Nina Duschek: „Sie lebt für die Kunst“

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Wer kennt sie nicht, Nina Duschek, die Künstlerin aus Meran, die mit ihren Songs versucht, ihr Innenleben zu ordnen und die Kunst in ihrer Gesamtheit zu verstehen.

Angefangen hat ihre Reise mit zwölf Jahren, als sie das erste Mal mit Chormusik in Verbindung kam. Als sie mit 16 Gitarre spielen lernte, fing sie bald darauf an selbst Lieder zu schreiben.

Sie sagt, was sie denkt und verpackt es in kraftvolle oder stille nachdenkliche Lieder, deren Message und Melodien definitiv unter die Haut gehen.

Neben ihrer musikalischen Karriere setzt sich für einen veganen Lebensstil und den damit einhergehenden Tierschutz ein.

Im Interview erzählt uns Nina von ihrer Musik und dem Aktivismus. Viel Spaß beim Lesen!

Nina über die Straßenmusik und das Gefühl frei zu sein

Für mich ist das Gefühl auf der Straße spielen zu können, ein extrem schönes Gefühl, da ich mich so extrem frei fühle.

Es war aber nicht immer so. Die Liebe zur Musik wurde erst dieses Jahr (2023) ein bisschen neu geschürt und ich habe mich so richtig ins Musikmachen verliebt. Seither wird diese Liebe, die ich für die Musik verspüre von Tag zu Tag größer.

Straßenmusik hat mich gelehrt bei mir zu bleiben und mein Ding durchzuziehen. Sie ist zu einer Therapie für mich geworden.

Ein wichtiger Teil ist dabei sicher auch die Straßenmusik, die mich gelehrt hat, bei mir zu bleiben und mein Ding durchzuziehen. Mich nicht beeinflussen zu lassen, von Leuten die stehen bleiben oder eben nicht. Du bist mitten in den Leuten und kommuniziert ganz anders mit dem Publikum. Straßenmusik fordert mich, bringt mich aber auch gleichzeitig extrem zum Wachsen. Ich brauche die Straßenmusik, sie ist in den Jahren zu einer Therapie für mich geworden und ich kann aus ihr so viel positive Energie schöpfen.

Geld steht für mich beim Musikmachen nicht im Vordergrund.

Dieses Gefühl habe ich logischerweise auch auf der Bühne, doch auf der Straße ist es doch noch ein bisschen anders, da man mitten im Geschehen ist. Ich möchte auf diesem Weg auch noch allen danke sagen, die mir Komplimente gemacht haben, die stehen geblieben sind und mir einfach zugehört haben. Die sich einfach mit mir frei gefühlt haben, denn in meiner Musik geht es mir um das Gefühl frei zu sein und dieses Gefühl in mich aufzusaugen. Logischerweise bin ich auch froh, wenn mir jemand Geld gibt, doch beim Musikmachen steht das für mich nicht im Vordergrund.

Was war das schönste Erlebnis deiner Musikkarriere?

Das schönste Musikerlebnis bis heute war mit Sicherheit mein Auftritt bei der Erstauflage des „Meran Vegan“ Festivals, das ich zusammen mit vielen helfenden Händen gegründet habe und im Juli 2022 das erste Mal stattgefunden hat.

Das erste vegane Festival in Südtirol. Dieser Moment war einer der schönsten Momente meiner Musikkarriere bis jetzt, denn damals ist mir das erste Mal richtig bewusst geworden, dass man das Unmögliche möglich machen kann und dass Dinge, die ich mir vorstelle, nicht nur Wunschdenken sind, sondern Möglichkeiten. Zu sehen, dass diese Idee vom veganen Festival in Südtirol Wirklichkeit geworden ist ist einfach nur wunderschön.

Ich bin einfach nur dankbar, dass ich Musik machen darf

Doch das war nur ein schöner Moment und es gibt so viele. Ich bin einfach nur dankbar, dass ich Musik machen darf und für alle meine Fans, alle Leute die mich bestärken. Ich bin einfach nur froh für alles, was ich mit meiner Musik erleben darf.

Zwischen Musikerin und Tierschutzaktivistin

Ich würde nicht sagen, dass ich im Tierschutz politisch aktiv bin, doch was ich schon mache, ist den Leuten vor Augen führen, dass wir den Tieren kein Leid zufügen sollten. Nur weil sie einer anderen Spezies angehören, haben sie genauso ein Recht auf Leben, wie wir Menschen. Wenn ich die Möglichkeit bekomme, ein Statement abzugeben, dann sage ich es.

Tierwohl und das Leben der Tiere liegt mir einfach extrem am Herzen

Früher glaubte ich immer, die ganze Welt müsste vegan leben und das wäre die Lösung. Heute glaube ich mehr, dass viele Leute sich des Leides, das sie verursachen nicht bewusst sind oder nicht wahrhaben wollen, da sie noch so viel in veralteten Denkmustern festhängen, noch nicht bereit dazu sind. Was es aber nach wie vor nicht rechtfertigt. Viele sind einfach noch nicht bereit den nächsten Schritt zu gehen. Ich versuche natürlich mit allen meinen Mitteln, Leute für einen veganen Lebensstil zu gewinnen, weil es einfach eine Herzensangelegenheit von mir ist. Denn wenn wir wirklich ehrlich mit uns selbst wären, dann würden wir keine Tiere töten!

Irgendwie bin ich schon eine Aktivistin und setze mich für die Rechte von Tieren ein, trotzdem würde ich mich lieber als Künstlerin und Musikerin betitelten, die mit ihrer Musik und mit deren Engagement etwas bewirken will.

Wo schreibst du deine Musik und womit beschäftigst du dich zurzeit?

Ich habe ein Musikzimmer, das ist mein Rückzugsort für mein kreativ-sein. Hier mache ich keine bürokratischen Sachen, sondern widme mich voll und ganz meiner Musik, meiner Kunst.

Themenmäßig beschäftige ich mich zur Zeit sehr mit dem Thema „Selbstbefreiung“ und mit Fragen wie:

Wie kann man der Mensch werden, der man ist? Wie kann man sich zeigen wie man ist?

Diese Themen beschäftigen mich sehr. Ich habe gemerkt, dass ich gerade aus mir rauskomme und mich von der alten Schale, die voller Ängste und Selbstzweifel war, verabschiede und meine neue „Version“ willkommen heiße, wo ich meinem alten Wunsch, Rockstar zu werden, Gehör schenke und nach ihm lebe. Ich habe mich endlich von dieser Schale befreit, von der ich viel zu lange geglaubt habe, das wäre ich und widme mich immer mehr dem Thema der Selbstverwirklichung.

Für mich ist es extrem spannend, ein Lied zu schreiben und wenn ich Angst habe, über ein gewisses Thema zu schreiben, dann weiß ich, dass ich genau über dieses Thema schreiben muss. Jedes Thema, jedes Lied hat eine gewisse Energie, jedes Lied ist wie ein Zauberspruch. Du schreibst etwas nieder und diese Worte, diese Sätze alle nebeneinander haben eine gewisse Bedeutung und wenn du dieses Lied hörst oder es singst, dann nimmst du diese Energie an.

Wenn ich zum Beispiel Angst habe, über ein gewisses Thema zu schreiben, zum Beispiel, „schaut mich an, wie cool ich bin und ich zeige euch jetzt mein Feuer“, dann denkt man immer „oh was werden die Leute denken, komme ich da wohl nicht eingebildet rüber oder dass man viel zu viel glaubt, wer man ist“, aber letztendlich glaube ich, dass ich genau mit dieser Message den Menschen den Mut zusprechen kann, so zu sein wie man ist. Weil ich mir selbst die Erlaubnis gebe, ich selbst zu sein.“

Was hat Lady Gaga damit zu tun?

Lady Gaga, ist extrem wichtig für meinen Weg. Sie ist eine riesengroße Inspiration für mich, da sie mir gezeigt hat, was ich selbst sein kann. Ich habe dieses Gefühl bei den vielen Rock- und Popstars nur bei ihr gehabt. Sie hat mich, als ich vor dreizehn Jahren das erste Mal das „Bad Romance“ Video angesehen habe, in ihren Bann gezogen und nie mehr losgelassen.

Ich dachte immer „das ist Lady Gaga, die Coolste, die Geilste, aber ich kann sowas nie, ich kann sowas nie werden und nie sein.“ Doch jetzt weiß ich, ich sehe einen Teil von mir in ihr, der jetzt bei mir zum Vorschein kommt.

Musikstilmäßig sind wir ein bisschen weiter auseinander. Sie macht mehr Pop ich eher Rock. Vom künstlerischen her definitiv ähnlicher, denn Lady Gaga ist ein Herzensmensch. Sie macht genau das, was aus ihrem Herzen kommt. Sie ist einfach eine große Künstlerin für mich, weil sie das was sie sagt, auch so meint. Ihre Ausstrahlung und ihre Liedtexte, das kommt von innen. Es braucht große Stärke, sich so zu zeigen zu präsentieren, so zu leben, wie man ist und wer man im Inneren weiß zu sein.

„Don´t idealize me, idealize yourself“

Sie hat mich weit begleitetet, begleitet mich immer noch und wird immer eine große Inspiration bleiben, ohne Frage. Doch das, was mir an ihr am besten gefallen hat, Achtung jetzt kommt’s: „Don´t idealize me, idealize yourself“ auf Deutsch: „idealisiere nicht mich, sondern dich selbst“. Mit diesem Satz gibt sie dir das Gefühl, egal wer du bist, du hast alles was du brauchst, die Person zu sein, die du sein willst. Sei es einfach!

Lady Gaga hat mir den Mut gegeben rauszufinden, wer ich bin und mir gezeigt man muss niemanden nachmachen, man muss sich selbst finden. Es braucht extrem viel Mut aus sich selbst raus zu kommen, über sich hinaus zu wachsen, doch ich glaube genau deshalb sind wir hier. Es ist nicht leicht und man ist verletzlich, aber genau deshalb sind wir hier, unsere Bestimmung zu finden.“

Markenzeichen: Bandana, Authentizität, Temperament und Stimme

Äußerlich betrachtet ist mein Markenzeichen sicherlich mein Bandana Stirnband, wer dieses Bandana Stirnband sieht, weiß sofort, das ist Nina Duschek. Aber das ist nur ein Markenzeichen von vielen.

Ein Markenzeichen ist sicher auch meine Authentizität. Authentisch zu sein ist mir sehr wichtig in meinem Lebe: einfach das sagen, was ich denke und fühle. Mein Publikum, meine Fans spüren das, es kommt an.

Wenn ich Musik mache möchte ich einfach nur in meine Musik eintauchen und mich nicht hinter irgendwelchen Schleiern verstecken müssen, nach dem Motto: „Ja jetzt mache ich einfach nur eine coole Show und die Sache ist gegessen“. Ich mache das einfach auch wenn es mir nicht so gut geht.

Besonders am Anfang meiner Karriere spürte ich natürlich auch den Druck einfach abliefern zu müssen. Doch mittlerweile möchte ich einfach eine gute Verbindung zu meinem Publikum aufbauen und mich ihnen so zeigen, wie ich bin.

Ein zweiter Punkt ist mit Sicherheit mein Temperament und mein Witz. Ich liebe es einfach, Leute mit meiner Musik mitzureisen und ihnen ein gutes Gefühl zu vermitteln. Das Gefühl „Leute habt eine gute Zeit, lasst euch gehen, seid frei.“

Früher mochte ich mich und meine Stimme nicht so gern

Ein drittes Markenzeichen von mir ist meine Stimme, sie ist nicht so konventionell, Nina ist nicht so konventionell. Früher mochte ich mich und meine Stimme nicht so gern und habe mich viel zu viel verglichen. Jetzt weiß ich: „das ist Nina Duschek“ und ich möchte, dass die Leute das wissen und ihnen viel durch meine Musik, und mein Dasein, zurückgeben.“

Worauf dürfen sich deine Fans in Zukunft freuen?

Es kommen noch fünf Lieder raus, von meinem Album „Bandana Revolution“, fünf Songs sind schon draußen, fünf kommen noch. Ich hoffe auch mit den dazugehörigen Videos und das passiert alles noch dieses Jahr.

Ansonsten gibt es die zweite Auflage des „Meran Vegan“ Festivals diesen Sommer, wo ich mit meiner Band auftreten und mit euch feiern werde. Ich freue mich schon, wenn wir uns dort sehen.

Und es gibt Neuigkeiten bezüglich meiner Band, da wir jetzt endlich einen neuen Gitarristen gefunden haben und wir wieder zu viert auftreten können. Die Bandmitglieder sind: Damian Pichler am Bass, Benedikt Leitner am Schlagzeug, Matteo Scalchi an der E-Gitarre und ich, Nina Duschek an der Gitarre und Gesang.

Ich habe lange gezweifelt, wo mein Weg hingeht und wie groß und weit das alles sein wird. Habe mich lange zufriedengegeben mit dem Satz: „du musst es nicht im Großen machen, du kannst dein Ding auch im Kleinen machen“ es gibt ja auch eine gewisse Sicherheit und du hast viel weniger Druck, denn wenn du Rockstar werden willst, dann musst du gezwungenermaßen ein neuer Mensch werden und aus dir heraus wachsen. Doch das hat mich nie ganz losgelassen, dieses Fieber, Rockstar zu sein und die ganze Welt zu bereisen und zu sehen.

Ich will Rockstar sein

Ja ich will Rockstar sein, ja ich will die ganze Welt sehen, ja ich will mit meiner Musik so viele Leute erreichen, wie möglich. Mir ist bewusst, dass viele Leute wahrscheinlich sagen werden „Boa, ist die eingebildet und wer glaubt sie wer sie ist,“ aber mir ist das egal, denn ich weiß: jetzt schöpfe ich endlich mein ganzes Potenzial aus, das ich so lange zurückgehalten habe und ich will schließlich und endlich einfach nur Musik machen und die Leute dazu ermutigen, ihren Weg zu gehen, da ich ihn so lange nicht gegangen bin. Der ganze Rest, sollen die Leute denken, was sie wollen.“

Ninas Botschaft an euch!

Seid ihr selbst!

Niemand hat gesagt, dass es ist einfach ist, doch es soll auch nicht einfach sein, denn sonst wären wir nicht hier. Ich würde einfach nur das Beste von meiner Musik geben, von meiner Energie und meiner Liebe, von meiner Positivität. Ich freue mich immer, wenn wir uns sehen, egal wo, wenn ihr mir schreibt, wenn ihr mich in euren Instagram Storys tagt, freue mich von euch zu hören und euch zu treffen. All eure Worte bedeuten mir so viel und ich bedanke mich wirklich bei jedem/r Einzelnen, die mit mir auf meiner Reise sind und ich kann es kaum erwarten, mit euch abzugehen und abzufeiern.


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