NACHGEFRAGT BEI… Jürgen Wirth Anderlan, JWA

Kategorie: Elezioni provinciali 2023

Für das Projekt deinewahl.it haben wir mit den Spitzenkandidat*innen bzw. einer Vertretung jeder Partei über jugendrelevante Themen gesprochen.

Das Interview mit Jürgen Wirth Anderlan findest du hier:

5 weitere Fragen

Neben den Fragen im Interview, haben wir den Kandidat*innen noch fünf Zusatzfragen gestellt:

1. Was hat Ihre Partei in den letzten Jahren für junge Menschen gemacht?

Die Liste JWA ist ja erst ganz neu gegründet und wir alle waren bislang nicht als Politiker aktiv! Die meisten von uns haben sich aber schon immer auch ehrenamtlich engagiert. Ich selbst zum Beispiel war mein ganzes Leben lang ehrenamtlich tätig: Bei der Feuerwehr, der Schuhplattler-Gruppe, der Bauernjugend, dem Ski-Club, im Fußball und bekanntlich bei den Schützen. Die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen machte mir schon immer viel Freude.  Auch in meiner beruflichen Tätigkeit als Skilehrer habe ich viel mit Kindern und Jugendlichen aus aller Welt zu tun. Ich bin der Meinung, dass man Jugendlichen Freiheit geben soll und sie Spaß haben sollen. Aber sie müssen auch Verantwortung und Gemeinschaftsgefühl lernen, und dafür sind Vereine und Ehrenamt hervorragend geeignet. 

2. Wie sollte das Schulsystem reformiert werden?

Das heutige Schulsystem kenne ich über meine eigenen Kinder und die Kinder von Freunden sehr gut. Ich mache mir oft Gedanken dazu, was hier schlecht läuft und was man verbessern könnte.  

  • Ein soziales Jahr nach der Mittelschule: Ein soziales Jahr nach der Mittelschule würde es den Jugendlichen bzw. jungen Erwachsenen ermöglichen, sich für die Gesellschaft, die Heimat oder die Natur zu engagieren, erste Arbeitserfahrungen zu sammeln und sich vielleicht auch beruflich zu orientieren. Und mit Sicherheit würde ein solches soziales Jahr auch zur charakterlichen Reife und zum Erwachsenwerden beitragen! 
  • Ganzheitliche Gesundheitserziehung: Wir müssen in der Schule mehr Wert darauf legen, dass fürs Leben gelernt wird und nicht nur für die Schule! Ein Beispiel: In den Schulen sollte mehr Wert auf gesundheitliche Bildung gelegt werden. Die Kinder und Jugendlichen sollten auch verinnerlichen, wie wichtig gesunde Ernährung, sportliche Aktivität und frische Luft sind. Eine Stunde davon ist oft mehr wert als zwei Stunden langweilige Paukerei und es muss natürlich auch Spaß machen. Mein Motto: Fitte Jugend – fittes Land! 
  • Lerngärten für Schulen: Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Teil der Südtiroler Kultur und Geschichte. In Lerngärten könnten Kinder und Jugendliche den Umgang mit Pflanzen und Tieren praxisnah erfahren und konkreten Naturschutz lernen. Vielleicht wird bei dem einen oder anderen so auch das Interesse für einen Beruf in der Landwirtschaft geweckt. Dann bleibt die Südtiroler Landwirtschaft auch langfristig stark. 
  • Schulen entschleunigen: Immer öfter hört man auch von Kindern und Jugendlichen, die schon mit Burnout und psychischen Problemen zu kämpfen haben. Dafür gibt es Gründe und der Leistungsdruck in den Schulen gehört sicherlich dazu. „Immer mehr und immer schneller ans Ziel“ – das überfordert irgendwann nur noch. Und was soll dabei überhaupt das Ziel sein? 

Übrigens muss hier auch das Problem zunehmender Gewalt und Vandalismus an Schulen angesprochen und endlich angegangen werden. Schulen müssen Orte der Freiheit und Kreativität sein, aber sie müssen eben auch sichere Orte sein! 

  • Vielseitigere Bildungsansätze: Sicherlich läuft nicht alles schlecht in den Schulen, aber wir müssen weg vom stupiden Auswendiglernen, denn davon findet immer noch zu viel statt. Wir brauchen mehr Kreativität und Praxisnähe in den Schulen. Da braucht es auch neue Bildungs-Ansätze. Kinder und Jugendliche haben unterschiedliche Talente und es geht darum, diese zu erkennen und zu fördern. Die Schule ist sicherlich nicht einfach dazu da, folgsame Schafe und Material für die Wirtschaft zu liefern. Die Schule ist zunächst einmal dazu da, unsere Kinder zu selbständigen, verantwortungsbewussten und intelligenten Menschen zu erziehen. Zu Menschen, die wissen, was sie wollen und dann auch einen guten Beruf finden. 

Übrigens brauchen wir in den Schulen nicht immer mehr „Digitalisierung“. Die Kinder und Jugendlichen stecken ihre Nasen schon genug in ihre Smartphones und Tablets. Guter Unterricht ist „analog“ und menschlich!  

  • Deutsche Schulen: Der Ansturm anderer Sprachgruppen auf die deutschsprachigen Schulen ist ein Problem, weil damit die kulturelle Besonderheit der Schulen verloren geht. Die deutschen Schulen gibt es ja aus einem guten Grund: Wir sind eine deutsche (und ladinische) Minderheit in einem fremden Staat und müssen unsere Kultur und Tradition auch bewahren. Genau das ist aber eine ganz wichtige Aufgabe von Bildungseinrichtungen. Daher müssen wir den besonderen Status der deutschen Schulen verteidigen! Deutsche Schulen für deutsche Kinder! 

3. Jugendgewalt und Vandalismus waren letzthin ein Thema in den Medien – Wie sehen Sie die Situation?

Ich denke, das ist nicht nur in den Medien so, sondern ein echtes Problem. Ich habe es ja schon gesagt: Unsere Schulen müssen sichere Orte sein! Und die Polizei sollte nur einen Grund haben, an die Schulen zu kommen: Um den Kindern etwas beizubringen. Und vielleicht auch, um für den Polizeiberuf zu werben. Aber ganz sicher nicht, um Kriminalität zu bekämpfen. So weit sind wir aber mittlerweile schon im Land. Aber für mich ist ganz klar: Kriminalität sollte an unseren Schulen überhaupt nicht vorkommen. Das ist das Ziel. 

Nur muss man eben auch offen über die Probleme sprechen. Denn es bringt nichts, die Ursachen zu verschweigen. Wir wissen doch, dass es sich häufig um Migrantenkriminalität handelt. Was wir brauchen, sind Strafen, die auch wirken und nach schwerwiegenden Vergehen die sofortige Abschiebung. Des Weiteren fordern wir einen Migrationsstopp. 

4. Das Leben wird teuer – die Löhne bleiben gleich. Was muss sich lohntechnisch in Zukunft ändern?

Natürlich darf es ganz einfach nicht sein, dass Menschen, die einer ehrlichen Arbeit nachgehen, nicht mehr anständig über die Runde kommen! Diese Situation zu ändern, ist Aufgabe der Politik! 

Da muss man sich eben auch fragen, was die Ursachen dafür sind. Für mich ist die derzeitige wirtschaftliche Situation hausgemacht: Erst hatten wir die zerstörerische Corona-Politik, dann die neue Kriegstreiberei und jetzt auch kommt die Klimahysterie. Erst haben wir die Pharmaindustrie bereichert, dann die Waffenindustrie und jetzt die Klimaindustrie. Was wundert man sich da noch, wenn am Ende das Geld weg ist?! 

Übrigens erschüttert mich immer wieder, wenn junge Leute sagen, dass Kinder für sie nicht in Frage kommen, da sie es niemals verantworten könnten in diese schreckliche Welt Kinder hinein zusetzen. Das ist auch ein Ergebnis dieser Dauerhysterie und Panikmache: Corona, Krieg, Klimahysterie. Damit müssen wir endlich aufhören! Die Welt geht nicht unter. Aber wir müssen unseren Kindern eine gute Zukunft bieten! Und das können wir auch. Denn Südtirol ist ein wirtschaftlich sehr starkes Land. Das verdanken wir aber der Arbeit und dem Einfallsreichtum unserer Bürger. Was endlich gestoppt werden muss, ist, dass unser Wohlstand in allerlei fremde Taschen fließt! 

Die SVP versprach im Wahlkampf 2013 Finanz- und Steuerautonomie für Südtirol. Das wäre sicherlich ein wichtiger Schritt, um hier eine konkrete politische Maßnahme zu nennen. Wir müssen aber auch aufhören, allerlei Unsinn zu subventionieren und die Bürger mit immer neuen Regulierungen, Bürokratie und Kosten zu belasten. 

Ich denke auch, dass es schon beim einzelnen Bürger anfängt. Vielleicht sollen wir uns auch wieder mehr auf unsere Südtiroler Bescheidenheit besinnen. Worauf kommt es denn wirklich an im Leben? Wohlstand sollte nicht mit Statussymbolen gemessen werden, sondern mit dem großen Glück, in einem der schönsten Länder der Welt zu wohnen und von einer gesunden Natur umgeben zu sein. Das zu begreifen, fängt natürlich auch schon in der Schule an. 

5. Vor den Wahlen wird viel versprochen – Was halten Sie ein?

Machen wir uns da nichts vor: In der Politik, die wir jetzt haben, heißt Wahlversprechen nichts anderes, als dass man sich vor den Wahlen versprochen hat. Vor der Wahl nehmen die Politiker den Mund ganz voll und nach der Wahl wird nicht geliefert. Die Politik im Land ist zu einem Selbstbedienungsladen verkommen. Deshalb haben die Bürger auch kein Vertrauen mehr in die Politik. Völlig zu Recht übrigens!  

Wir versprechen nur eines: Dass wir alles geben werden, um die Politik dazu zu zwingen, wieder für den Bürger da zu sein und um Südtirol wieder stark zu machen! 

Informationen zur Landtagswahl am 22. Oktober 2023, alle Interviews, den Podcast und eine Wahlhilfe findest du unter deinewahl.it

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