Daniel Felderer aka. Feldi ist nicht nur Rapper, sondern auch Aktivist. Die Songs des Vinschgers sind laut, direkt und emotional.
Warum ihm Tierrechte so wichtig sind, wie er überhaupt zum Rappen kam und was er mit seiner Musik erreichen will, hat er uns im Interview erzählt.
Vom Eminem-Fan zum Rapper
Alles begann in der Mittelschule. Feldi hörte viel Eminem und Lil Wayne – anfangs nur als passiver Fan. „Ich habe damals noch kaum Englisch verstanden, aber die Texte und der Flow haben sich in meinem Kopf festgesetzt und ich habe damals schon gemerkt, dass ich mir relativ einfach Lyrics merken kann, obwohl ich sie noch nicht mal richtig verstanden habe“, erzählt er.
Während der Corona-Zeit probierte er dann selbst aus zu rappen – und merkte schnell: „Ich kann das lernen!“ Er coverte Songs, übte viel und schrieb Ende 2022 seinen ersten eigenen Track: So many things.
Wie eigene Songs entstehen
Nach und nach entstanden weitere Songs, meistens spontan – aus dem Moment heraus.
„Ich versuche nicht, krampfhaft etwas zu produzieren. Es muss fließen. Oft weiß ich später gar nicht mehr, wie genau ein Song entstanden ist. Inspiration finde ich, wenn ich auf meine Intuition vertraue und meinem inneren Flow.“
Und natürlich inspirieren ihn auch andere Künstler wie zum Beispiel Machine Gun Kelly oder NF. Wichtig ist ihm dabei aber immer seinen eigenen Stil zu finden.
„Ich will meine Message rüberbringen und Leute damit verbinden.“
BTW: Mit Machine Gun Kelly, hatte Feldi sogar schon einen gemeinsamen Auftritt! ⬇️
Rap mit Haltung und Emotion
Musikalisch setzt Feldi auf ehrlichen, emotionalen Rap mit Power. „Mein Stil ist eher aggressiv – mit klarer Botschaft.“
„Meine Stilrichtung ist in your Face!“
Feldis Songs behandeln viele Themen – persönliche, aktuelle und vergangene. Doch sein Hauptfokus ist klar: Tierrechte.
„Ich versuche, den Tieren eine Stimme zu geben – weil sie selbst keine haben.“
Seine Musik soll wachrütteln, zum Nachdenken bringen und Menschen ermutigen, sich mit Veganismus und Tierleid auseinanderzusetzen.
Er kritisiert auch, dass manche Rap-Genres zu sehr auf Oberflächlichkeiten setzen:
„Wenn es nur noch darum geht, cool zu wirken, verliert Musik ihren Wert.“
Was kommt als Nächstes?
Fans können sich freuen: Feldi wird dieses Jahr bei Rock im Ring auftreten – ein echtes Highlight für ihn. Dazu kommen neue Songs, ein Merchdrop und viele weitere kleine Schritte, um seine Musikkarriere weiter aufzubauen. Langfristig möchte er von seiner Musik leben können, aber ohne sich zu verbiegen.
„Ich will mir selbst treu bleiben und Musik machen, die etwas bedeutet.“
Er will Menschen mit seinen Songs berühren, Menschen sensibilisieren und damit etwas bewegen.
„Hört euch meine Songs an, setzt euch mit den Themen auseinander und denkt drüber nach. Musik ist immer subjektiv – wenn sie jemanden erreicht, freut mich das. Und wenn nicht, ist das auch okay.“
👉 Tipp der Redaktion:
Feldi findet ihr auf Insta & Spotify. Hört mal rein – besonders wenn ihr ehrlichen Rap mit Haltung feiert.
Ein Interview von Max Silbernagl, April 2025
