten der einzelnen Skigebiete nach, um genauere Infos zu erhalten.

Voraussichtlicher
Saisonstart
Tageskarte ErwachseneTageskarte JuniorTageskarte Kinder
Seiser AlmVal Gardena Gröden05.12.20.25
80 €
56 €
(2008-2017)
40 €
(2018-2022)
Alta Badia
04.12.25
80 €
56 €
(2008-2017)
40 €
(2018-2022)
Kronplatz
29.11.25
86 €
60 €
(2008-2017)
gratis bei Begleitung
(2018-2022)
3 Zinnen Dolomiten
29.11.25
80 €
56 €
(2008-2017)
40 €
(2018-2022)
Skiworld Arhntal
05.12.2575 €
46,50€
(6-15)
gratis bei Begleitung
(6-8 Jahre)
Schöneben – Haideralm06.12.25
65 €
48 €
(2008-2010)
29 €
(2010-2018)
Gitschberg Jochtal & Plose05.12.2570 €
49 €
(2008-2017)
26 €
(nach 2018)
Val di Fiemme / Obereggen
28.11.25
71 €
50 €
(2008-2017)
22 €
(nach 2018)
Sulden
25.10.25
60 €
45 €
(2008-2010)
27 €
(2011-2019)
Schnalstal
25.11.25
68 €
35 €
(nur Nebensaison)
34 €
(2010-2023)
Carezza Dolomites
06.12.25
72 €
50 €
(ab 2008)
36 €
(ab 2018)
Meran 2000
28.11.25
61 €
52 €
(2007-2010)
49 €
(2011-2017)
Ratschings- Jaufen
05.12.25
67 €
61 €
(2008-2010)
47 €
(2011-2017)
Schwemmalm
06.12.25
56 €
51 €
(2007-2010)
38 €
(2011-2017)
Reinswald
05.12.25
54 €
37,50
(2007-2017)
Rosskopf
05.12.25
61 €
55 €
(2008-2010)
43 €
(nach 2018)
Watles
06.12.25
56 €
42 €
(2008-2010)
25 €
(2011-2019)
Pfelders
06.12.25
55 €
41,50 €
(nach 2018)
Rittner Horn
06.12.25
43,50 €
30 €
(2011-2017)
Ladurns
06.12.25
55 €
50 €
(ab 2006)
39 €
(ab 2011)
Trafoi
21.12.25
47,50 €
36 €
(2008-2010)
22,50 €
(2011-2019)
Jochgrimm
06.12.25
35 €
15 €
(unter 14J)
Vigiljoch
geschlossen

Saisonkarten

Wenn du regelmäßig auf die Skier oder das Snowboard steigst und das vor allem in einem bestimmten Skigebiet, dann ist eine Saisonkarte wohl das passende Ticket für dich!

Hier findest du eine Übersicht über die Preise der Saisonkarten. Für genauere Informationen schau am besten auf den Webseiten der einzelnen Skigebiete nach.

Dolomiti Superski

Zum Dolomiti Superskigebiet zählen gleich 12 Skigebiete (Val di Fassa und Carezza, Alpe Lusia/San Pellegrino, Gröden und Seiser Alm, Kronplatz, Alta Badia, Arabba/Marmolada, Drei Zinnen/3 Cime Dolomiti, Val di Fiemme/Obereggen, San Martino di Castrozza/Passo Rolle, Eisacktal, Civetta), die Sellaronda und die Gebirgsjäger Skitouren.

Das bedeutet, du kannst mit dem Kauf eines Skipasses Zugang zu all diesen Skigebieten.

Ortler Skiarena Skipass

Ganze 15 Skigebiete umfasst der Ortler Skiarena Skipass. Ein Skipass ermöglicht dir den Zugang zu insgesamt 400 Pistenkilometern. Dabei kannst du zwischen Saisons- und Mehrtagesskipässen wählen. Genaue Infos findest du auf der Webseite der Ortler Skiarena.

Zwei Länder Skiarena

Drei Skigebiete in zwei Ländern verbindet die Zwei Länder Skiarena: Schöneben-Haideralm, Watles und Nauders. Es gibt Tages-, Mehrtages oder Saisonskipässe, deren Preise du hier findest.

Skipass Südtiroler Wipptal

Auch für die Skigebiete Ratschings-Jaufen, Kalcheralm, Rosskopf und Ladurns gibt es Kombitickets zu verschiedenen Preisen. Tagestickets, Mehrtagestickets und Saisonpässe sind gleichermaßen erhältlich – hier findest du eine Übersicht.

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