Essen gehört zu unserem Alltag – und das in riesigen Mengen! Aber wusstest du, dass unsere Essgewohnheiten nicht nur für uns, sondern auch für die Umwelt entscheidend sind? Es lohnt sich, mal einen Blick auf das „Menü der Probleme“ zu werfen, die unser Ernährungssystem verursacht.
Als Gruß aus der Küche: Monokulturen und ihr Impact
Weltweit bauen wir viele Lebensmittel in riesigen Monokulturen an. Das klingt erstmal praktisch, weil alles in großen Dimensionen nach Plan wächst, aber es hat einen hohen Preis: Abholzen von Wäldern und der Verlust von Artenvielfalt. Dies ist neben der Einseitigkeit auch weil auf diesen riesigen Feldern viel Spritzmittel eingesetzt werden (Monokulturen sind viel anfälliger für Krankheiten und Schädlinge), die den Boden und die Umwelt schädigen.
Als Vorspeise Co2 und Transport: Warum die Shrimps eine Reise machen
Ein weiteres Problem: Der Transport von Lebensmitteln rund um den Globus verursacht massig CO2-Emissionen. Einmal ist da der Transport von Südfrüchten wie Bananen nach Südtirol. Aber dann gibt es auch sonst noch so einige unnötige Transportwege. Ein richtig absurdes Beispiel: Shrimps, die in der Nordsee gefangen werden, werden für die Handschälung (mit Maschinen geht das nicht) nach Marokko geschickt, um dann wieder zurück nach Europa verschifft zu werden! Das ist ein Beispiel für ein absolutes CO2-Desaster.
Als Zwischengang Verpackungsmüll: Der Umweltkiller
In unserer industrialisierten Welt ist fast alles abgepackt, vorgekocht, vorgeschnitten und deshalb leichter verderblich. Die Lösung: alles in Plastik einzupacken. Verpackungen verbrauchen nicht nur Ressourcen, sondern auch viel Energie für Herstellung, Transport und Entsorgung. Von den anschließenden Müllbergen nicht zu sprechen…
Zur Hauptspeise Lebensmittelverschwendung: Ein riesiges Problem
Jedes Jahr landen ein Drittel aller produzierten Lebensmittel im Müll! In Südtirol werfen wir vor allem Obst, Gemüse, Brot und fertige Gerichte weg. Das macht pro Person jährlich 27,5 kg Müll. Dabei hätte man diese Lebensmittel noch super verwerten können. Und wer würde schon in einer Hütte ein Knödeltris bestellen und den dritten Knödel fix in den Müll werfen?!
Zur Nachspeise: Fleisch und die Klima-Sünden
Auf vielen Tellern landen tierische Produkte – besonders Fleisch. Die Produktion von Fleisch braucht riesige Flächen, und Methan und Lachgas (beides super schädlich für das Klima) werden dabei in die Atmosphäre gepustet. Ein klimafreundlicherer Teller enthält viel mehr Obst, Gemüse und Getreide und nur wenig Fleisch. Die vegetarische Ernährung macht ca. die Hälfte der CO2-Emissionen einer fleischhaltigen Ernährung aus; eine vegane Ernährung (also ganz ohne tierische Produkte) sogar nur ein Drittel. Das ist ein wirklich großer Hebel!
Was du tun kannst:
- Lokale und saisonale Lebensmittel kaufen: So vermeidest du unnötige CO2-Emissionen durch Transport.
- Biologisch und nachhaltig einkaufen: Das schützt den Boden und reduziert Emissionen.
- Weniger Lebensmittel verschwenden und unverpackt einkaufen: Achte darauf, nur das zu kaufen, was du wirklich brauchst, und versuche, Verpackungen zu vermeiden.
- Weniger Fleisch essen: Probiere es mit mehr pflanzlichen Gerichten – das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch für deine Gesundheit!
Die nächsten Mahlzeiten, sind eine große Chance, mit unserer Ernährung das Klima zu schützen. Entscheide dich bewusst für die Umwelt und setze auf nachhaltige Ernährung!
