Ausgehen im Rollstuhl

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Aus der Sitzperspektive

Hallo ich heiße Max Silbernagl und ich werde euch heute ein bisschen über meine Erfahrungen im Rollstuhl und beim Ausgehen berichten.

Bis ich 15 Jahre alt war, war ich viel mit meinen Eltern unterwegs oder traf mich mit einigen wenigen Zockerkollegen zum Computerspielen. Ich hatte einige Freunde, die mich immer wieder besuchen kamen, aber ansonsten war ich viel zu Hause, während meine Kollegen die ersten Motorräder kauften und auf Partys gingen.

Ich habe anfangs immer mal wieder versucht jemand anzurufen oder zu finden, der mit mir irgendwohin fährt oder mich irgendwohin begleitet, aber es war schwierig da ich irgendwie zu keiner Clique dazu gehörte.

Patrizia eine gute Freundin von mir, kann meines Tages zu mir und fragte mich ob ich nicht mit ins Igloo Santner’s Club Seis kommen würde und ich stimmte freudig zu.

Anfangs haben die Menschen oftmals Berührungsängste oder wollen nichts falsch machen, das ist normal, aber versuche ihnen indem du offen und ehrlich darüber redest, was du brauchst und wo du es brauchst, diese anfängliche Angst zu nehmen.

„Von da an, war ich mit Patrizia fast jedes Wochenende unterwegs.“

Das war eine ziemlich coole Zeit, doch was ich nicht gedacht hätte, als ich noch zu Hause saß in meinem barrierefreien Paradies war, dass die meisten Bars oder generell viele öffentliche und private Gebäude eben nicht barrierefrei sind.

Mit der Zeit gewöhnt man sich dran, dass nicht alles barrierefrei sein kann, vom ersten Moment an, doch man sollte sich nie zu viel daran gewöhnen und immer wieder mal darauf hinweisen, dass man genau hier hinein möchte.

Patrizia hatte auch nicht immer Zeit mich zu begleiten und so begann ich alleine zu den Events im Dorf zu gehen.

„Ich dachte mir, die Leute kennen mich und irgendjemand wird mir schon helfen und so war es dann auch.“

Logische Schlussfolgerung: man lernt Leute kennen und so kam es, dass ich in meinem Heimatort Seis, sowie in Barbian und anderen Orten von Südtirol ziemlich schnell, ziemlich viele coole Leute traf über die ich heute noch sehr froh und dankbar bin.

Ich kann dir/ euch keinen 100-prozentigen Tipp geben der funktioniert, das wäre gelogen, doch ich bin immer schon fürs Probieren gewesen und bevor man sagt das funktioniert nicht, probiert man es lieber oft genug.

Es ist auch schief gegangen und manchmal war ich traurig und frustriert, doch wenn man es nur oft genug probiert und hartnäckig bleibt, funktioniert es auch.

Mein größtes Problem, beim Unterwegs sein ist, wie komme ich aufs Klo, wie komme ich von A nach B ohne immer meine Eltern oder Familie fragen zu muss?


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